BMI-Studie zum Identitätsdiebstahl

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Das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben eine Studie zum Online-Identitätsdiebstahl und -missbrauch veröffentlicht.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass neben Online-Banking-Daten auch Zugangsdaten für E-Mail-Accounts, Packstationen, Handelsplattformen und für soziale Netzwerke gephisht werden.

Bereits im März dieses Jahres hat VeriSign das Fraud Barometer, eine von VeriSign in Auftrag gegebene und von YouGov durchgeführte Onlineumfrage, veröffentlicht. Die Umfrage zeigt, dass die Zahl der Internetnutzer, die Opfer von Onlinebetrug geworden sind, in Deutschland zwischen Januar 2009 und März 2010 stabil geblieben ist.

Das Ergebnis der Umfrage gibt aber Hinweise darauf, dass Betrüger immer mehr auf den Online-Diebstahl von Daten abzielen, mit denen sie sich auch finanziell bereichern können. So stieg die durchschnittliche Schadenssumme der Opfer von Online-Identitätsbetrug von 179 € auf 183 € pro Person.

Der höhere finanzielle Schaden hängt damit zusammen, dass Käufer in Deutschland unvorsichtiger werden, wenn sie vertrauliche Informationen im Internet übermitteln. 77 Prozent der Befragten – vier Prozent weniger als im letzten Fraud Barometer – geben an, dass sie bei Transaktionen oder der Weitergabe persönlicher Informationen Websites mit erhöhter Sicherheit verwenden: Sie achten auf sichere Authentifizierung und erkennbare Sicherheitsprüfmerkmale wie beispielsweise Sicherheitssiegel. Der Rückgang dieser Zahl erklärt den Anstieg der finanziellen Verluste.

Die Altersgruppe der 35- bis 44-jährigen weist das größte Sicherheitsbewusstsein auf und war laut Umfrage auch am wenigsten anfällig für Online-Identitätsdiebstahl. Grundsätzlich gilt, dass Nutzer, die bei Transaktionen mit sensiblen Daten nur Websites mit erhöhter Sicherheit verwenden, seltener finanziell geschädigt werden.

Joachim Gebauer von VeriSign stellt fest: „Das aktuelle VeriSign Betrugsbarometer zeigt eine klare Beziehung zwischen dem Wissen über Online-Sicherheit und den finanziellen Verlusten durch Online-Identitätsbetrug. Personengruppen, die nur Websites mit erhöhter Sicherheit verwenden, verlieren auch seltener Geld durch Onlinebetrug. Verbraucher sollten jederzeit wachsam sein, ihre Einstellungen zur Privatsphäre überprüfen und auf Sicherheitszertifikate und Prüfsymbole achten. Unternehmen können sich in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld absetzen, indem sie die Sicherheit ihrer Websites stärken. So zeigen sie den Verbrauchern, dass sie für ihre Sicherheit sorgen, beispielsweise durch eine sichere Authentifizierung oder EV SSL. Hier wird die Adressleiste einer sicheren Website grün hinterlegt und gibt Verbrauchern sprichtwörtlich grünes Licht für Online-Transaktionen.”

VeriSign empfiehlt Internetnutzern, sich online zu schützen. Das geht beispielsweise mit Hilfe der folgenden einfachen Maßnahmen:

-Schützen Sie Ihren Computer – Installieren Sie auf Ihrem Computer eine Firewall und eine Anti-Virus-Software. Unterbrechen Sie die Verbindung zum Internet, wenn Sie sie nicht benötigen. Richten Sie auf Ihrem Notebook ein Passwort ein, um Ihre persönlichen Daten vor fremdem Zugriff zu schützen.

-Wählen Sie ein sicheres Passwort – Geben Sie Ihr Passwort nicht an Dritte weiter, ändern Sie das Passwort regelmäßig und wählen Sie ein Passwort, das nicht leicht zu erraten ist. Nutzen Sie wenn möglich Zwei-Faktor-Authentifizierung; verwenden Sie zum Beispiel ein Gerät, das bei jeder Anmeldung ein neues Passwort erzeugt.

-Überprüfen Sie, ob die Website sicher ist – Bevor Sie vertrauliche Daten eingeben, sollten Sie überprüfen, dass die URL mit https beginnt. Das „s“ steht für „sicher“. Meiden Sie die Seite, wenn deutlich erkennbare Fehler in der Schreibweise zu finden sind und keine Sicherheitsinformationen angezeigt werden. Bei Zweifeln sollte man auf einen Hinweis von VeriSign klicken, um die Identität einer Seite zu überprüfen. Verwenden Sie stets die neuesten Browser-Versionen, die bei verschlüsselten und geprüften Verbindungen eine grün hinterlegte EV-SSL-Adressleiste anzeigen.

-Laden Sie keine E-Mail-Anhänge herunter oder klicken Sie auf einen Link in einer E-Mail, deren Absender Sie nicht kennen oder dem Sie nicht vertrauen. Stellen Sie keine persönlichen Daten in einer E-Mail zur Verfügung. Banken fragen in einer E-Mail nie nach Passwort, Benutzername, PIN oder anderen sensiblen Daten. Nur Betrüger wenden solche Tricks an.

Verwenden Sie ein sicheres Wi-Fi Netzwerk. Verwenden Sie ein Passwort, um Ihr Heim-Netzwerk zu sichern. Vermeiden Sie Internetkäufe oder Banktransaktionen in öffentlichen Netzwerken.

 

 

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