Checkliste für den internationalen Online-Shop

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Weltweit kaufen Kunden ihre Produkte online – und das nicht nur im eigenen Land, sondern auch zunehmend in ausländischen Online-Shops. Um die steigende Anzahl an E-Commerce-Kunden fremder Nationalitäten zu überzeugen, ist eine reine Übersetzung der Shop-Website jedoch keinesfalls ausreichend. Vielmehr müssen deutsche Online-Händler, die internationale Kunden ansprechen möchten, ihren Shop an die unterschiedlichen regionalen Besonderheiten und Vorlieben der jeweiligen Zielländer anpassen. Dabei ist es wichtig, dass sich die Besucher nicht nur im Shop zurechtfinden, sondern auch, dass sie sich wohlfühlen. So können Online-Händler ihre Konversionsrate steigern und neue Umsatzpotenziale erschließen.
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Weltweit kaufen Kunden ihre Produkte online – und das nicht nur im eigenen Land, sondern auch zunehmend in ausländischen Online-Shops. Um die steigende Anzahl an E-Commerce-Kunden fremder Nationalitäten zu überzeugen, ist eine reine Übersetzung der Shop-Website jedoch keinesfalls ausreichend. Vielmehr müssen deutsche Online-Händler, die internationale Kunden ansprechen möchten, ihren Shop an die unterschiedlichen regionalen Besonderheiten und Vorlieben der jeweiligen Zielländer anpassen. Dabei ist es wichtig, dass sich die Besucher nicht nur im Shop zurechtfinden, sondern auch, dass sie sich wohlfühlen. So können Online-Händler ihre Konversionsrate steigern und neue Umsatzpotenziale erschließen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor dafür ist eine gute Usability, also die Bedienbarkeit und Benutzerfreundlichkeit. Sie stärkt das Vertrauen der Kunden, erleichtert ihnen das Entdecken des Sortiments und kann somit Wettbewerbsvorteile bieten. Allerdings gibt es auch hier von Land zu Land Unterschiede, was als benutzerfreundlich angesehen wird. Daher müssen Online-Händler herausfinden, wie die Zielgruppe vor Ort zusammengesetzt ist, was sie zum Online-Shopping motiviert und welche Erwartungen sie an einen Shop hat. Oft ist es hilfreich, bei diesen Überlegungen auf entsprechende Studien zurückzugreifen oder eine solche bei einer Agentur für Usability und User Experience in Auftrag zu geben. Empfehlenswert ist es auch, sich in Sachen Shopgestaltung und -funktionen an den großen lokalen Wettbewerbern zu orientieren.

  1. Aber es gibt noch weitere Faktoren, die dazu beitragen, dass aus Shop-Besuchern aus dem Ausland zufriedene Kunden werden. Die folgende Checkliste zeigt, worauf es bei der Internationalisierung eines Online-Shops im Einzelnen ankommt:
  2. Achten Sie bei der sprachlichen Anpassung ihres Online-Shops auf qualitativ hochwertige Übersetzungen – idealerweise durch einen Muttersprachler.
  3. Neben einer guten Übersetzung machen eine landesspezifische URL sowie lokale Kontaktdaten und ein Kundenservice vor Ort Ihren Online-Shop vertrauenswürdig.
  4. m Besuchern automatisch die passende Shop-Ansicht anzeigen zu können, lässt sich der Ursprungsort von Online-Anfragen beispielsweise mittels GeoIP Detection bestimmen. Bieten Sie aber auch immer eine manuelle Sprachauswahl an.
  5. Passen Sie Ihre Produktdaten – von Artikelbeschreibungen über Maß- und Währungseinheiten bis hin zum Bildmaterial – an die jeweiligen Zielländer an und prüfen Sie, inwieweit ein Product Information Management (PIM) System Sie dabei unterstützen kann.
  6. Informieren Sie sich, ob Sie Teile Ihres Sortiments unter Umständen nicht im Zielland verkaufen dürfen oder ob diese einer speziellen Kennzeichnungspflicht unterliegen.
  7. Beachten Sie beim Verkauf die im jeweiligen Zielland geltenden Einfuhrbestimmungen, Gesetze zum Jugend- und Verbraucherschutz sowie Lizenzregelungen.
  8. Achten Sie auf ein vollständiges Impressum sowie auf AGB, die Zahlungs- und Lieferbedingungen ebenso enthalten wie die Belehrung über das Widerrufsrecht.
  9. Informieren Sie Ihre Shop-Besucher offen über anfallende Kosten für den Versand ins Zielland und für Retoursendungen. Berücksichtigen Sie hierbei eventuell anfallende Zölle und Gebühren.
  10. Geben Sie realistische Lieferzeiten für alle belieferten Länder an. Beachten Sie die Infrastruktur vor Ort sowie die Tatsache, dass Versanddienstleister in einigen Ländern nur Paketshops oder Partnerfilialen beliefern.
  11. Bieten Sie internationale und speziell im Zielmarkt beliebte Zahlungs- und Versandarten an und weisen Sie alle Kosten in Landeswährung aus.
  12. Erfragen Sie nur relevante Daten und in landestypischer Reihenfolge – beispielsweise zuerst Vor- oder zuerst Nachname, Postleitzahl vor oder nach dem Ort etc. Verwenden Sie beim Datenschutz generell die höchste Sicherheitsstufe.
  13. Von der Menüführung bis zum Check-Out – setzen Sie auf eine konsistente, übersichtliche und intuitiv bedienbare Oberfläche und leicht verständliche Navigation.
  14. Als neuer Online-Shop in einem Markt sollten Sie grundsätzlich Ausfallzeiten und große Latenzen vermeiden. Unterstützung finden Sie bei einem international erfahrenen Hosting-Provider.
  15. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Online-Shop im Ausland leicht zu finden ist – mit der richtigen Strategie für Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEA).
  16. Nutzen Sie bei mehrsprachigen Marketing-Kampagnen eine SaaS-Marketing-Automation-Lösung mit integrierter Mehrmandantenfähigkeit. So können Sie Ihr internationales Marketing zentral steuern und gleichzeitig lokal anpassen.
  17. Lassen Sie Ihren Shop von einem Zertifizierungsdienstleister begutachten und platzieren Sie das erhaltene Siegel gut sichtbar auf allen Shop-Seiten. Das schafft Vertrauen bei potenziellen Kunden im neuen Markt und erhöht nachweislich die Konversionsrate.

Weitere nützliche Informationen, Checklisten und Experten-Tipps finden Sie im E-Book „International handeln“. Auf 30 Seiten geben erfahrene E-Commerce-Spezialisten – aus den Bereichen Shop-Entwicklung und -Optimierung, Suchtechnologie und Usability-Beratung, Produktdatenmanagement und Online-Marketing sowie Payment und Recht – ihr Praxiswissen zum internationalen Online-Handel weiter und bieten Exkurse zum E-Commerce in anderen Ländern. Interessenten können das E-Book kostenfrei herunterladen.

 

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