BYOD: Warum ein Trend zur Typsache wird

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BYOD liegt im Trend. Schätzungsweise mehr als eine Milliarde Menschen besitzen 2016 ein Tablet oder Smartphone. 350 Millionen Smartphones sollen bis zu diesem Zeitpunkt geschäftlich zum Einsatz kommen, wie das Ergebnis einer Forrester-Studie zum Thema „Mobile Is The New Face Of Engagement“ belegt. Und aktuell starten auch Google und Microsoft den Versuch, auf dem Tablet-Markt erfolgreich zu sein.


Doch welche Haltung haben eigentlich die Anwender, wenn es darum geht, private Mobilgeräte für Unternehmenszwecke zu nutzen? Und was bedeutet diese Entwicklung für die Datensicherheit und Kultur im Unternehmen?


LifeSize stellt drei BYOD-Typen vor und erklärt, worauf Unternehmen bei ihnen achten müssen.


Der Trendsetter: Er ist Vorreiter und Schrittmacher zugleich. Neue Entwicklungen sind seine Passion, up to date sein Lebensmotto. Der Trendsetter schwimmt ganz vorne auf der Technikwelle und weiß genau, welche Modelle und Marken angesagt sind. Schlange stehen am Erstverkaufstag? Für ihn eine Frage der Ehre, für das IT-Personal eines Unternehmens dagegen eine echte Herausforderung. Denn brandneue und stetig wechselnde Geräte müssen permanent auf ihre Kompatibilität mit bestehenden Lösungen überprüft werden. Deshalb sollten Unternehmen vorrangig auf eine offene, interoperable Software setzen, die möglichst viele Plattformen sowie eine große Anzahl verschiedener mobiler Geräte unterstützt. Während der Anwender beim klassischen Laptop normalerweise zwischen Windows und Apple wählt, ist die Wahlfreiheit bei Anwendungen für Tablets und Smartphones extrem groß. Dies gilt beispielsweise bei Zeitmanagement-Tools, Filesharing-Lösungen oder bei Kommunikationsapps wie Messenger- und Videokonferenzlösungen.


Der Sorglose: Ob vertraulicher Geschäftsbericht oder Urlaubsfotos mit Kind und Kegel: Der Sorglose speichert alles auf einem Endgerät. Backup ist ein Fremdwort für ihn, Sicherheitsbedenken kennt er nicht und Vertrauen schätzt er höher als Kontrolle. Doch BYOD heißt: Die Kontrolle eines Unternehmens schwindet. Was für den Anwender ein absoluter Mehrwert sein mag, erweist sich für IT-Verantwortliche schnell als Fallstrick. Sie haben keinen Einfluss mehr darauf, welche Geräte gekauft, mitgebracht und wie eingesetzt werden. Betriebsaufwand, Administration und Support erhöhen sich auf diese Weise deutlich und fordern eine klare Firmenpolitik zum Thema Datenschutz ein. Schriftlich fixierte Vorgaben zum Umgang mit privaten mobilen Endgeräten sollten den rechtlichen Rahmen für den Unternehmenseinsatz bilden. Ebenso wichtig wie derartige Richtlinien: das richtige Gerätemanagement. Was soll wie unterstützt werden? Wie lassen sich Anwendungen verwalten? Welche Sicherheitsmerkmale sind unerlässlich? Was passiert, wenn ein Gerät mit sensiblen Daten verloren geht oder gestohlen wird? Nicht nur der Support, auch die Mitarbeiter müssen für diese und andere Risiken und Fragen sensibilisiert werden. Denn oftmals ist es der menschliche Faktor, der zum Sicherheitsproblem führt. Ein clever durchgeführter Social-Engineering-Angriff ist vermutlich in vielen Bereichen erfolgsversprechender, als ein Hacking-Versuch gegen eine gut gesicherte IT-Lösung.


Der Konservative: Vorsichtig und zurückhaltend hält der Konservative am Althergebrachten fest. Übertragen heißt das: UTCD, Use the company’s devices, auch wenn diese vielleicht nicht mit den neuesten Funktionalitäten ausgestattet sind. Doch von aktuellen Technologien profitieren sowohl Angestellte als auch Chefs. Mobile Geräte garantieren eine flexible Arbeitsweise unabhängig von Ort und Zeit. Werden dabei beispielsweise Videokommunikationslösungen in HD-Qualität eingesetzt, ist überall und weltweit ein produktiver Austausch von Angesicht zu Angesicht möglich. Eine von zahlreichen Funktionen, die dem Konservativen möglicherweise fehlen und zu höheren Kosten im Unternehmen führen, das entsprechende Angebote erst firmenintern anschaffen muss. Vor-Ort-Schulungen und Onlinetrainings können Abhilfe schaffen, Vorurteile abbauen und für mehr Effizienz im Unternehmen sorgen: positives Image als innovativer und offener Arbeitgeber inklusive.


In der Praxis treten zusätzlich Mischformen der einzelnen BYOD-Typen auf. Ihnen und den firmeneigenen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist der eigentliche Balanceakt in diesem Zusammenspiel.

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