Businessparks für die City-Logistik: Das steckt hinter dem Konzept

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Das Wachstum des Onlinehandels stellt die Logistik vor Herausforderungen. Neben der Bewältigung zunehmender Paketvolumina, hoher Verkehrsdichte und Umweltauflagen nimmt die Notwendigkeit zur Entwicklung innovativer Immobilien-Lösungen für die City-Logistik zu. Mit den Businessparks nach dem Konzept „City Dock“ zeigt Panattoni einen Lösungsweg auf.
Businessparks für die City-Logistik: Das steckt hinter dem Konzept

Quelle: Panattoni

Während der gesamtgesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie konnte die City-Logistik als systemrelevanter Wirtschaftsbereich an Bedeutung gewinnen. Trotz schließender Ländergrenzen und Hamsterkäufe hielten LogistikerInnen die Versorgung von Handel, Produktion und Bevölkerung aufrecht, zudem bewältigten sie die Abwicklung der in den Lockdown-Phasen zunehmenden Internetkäufe.

Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) verzeichnete der Internethandel im ersten Halbjahr 2021 ein Wachstum von 23,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegen die Erlöse bei 45,2 Mrd. Euro, erstmals könnte der Umsatz Ende dieses Jahres sogar die Marke von 100 Mrd. Euro übertreffen. Viele Anbieter bauen bereits ihr Produkt-Portfolio weiter aus, vor allem Waren aus dem alltäglichen Bedarf wie Lebensmittel oder Tiernahrung spielen eine immer wichtigere Rolle.

Herausforderungen in der City-Logistik

Mit dem starken Wachstum des E-Commerce gehen für die Logistik diverse Herausforderungen allem voran im Bereich der City-Logistik einher. Da sind zum einen die komplexen logistischen Dienstleistungen wie Same-Day- oder gar Same-Hour-Delivery-Angebote sowie die steigenden Paketvolumina auf der anderen. Laut Bundesverband Paket und Expresslogistik e.V. (BIEK) nahm das Sendungsvolumen im Jahr 2020 um rund 400 Mio. KEP-Sendungen (Kurier, Express, Paket) zu, im gesamten Jahreszeitraum wurden mehr als vier Milliarden Sendungen transportiert. 

Gleichzeitig haben sich die Distributionsstrukturen der städtischen Logistik verändert, die Nähe zu den VerbraucherInnen ist speziell im Bereich der innerstädtischen Versorgung im B2C-Segment (Business to Consumer) unabdingbar geworden. Damit steigt die Nachfrage nach Grundstücken in urbaner Lage am Stadtrand oder direkt in den Stadtzentren mit guter Anbindung an die Endkunden zur Bearbeitung der sogenannten „letzten Meile“, also dem letzten Stück der Waren- und Lieferkette. Denn die Zustellung von weiter außen liegenden Standorten wird zunehmend erschwert durch ein seit Jahren wachsendes Verkehrsaufkommen sowie Lärm- und Schadstoffverordnungen der Städte sowie weitere regulatorische Maßnahmen in Form von Umweltzonen und Fahrverboten für bestimmte Verbrennungsmotoren.

Insgesamt wird der Onlinehandel nach aktuellen Berechnungen des Immobiliendienstleisters CBRE in Deutschland bis 2025 über vier Millionen Quadratmeter weitere Logistikfläche benötigen, die benötigten Flächen sind gerade in den Städten und Ballungsräumen allerdings knapp. Projektentwickler von Logistikimmobilien sind gefragt, neue und innovative Immobilienkonzepte zu realisieren, die die hohe Nachfrage bei akuter Grundstücksknappheit bedienen können.

Businessparks als Lösungsansatz

Mit dem Konzept „City Dock“ schafft Panattoni Business Parks an genau diesen urbanen Standorten mit hervorragender Anbindung an Straßennetze sowie an öffentliche Verkehrsmittel. In erster Linie sind die City Docks Gewerbeimmobilien, die aufgrund ihrer flexiblen Nutzungsmöglichkeiten kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-Ups aus einer Vielzahl von Branchen wie Handel, Gewerbe, Produktion und Logistik zur Verfügung stehen. Mit ihrer zentralen Lage sind die Flächen für die Belieferung der VerbraucherInnen in den Innenstädten prädestiniert und damit auch und gerade für Dienstleister aus dem KEP-Bereich attraktiv.

Die innovativen Business Parks nach dem Konzept „City Dock“ stellen kleinteilige Gewerbe- und Logistikflächen in urbaner Lage zur Verfügung. Bild: Panattoni.

