Black Friday erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei Verbrauchern

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Black Friday erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei Verbrauchern

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Kaum ein Tag ist unter Händlern so umstritten wie der Black Friday. Die einen Händler setzen auf den Ausverkauf zur Umsatzsteigerung, andere Händler kritisieren, der Black Friday erzeuge keine zusätzliche Nachfrage: Verbraucher würden bei ohnehin geplanten Käufen nur warten, bis die Preise fallen.
Black Friday

Quelle: Pressmaster/Shutterstock

Lagen die Ausgaben der Verbraucher am Black-Friday-Wochenende im Jahr 2017 noch bei 1,7 Milliarden Euro aus, waren es 2018 bereits 2,4 Milliarden Euro und letztes Jahr sogar 3,1 Milliarden Euro. Viel spricht dafür, dass sich der Aufwärtstrend dieses Jahr fortsetzt, denn die Stimmung der Verbraucher ist nahezu ungetrübt. Das zeigt eine Umfrage des Verbraucherforums mydealz.

Das Verbraucherforum mydealz befragt Verbraucher seit 2017 zum Black Friday. Auch dieses Jahr hat mydealz 2.022 Verbraucher gezielt zu ihren Plänen für den diesjährigen Black Friday und ihre Erfahrung aus früheren Jahren befragt. Das Stimmungsbild fällt trotz der Covid-19-Pandemie positiv aus: In Konsumverzicht übt sich, der Umfrage zufolge, kaum ein Verbraucher. Stattdessen steigen die durchschnittlichen Ausgaben: Statt wie im Vorjahr 222 Euro auszugeben, möchten Verbraucher dieses Jahr für durchschnittlich 272 Euro einkaufen. Sie planen also nicht weniger, sondern 22 Prozent mehr auszugeben als noch 2019.

Black Friday: Ausgabebereitschaft steigt in diesem Jahr an

Gestiegen ist die Ausgabebereitschaft vor allem bei den Männern: Am diesjährigen Black Friday möchten sie durchschnittlich 325 Euro ausgeben. 2019 waren es noch 258 Euro. Auch Frauen greifen dieses Jahr etwas tiefer in die Tasche: Die vom Marktforschungsunternehmen Statista für mydealz befragten Frauen planten letztes Jahr noch, rund 194 Euro am Black Friday auszugeben. Für dieses Jahr planen weibliche Verbraucher indes ein Budget von 219 Euro.

Black Friday

Der Black Friday findet vor allem online statt

Ein Grund für steigende Ausgaben könnte der generelle Trend hin zum Onlineshopping sein. Der Handelsverband Deutschland (HDE) kommt im Hinblick auf einen möglichen zweiten Lockdown zu folgender Einschätzung: „Die Verbraucher verharren für die kommenden drei Monate in einer eher abwartenden Haltung“. Von der eingetrübten Konsumstimmung sind klassische Händler indes viel eher betroffen als Onlinehändler. Allein im dritten Quartal setzten Online-Händler mit 19.329 Millionen Euro 10,66 Prozent mehr um als noch im Vorjahr.

Mit dem Black-Friday-Geschäft hatte der stationäre Einzelhandel in den letzten Jahren aber ohnehin nicht allzu viel zu tun. Zwar haben sich in den letzten Jahren mehr und mehr Einzelhändler zusammengeschlossen, um an dem Sonderverkaufstag Verbraucher mit Rabatten in die Innenstädte zu locken. Noch immer aber kaufen nur wenige Verbraucher am Black Friday im „Laden um die Ecke“ ein: Nur 53 Prozent der von mydealz befragten Konsumenten planen, am Black Friday im klassischen Handel einzukaufen. 85 Prozent der Verbraucher wollen hingegen online auf Schnäppchenjagd gehen.

