Black Friday: Auftakt zum „Cybercrime Christmas“ mit Unmengen geraubter Identitätsdaten

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Im Weihnachtsgeschäft 2017 ist wieder mit starken Online-Umsätzen zu rechnen. Betrüger bereiten sich auf dieses Riesengeschäft vor, um von den enormen Online-Ausgaben um den Black Friday und den Cyber Monday herum zu profitieren.

Graphik

Im Weihnachtsgeschäft 2017 ist wieder mit starken Online-Umsätzen zu rechnen. Betrüger bereiten sich auf dieses Riesengeschäft vor, um von den enormen Online-Ausgaben um den Black Friday und den Cyber Monday herum zu profitieren.

Daten von ThreatMetrix, das über 24 Milliarden Online-Transaktionen pro Jahr überwacht und schützt, belegen, dass Online-Betrüger bereits bestens auf die Vorweihnachtszeit vorbereitet sind. Durch die Rekrutierung von unzähligen Helfern und die Entwicklung neuer, ausgeklügelter Cybercrime-Techniken wollen sie die umsatzstärkste Phase im Online-Shopping des gesamten Jahres ausnutzen. In der Woche ab dem 20. November müssen Online-Händler mit über 50 Millionen Angriffen rechnen. Da der Wert betrügerischer Transaktionen im Durchschnitt doppelt so hoch ist wie bei normalen Geschäften, stellen diese Attacken einen erheblichen potenziellen Umsatzverlust dar.

Brutstätten der Cyber-Kriminalität

Händler in Großbritannien und Europa sind zu besonderer Wachsamkeit angehalten, da diese Regionen als Brutstätten der Cyber-Kriminalität gelten. In diesen Gebieten ist die Wahrscheinlichkeit betrügerischer Online-Transaktionen um 63 Prozent höher als in Nordamerika. Großbritannien, Frankreich und Deutschland nahmen wiederholt einen der ersten fünf Plätze in der Liste der „Urheber für Attacken“ während der Shopping-Spitzenzeit im vierten Quartal (sowohl 2015 als auch 2016) ein, und 2017 wird voraussichtlich keine Ausnahme darstellen. ThreatMetrix schätzt, dass im vierten Quartal 2017 insgesamt etwa 50 Millionen Angriffe von diesen Ländern ausgehen werden. Etwa 15 Millionen dieser Attacken werden in der Shopping-Spitzenzeit erwartet.

Handel mit persönlichen Daten im Dark Web

Die Daten von ThreatMetrix belegen, dass einige der stärksten Phishing-Angriffe im Jahr 2017 zu erheblichen Spitzen im Handel mit persönlichen Daten im Dark Web geführt haben. Dieser Datenhandel fördert die Vorbereitungen für den großen Coup während des Weihnachtsgeschäfts. Diese Krise können Online-Händler nur mit einer ausgefeilten Methode bewältigen, mit der sie die digitale Identität realer Kunden von Betrügern unterscheiden können.

Vanita Pandey, Vizepräsidentin für Produktmarketing und Strategie bei ThreatMetrix, erklärte dazu: „Cyber-Kriminalität nimmt weiter zu, und mehr Unternehmen als je zuvor werden angegriffen. Verstärkt wird dieses Phänomen durch vermehrte Phishing-Versuche, die Kriminelle weiterhin mit frischen Identitätsdaten versorgen. Betrüger handeln schnell: Bevor Datenschutzverletzungen öffentlich bekannt werden, testen sie gestohlene Anwenderinformationen mit der Absicht, digitale Geschäfte im großen Umfang anzugreifen. Allein in den vergangenen 90 Tagen identifizierte das ThreatMetrix Digital Identity Network 171 Millionen Angriffe – ein Anstieg von 32 Prozent seit Anfang 2017.“

Eine Bot-Armee fürs Weihnachtsgeschäft

In der zweiten Hälfte diesen Jahres ist die Bot-Aktivität im ThreatMetrix Digital Identity Network deutlich angestiegen, da neue Daten aufgrund jüngster Datenschutzverletzungen verfügbar sind. In dem Maße, in dem Händler zusätzliche Mitarbeiter für diese umsatzstarke Periode einstellen, rekrutieren Cyber-Kriminelle ganze Armeen von automatischen Cyber-Robotern (Bots), um Großangriffe auf Online-Geschäfte zu starten.

„Wir schätzen, dass führende Online-Händler immer stärker von Bot-Operatoren infiltriert werden, die auf diese Weise persönliche Konten testen wollen. In der kommenden Woche rechnen wir mit etwa 5 bis 8 Millionen Angriffen täglich zum Prüfen der Identität“, fuhr Pandey fort. „Basierend auf der Analyse unserer neusten Daten gehen wir davon aus, dass das Ausmaß der E-Commerce-Attacken im letzten Quartal die Gesamtzahl der Angriffe in allen Branchen, einschließlich der Banken und Medien, im vierten Quartal 2016 übersteigen wird.“

Allein in den letzten 90 Tagen

  • Im letzten Quartal wurden 171 Millionen Angriffe registriert – ein Anstieg von etwa 100 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2015.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Kontenregistrierungen betrügerisch sind, ist doppelt so hoch wie bei vertrauenswürdigen Zahlungsmethoden.
  • Identitätsdaten haben die Kreditkartendaten als Hauptziel für Cyber-Kriminelle abgelöst, da diese langfristige Gewinne anstreben.
  • Von den 450 Millionen verzeichneten Bot-Attacken konzentrierte sich der Großteil auf erste Identitätsprüfungen und automatisierte Angriffe.
  • Die EMEA-Region ist eine Brutstätte für Cyber-Kriminalität: Im Vergleich zu Nordamerika ist die Wahrscheinlichkeit einer betrügerischen Transaktion um 63 Prozent höher.
  • Brasilien hat sich als einer der größten Verursacher von Angriffen erwiesen, insbesondere für Account-Origination-Attacken.

Der Q3 Cybercrime Report, zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem sich Millionen Verbraucher Gedanken über die Folgen erheblicher Datenlücken machen, untersuchte Angriffsmuster und stellte drastische Spitzen fest, die mit umfangreichen Datenschutzverletzungen in Zusammenhang stehen.

Über den Report: Der „ThreatMetrix Q3 Cybercrime Report“ basiert auf tatsächlichen Cyber-Angriffen im Zeitraum von Juli bis September 2017, die das ThreatMetrix Digital Identity Network im Rahmen von Echtzeitanalysen und der Abwehr betrügerischer Online-Zahlungen, Anmeldungen und neuer Kontenregistrierungen erkannt hat.

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