Aufgrund des modularen Aufbaus stehen Nutzern Flächen ab 700 qm zur Verfügung. Die freie Gestaltbarkeit der flexibel nutzbaren Flex-Flächen unterhalb der Büroräume erlaubt eine individuelle sowie maßgeschneiderte Verwendung, bei der die Nutzer selbst zu Gestaltern werden. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist dabei von Vorteil, dass Panattoni sowohl das Property Management durchführt und mit spezialisierten Partnern das Facility Management anbietet.

Mittlerweile realisiert Panattoni das achte City-Dock-Projekt in Deutschland, drei davon entstehen in Berlin an den Standorten Spandau, Marzahn und Falkensee. Weitere der Gewerbeparks werden gegenwärtig in Essen, Hilden nahe Düsseldorf, Hannover, Kirchheim bei München sowie Leonberg in der Nähe von Stuttgart entwickelt.

City-Logistik
City Dock Kirchheim bei München. Bild: Panattoni.

Neue städtebauliche Akzente

Durch die ständige Weiterentwicklung des Konzepts stellen die City Docks einen überzeugenden Lösungsansatz für den Flächenmangel in den Städten und Metropolen dar. Zum einen entstehen die Business Parks auf Brachflächen (Brownfields), womit sie neue Flächen schaffen ohne zusätzliche Bodenversieglung. Darüber hinaus können die City Docks in neuartige Ansätze wie z. B. Mischkonzepte eingehen, wie sie Panattoni z. B. in Berlin Marzahn entwickelt und bei dem die beiden Assetklassen Business- und Logistik Park miteinander vereint werden. Hiermit wird die Ansiedlung in einem City Dock für Anbieter von intensiveren Logistikdienstleistungen ermöglicht, die sogar über die Bearbeitung der „letzten Meile“ hinausgehen.  

Für überzeugende Ansiedlungsansätze im Gewerbe- wie im Logistiksektor ist der Dialog mit den Kommunen ein wichtiger Faktor, gefragt sind dabei Projekte, die einen Mehrwert für Gemeinde, Wirtschaft und Bevölkerung darstellen. In Kirchheim bei München arbeitet Panattoni gegenwärtig mit der Kommune sowie der Wirtschaftsförderung an der Entwicklung eines Business Parks mit dem Ziel, einen neuen städtebaulichen Akzent zu setzen. Hierzu wird das Grundstück eines ehemaligen Gleisbauunternehmens revitalisiert inklusive des vollständigen Rückbaus der Bestandsgebäude und der vorhandenen Gleisanlagen.

City-Logistik: Fokus Nachhaltigkeit

Auch die Realisierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen kann Kommunen und Bevölkerung überzeugen, denn im Rahmen der UN-Nachhaltigkeitsziele, den Sustainable Development Goals (SDG), sind auch die Gemeinden gefordert, in Zukunft (noch) mehr auf den Aspekt der Nachhaltigkeit zu fokussieren. Hierbei können Immobilien-Lösungen helfen. Im City Dock Kirchheim beispielsweise wird Panattoni in einem Pilotprojekt mit dem Start-Up Green City Solutions die neuartige Luftfilteranlage „CityTree“ implementieren. Die Lösung leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Luft in Städten, indem sie die Feinstaubbelastung um beinah 50 Prozent reduziert.

Weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Bereich des Gebäudes ist durch eine Begrünung der Fassaden- und Dachflächen vorgesehen, für eine emissionsarme Energieversorgung soll die Installation einer Photovoltaik-Anlage sorgen. Von den Lösungen profitieren auch die Mitarbeitenden vor Ort. Immerhin haben Unternehmen branchenübergreifend mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen, der auch und gerade die Logistik betrifft. Insbesondere in den Ballungszentren sind Arbeitskräfte rar und Unternehmen gefordert, attraktive Bedingungen für ihre Mitarbeitenden zu schaffen, bei denen die „grünen“ Aspekte der Business Parks helfen können. Damit zeigt das Konzept „City Dock“ einen überzeugenden Ansatz auf, wie zukunftsfähige Ansiedlungsvorhaben für Unternehmen aus Gewerbe und City-Logistik in den Metropolen gelingen können.

Lesen Sie auch: Öffentliche Paketstationen für alle Händler – Kontaktfreie Abholung rund um die Uhr.

City-Logistik

Der Autor: Fred-Markus Bohne ist Managing Partner bei Panattoni. (Bild: Panattoni)

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