09.03.2012 – Kategorie: Handel, IT, Marketing, eCommerce

Bezahlmöglichkeiten im Interaktiven Handel im Wandel

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) und Creditreform Consumer (CEG) stellen die Ergebnisse einer im Januar 2012 zum zweiten Mal gemeinsam durchgeführten Sonderbefragung zum Themenfeld Bezahlmöglichkeiten im Interaktiven Handel, d.h. Online- und Versandhandel, vor. Die Befragung basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Online-Umfrage bei Personen zwischen 18 und 69 Jahren.


Elektronische Bezahlsysteme legen weiter stark zu


Aktuell ist der Kauf auf Rechnung nach wie vor das am häufigsten genutzte Bezahlverfahren im Interaktiven Handel in Deutschland. Rund 37 Prozent der Verbraucher bezahlen die Ware am liebsten erst nach dem Erhalt. Dennoch muss der Kauf auf Rechnung im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von drei Prozent (Vorjahr: 40 Prozent) hinnehmen. Große Gewinner gegenüber dem Vorjahr sind die elektronischen Bezahlsysteme wie z.B. ClickandBuy, giropay, PayPal und sofortüberweisung.de. Sie nehmen mittlerweile einen Anteil von 36 Prozent ein. Damit liegen sie nur noch ganz knapp hinter dem Rechnungskauf. Zum Vorjahr konnte sich diese Bezahlform noch einmal um zehn Prozentpunkte steigern (Vorjahr: 26 Prozent).


Alle weiteren Bezahlwege mussten im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus hinnehmen. Die Kreditkarte zum Beispiel hat aktuell einen Anteil von 14 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent). Auch die Vorauskasse hat mit einem Anteil von nur noch acht Prozent gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte verloren (Vorjahr: 13 Prozent).


bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer bewertet die aktuelle Entwicklung folgendermaßen: „Die aktuellen Zahlen verdeutlichen einmal mehr, dass der Kauf auf Rechnung noch eine sehr wichtige Bezahlform für die deutschen Kunden darstellt. Die Kunden schätzen den Service der Versender, erst die Ware zu erhalten und nicht in Vorleistung gehen zu müssen.“


CEG-Geschäftsführer Siebo Woydt fügt hinzu: „Der Vorteil für Verbraucher beim Kauf auf Rechnung  ist der Nachteil für Händler. Denn für sie ist der Rechnungskauf ein unsicheres Bezahlverfahren, weil sie mit dem Versand der Ware in Vorleistung gehen müssen. Damit es für Händler am Ende keine böse Überraschung gibt, empfehlen wir, eine Bonitätsprüfung einsetzen. Sie gibt Aufschluss über die Bonität des Bestellers. Mit dem Ergebnis der Bonitätsprüfung kann der Händler das Zahlungsausfallrisiko abwägen und den Kauf auf Rechnung oder ein anderes Bezahlverfahren wie Vorkasse oder Kreditkartenzahlung anbieten. “ Männer mögen Kreditkarten und moderne Bezahlsysteme, Frauen bezahlen lieber per Rechnung


Männer nutzen die modernen Bezahlsysteme deutlich häufiger (39 Prozent) als Frauen (33 Prozent). Auch die Kreditkarte wird von Männern (20 Prozent) doppelt so häufig genutzt wie von Frauen (9 Prozent). Frauen hingegen bevorzugen weiterhin den Kauf auf Rechnung (44 Prozent). Männer nutzen den Rechnungskauf deutlich seltener (30 Prozent). Bei der Untersuchung wurde auch in diesem Jahr wieder deutlich, dass gerade die jüngeren Einkäufer (bis 39 Jahre) am häufigsten die elektronischen Bezahldienste für sich wählen (38 Prozent). Für Verbraucher ab 40 Jahren und älter ist der Kauf auf Rechnung die relevanteste und am häufigsten genutzte Option (40 Prozent). Dennoch holt diese Altersgruppe langsam im Gebrauch elektronischer Zahlungsmittel auf (34 Prozent; Vorjahr: 25 Prozent). Interessant ist, dass der Rechnungskauf in beiden Altersgruppen an Bedeutung verliert (bis 39 Jahre: 33 Prozent; Vorjahr: 36 Prozent / ab 40 Jahre und älter: 40 Prozent; Vorjahr: 43 Prozent).


 


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