City-Logistik: Hermes testet eCargo-Prototypen in Leipzig

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Hermes hat seine Tests mit Lastenrädern in der City-Logistik fortgesetzt. Im Juli prüfte der Paketdienstleister den Prototypen eCargo des Herstellers Mubea im Regelbetrieb für die Zustellung von Sendungen in Leipzig.
City-Logistik Hermes

Quelle: Hermes

Das eigens für die KEP-Branche entwickelte Cargo-Fahrzeug eCargo des Automobilzulieferers Mubea wurde bei der Zustellung in den Leipziger Stadtteilen Mockau und Eutritzsch eingesetzt und transportierte im Durchschnitt knapp 70 Sendungen pro Tag. Damit diente die Innenstadt von Leipzig zum wiederholten Mal als Lastenrad-Testgebiet. Hermes baut damit seine Zusammenarbeit mit Cargobike-Herstellern weiter aus. Zudem unterstützt das Unternehmen mit dem Praxiseinsatz die Entwicklung alternativer Fahrzeugmodelle für eine emissionsfreie und geräuscharme City-Logistik.

City-Logistik: Cargo-Lastenräder sind eine robuste Lösung

„Unser Fazit fällt sehr positiv aus“, erklärt Thomas Breunig, der den Test als Manager Last Mile bei Hermes Germany in der Region Leipzig begleitet hat. „Man merkt sofort, dass das Pedelec von einem Hersteller mit Automotive-Know-how kommt und hier viel Arbeit investiert worden ist. Die Karosserie ist sehr gut und dank der Federung ist auch auf holprigen Strecken ein problemloses und zügiges Fahren möglich. Während des gesamten Testzeitraums war der verantwortliche Ingenieur des Herstellers mit vor Ort. Er stand auch als Ansprechpartner für Verbesserungsvorschläge und Tipps zur Verfügung. Man schaut hier sehr akribisch, wie sich der Prototyp noch weiter für die KEP-Branche optimieren lässt.“

„Mit unserem Cargo-Pedelec wollen wir Hermes eine robuste technische Lösung mit Automotive DNA bieten, um die Logistik auf der Letzten Meile emissionsfrei zu gestalten. Der modulare Fahrzeugaufbau erlaubt dabei eine flexible Konfiguration und ist gleichzeitig die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung“, so Dr. Stefan Cuber, Geschäftsführer bei Mubea und Leiter der Geschäftseinheit Mikromobilität. Mit den Erkenntnissen aus dem Praxistest möchte der Automobilzulieferer Mubea das eCargo validieren und weiterentwickeln.

Innenstadt von Leipzig bietet ideale Testbedingungen

Ausgangspunkt der Touren mit dem eCargo von Mubea war eine Hermes Zustellbasis im Leipziger Zentrum. Das Pedelec hat eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern. Zudem ist es mit einer Nutzlast von 335 Kilogramm und einer Ladekapazität von bis zu zwei Kubikmetern für den Einsatz im KEP-Bereich ausgelegt. Rund 70 Sendungen hat Hermes mit dem eCargo innerhalb des Testzeitraums pro Tag durchschnittlich ausgeliefert.

„Leipzig ist die momentan am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands. Dementsprechend angespannt ist die Verkehrslage, die Herausforderungen, wie Parkplatzknappheit, hohes Fahrzeugaufkommen und zeitliche Zufahrtsbeschränkungen mit sich bringen“, so Thomas Breunig. „Daher sind wir im stetigen Austausch mit Herstellern alternativer Fahrzeugmodelle, die in dicht besiedelten Gebieten einige Vorteile gegenüber klassischen Transportern bieten und trotzdem große Sendungsmengen fassen.“

City-Logistik Hermes
Rund 70 Sendungen wurden in Leipzig mit dem eCargo täglich ausgeliefert. (Foto: Hermes)

Nachhaltigkeitsbestrebungen bei der City-Logistik

Der Lastenrad-Test fügt sich in die ganzheitliche Nachhaltigkeits-Strategie von Hermes in der Region Leipzig ein, deren Herzstück das 2019 eröffnete Logistik-Center am Standort Kabelsketal ist. Aufgrund des Zusammenspiels von E-Sprintern und Cargobikes ist in Leipzig bereits jede fünfte Hermes-Zustelltour emissionsfrei. Als Paketdienstleister bringt Hermes regelmäßig seine Anforderungen und Kernkompetenzen aus der KEP-Praxis im Austausch mit Herstellern alternativer Fahrzeugtypen ein. Diese können insbesondere in Innenstadtgebieten ein wichtiger Baustein im Mobilitätsmix mit E-Transportern sein, um die letzte Meile mittel- und langfristig nachhaltiger zu gestalten. (sg)

Lesen Sie auch: Paketzustellung: Neue Konzepte für die nachhaltige Lieferung auf der letzten Meile

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