Bezahlen im Netz: Konsumenten fühlen sich so sicher wie nie

Für rund 80 Prozent der deutschen Online-Shopper ist das Bezahlen im Internet kein (Sicherheits-) Thema mehr. Das belegt die aktuelle Payment-Studie des ECC. Trotzdem ist Vorsicht geboten: denn nach wie vor werden Zahlungsdaten auch missbraucht.

Das Thema Sicherheit ist im Check-out des Online-Shops und bei der Wahl des Zahlungsverfahrens so wichtig wie kein zweites. Heute fühlen sich deutsche Konsumenten beim Online-Payment bereits deutlich sicherer als noch vor einigen Jahren. Während 2013 rund 63 Prozent der Konsumenten mit ruhigem Gewissen im Online-Shop bezahlten, fühlen sich heute knapp 78 Prozent der im Rahmen der ECC-Payment-Studie Vol. 22 befragten Online-Shopper sicher beim Bezahlen im Internet. Unter den smartphone-affinen Smart Consumern sind es sogar nur 15 Prozent, die überhaupt noch Sicherheitsbedenken beim Online-Payment haben.

Dass der anhaltende Boom im E-Commerce dabei eine wichtige Rolle spielt, ist nicht von der Hand zu weisen. Denn nicht zuletzt durch die steigende Anzahl an Online-Bestellungen geht das Online-Shopping mehr und mehr ins habitualisierte Verhalten der Konsumenten über.

Sag niemals nie: Rund 10 Prozent der Konsumenten Opfer von Zahlungsdatenmissbrauch

Trotz des zunehmenden Sicherheitsgefühls sollten Konsumenten dem Payment-Prozess nicht blind vertrauen. Denn auch weiterhin besteht das Risiko des Missbrauchs der Zahlungsdaten. Somit fiel rund einer von zehn Konsumenten bereits dem Betrug im Zahlungsprozess zum Opfer. Von den Betroffenen zahlten rund 35 Prozent mit der Kreditkarte, 24 Prozent per PayPal und 19 Prozent per Vorkasse. Die Gründe für den Missbrauch können dabei ebenso verschieden sein, wie die immer neuen Vorgehensweisen der Betrüger. Die Ursache allen Übels kann sowohl beim Konsumenten als auch beim Händler liegen. Egal ob Verlust der Kreditkarte, Hackerangriff oder Datenlack beim Händler – das Ergebnis ist und bleibt ärgerlich für beide Seiten.

Denn auch auf Händlerseite stellt das Thema Betrug eine Herausforderung dar, derer sich rund 90 Prozent der befragten Händler bewusst sind. Somit werden von Online-Shop-Betreibern rund drei Prozent aller Onlinebestellungen als Betrug klassifiziert. Auf Unternehmensseite drückt der Schuh insbesondere, was die Angabe von Fake-Identitäten anbelangt, die aufgrund der Anonymität des Onlinehandels ohne eine entsprechende Datenbasis nur schwer zu prüfen sind. Weitere Herausforderungen stellen zudem die Angabe falscher Adressdaten und der Bonitätsbetrug dar.

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Personalisierter Payment-Mix kann für mehr Sicherheit sorgen

Die Absicherung des Bezahlprozesses über einen spezialisierten Payment-Dienstleister stellt einen gängigen Weg für mehr Sicherheit im Check-out dar und dient Onlinehändlern zudem beispielsweise als Absicherung gegen den Zahlungsausfall. Diese Möglichkeit wird von vielen Unternehmen bereits dankend angenommen. So greifen beispielsweise rund 38 Prozent der Händler, die einen Rechnungskauf im Check-out anbieten, auf die Absicherung dieses Zahlungsverfahren durch einen Dienstleister zurück.

Eine weitere Alternative, den Payment-Prozess sicherer zu gestalten, kann auch das individuelle Ausspielen des Payment-Mix sein. Diese Möglichkeit nutzen derzeit rund 38 Prozent der befragten Händler. Dabei wird neben PayPal und Vorkasse auch der Rechnungskauf oftmals nur bestimmten Kunden angeboten. Basis dafür bilden meist die Bestell- und Bezahlhistorie eines Bestandkunden (51 Prozent) oder sogenannte Blacklists (33 Prozent), die vom Unternehmen geführt oder beispielsweise bei Dienstleistern wie der SCHUFA bezogen werden können.

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Mehr über Angebot und Nachfrage von Zahlungsverfahren sowie viele weitere interessante Insights rund um das Thema Payment im E-Commerce finden Sie in der ECC-Payment-Studie Vol. 22.

Laden Sie sich hier die kostenfreie Management Summary herunter oder bestellen Sie die Studie direkt über den Shop von ECC.

Autorin: Svenja Brüxkes

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