Mehrheitlich positive Erfahrungen der Verbraucher

Positiv dürften sich auch die Erfahrungen vieler Verbraucher aus früheren Jahren auf das diesjährige Geschäft auswirken: Das Gros der Konsumenten hat in den letzten Jahren am Black Friday positive Erfahrungen gesammelt: 93 Prozent der von mydealz befragten Konsumenten haben schon einmal am Black Friday eingekauft und 84 Prozent haben hierbei positive Erfahrungen esammelt: 29 Prozent erklärten, sie seien „eher zufrieden“ gewesen. 41 Prozent waren „zufrieden“ und 14 Prozent sogar „sehr zufrieden“.

Nur jeder sechste Verbraucher, der schon einmal am Black Friday etwas eingekauft hat, hat dabei keine positiven Erfahrungen gesammelt. Neun Prozent stuften ihre Erfahrungen bei der mydealz-Umfrage als „neutral“ ein, sechs Prozent zeigten sich „eher unzufrieden“ und in Summe lediglich jeder Hundertste war entweder „unzufrieden“ (0,82 Prozent) oder sogar „sehr unzufrieden“ (0,26 Prozent).

Geringe Auswahl und Verfügbarkeit in der Kritik

Die Gründe, weshalb Verbraucher ihre bisherigen Erfahrungen an dem Sonderverkaufstag nicht als positiv einstufen, sind divers: 67 Prozent dieser Verbraucher erklärten, sie hätten am Black Friday „kein passendes Angebot gefunden“. 29 Prozent mussten feststellen, dass ihr Wunschprodukt „bereits vergriffen“ gewesen ist. Ebenfalls 29 Prozent – Mehrfachantworten waren bei dieser Frage möglich – ärgerten sich, der tatsächliche Rabatt sei „viel niedriger“ gewesen als vom Händler angegeben und 6,4 Prozent monierten, die Lieferung hätte „viel länger gedauert als angegeben“.

Die meisten Verbraucher kritisierten also eher die fehlende Verfügbarkeit von Angeboten. Auf den Händler führten hingegen nur wenige Verbraucher ihre Enttäuschung zurück. Nur 4,6 Prozent der nicht zufriedenen Verbraucher beklagten, der Händler hätte ihren Black-Friday-Kauf im Nachhinein storniert. 2,1 Prozent gaben an, das Produkt hätte „anders als auf den Fotos“ ausgesehen und 0,91 Prozent kritisierten, die Angaben zum Produkt seien „irreführend“ gewesen. Weitere 0,91 Prozent mussten feststellen, dass das Produkt „beschädigt geliefert“ wurde und 0,73 Prozent beklagten, die Lieferkosten seien „deutlich höher als gedacht“ gewesen.

Angesichts dieses Stimmungsbilds spricht aus Online-Händlersicht vieles für ein erfolgreiches Black-Friday-Geschäft: Online-Shopping boomt zurzeit ohnehin. Die meisten Verbraucher haben bislang gute Erfahrungen am Black Friday gesammelt und nicht wenige Konsumenten planen erklärtermaßen, am Black Friday mehr auszugeben als noch 2019.

Zur Methodik der Studie: mydealz führte Mitte Oktober 2019 mithilfe des Marktforschungsinstituts Statista und Mitte Oktober 2020 eine Umfrage bei 1.000 beziehungsweise 2.022 Verbrauchern in Deutschland durch. Statista arbeitete hierbei mit online-repräsentativen Bevölkerungsstichproben, die mittels fester Quoten bezüglich des Geschlechts, Alters und der Region gebildet wurden.

Das Verbraucherforum mydealz wurde im Jahr 2007 von Fabian Spielberger als Blog gegründet und ist heute mit 50,9 Millionen Kontakten pro Monat die größte Social-Shopping-Plattform. 6,7 Millionen Konsumenten (Unique User) nutzen mydealz jeden Monat, um Angebote zu diskutieren und zu bewerten und so Produkte zu den besten Konditionen am Markt zu finden. Seit 2014 gehört mydealz zur Pepper.com-Gruppe. (sg)

Lesen Sie auch: Datenmanagement: So erreichen Händler mehr Planungssicherheit im E-Commerce

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