28.11.2023 – Kategorie: IT, eCommerce

Click to Pay: Wie Händler damit Kaufabbrüche reduzieren können

Click to Pay VisaQuelle: Visa

Eine hohe Inflation und ein niedriges Konsumklima machen sich auch im E-Commerce bemerkbar. Daher ist es umso wichtiger, dass der Checkout-Prozess reibungslos funktioniert und sich Onlinehändler weniger Sorgen um Kaufabbrüche machen müssen. Wie Click to Pay dazu beitragen kann und wie es funktioniert, erklärt Volker Koppe von Visa.

Nahezu jeder in Deutschland kauft zumindest gelegentlich online ein – 25 Prozent sogar einmal pro Woche oder häufiger. Dennoch hat auch der Onlinehandel gegenwärtig mit der schwachen Konsumstimmung und der hohen Inflation in Deutschland zu kämpfen. Laut einer Studie des BEVH sanken die Umsätze im E-Commerce mit Waren im dritten Quartal 2023 um 13,9 Prozent. Die Umsätze liegen damit sogar unter dem Niveau des gleichen Zeitraums vor vier Jahren. Besonders relevant an dieser Stelle: Die Bestellfrequenz bleibt laut Studienergebnissen hoch, die Warenkörbe werden aber kleiner. Click to Pay bietet Onlinehändlern zahlreiche Vorteile.

Für Onlinehändler wird es somit noch wichtiger, dass die Einkäufe im Shop reibungslos ablaufen und bereits angelegte Warenkörbe erfolgreich abgeschlossen werden. Der Bezahlprozess spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Genau dieser enthält allerdings auch Hürden, wie die Ergebnisse des Visa Payment Monitors 2022 zeigen: Grund für den Abbruch einer Zahlung in einem Onlineshop war für 31 Prozent der Befragten das umständliche Eingeben der Kartendaten und für 24 Prozent komplizierte Sicherheitsabfragen. Die neue Checkout-Lösung für die Kartenzahlung im Internet bietet Chancen für Händler, diese Hürden abzubauen.

Diese Vorteile bietet Click to Pay Onlinehändlern

Kurz gesagt, ist Click to Pay für den E-Commerce das, was das kontaktlose Bezahlen für den physischen Handel ist: eine Vereinfachung der Kartenzahlung, bei der Verbraucher ihre Kartendaten nicht mehr manuell eingeben müssen. Das sorgt für mehr Nutzerfreundlichkeit beim Onlinebezahlen mit Debit- oder Kreditkarte. Es handelt sich somit nicht um ein neues Bezahlverfahren und auch kein Wallet, für das zum Beispiel ein gesondertes Passwort benötigt wird. Zahlungen über Click to Pay bleiben gewöhnliche Kartenzahlungen.

Gleichzeitig geht Click to Pay zwei zentrale Herausforderungen für Onlinehändler an: das Risiko von Kaufabbrüchen und das Betrugsrisiko für Händler sowie Verbraucher beim Bezahlen im Internet. Die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabbruchs kann Click to Pay durch die Vereinfachung des Checkout-Prozesses reduzieren: Nutzer zahlen mit nur wenigen Klicks. Das Bezahlen online wird damit ähnlich einfach wie das digitale Bezahlen an der Ladenkasse.

Bequemes Bezahlen in Onlineshops

Einmal für Click to Pay registriert, müssen Karteninhaber bei teilnehmenden Onlineshops zukünftig nicht mehr bei jedem Einkauf ihre Kartendaten neu eingeben oder sich ein Passwort für das Bezahlen merken. Und das auch, wenn es sich um den ersten Einkauf im jeweiligen Shop handelt. Anhand der E-Mail-Adresse des Käufers erkennt das System, ob ein entsprechendes Profil vorliegt. Haben Nutzer ein Endgerät – beispielsweise ihr Smartphone – als vertrauenswürdig eingestuft, sind im Anschluss keine weiteren Sicherheitsabfragen notwendig, ansonsten wird ein Einmal-Code per SMS oder E-Mail an den Karteninhaber geschickt.

Im nächsten Schritt werden automatisch alle für Click to Pay hinterlegten Karten angezeigt und die bevorzugte Karte kann ausgewählt werden. Die Nutzung dieser Bezahlmethode ist hierbei geräteübergreifend möglich – mit dem Smartphone, dem Tablet oder dem Laptop. Nutzer können in einem Profil alle ihre Visa Karten hinterlegen. Click to Pay ist jedoch keine Insellösung, sondern setzt auf einen globalen Branchenstandard. Sie lässt sich somit auch mit anderen E-Commerce-fähigen Debit oder Kreditkarten nutzen.

Beim Checkout-Prozess werden die bei Click to Pay hinterlegten Karten im Onlineshop angezeigt. (Bild: Visa)

Zusätzliche Sicherheitsebene beim Bezahlen im Internet

Für zusätzliche Sicherheit beim Bezahlen sorgt die Token-Technologie von Visa, die bei jeder Zahlung über Click to Pay zum Einsatz kommt. Das bedeutet: Die Kartennummer des Karteninhabers ersetzt das System beim Bezahlen durch einen Token als Platzhalter. Dieser ist anonym und nicht mit der Kartennummer in Verbindung zu bringen. Der Vorteil für den Händler und die Verbraucher ist, dass die realen Kartendaten im sicheren System der Bank und von Visa bleiben. Eine Übertragung direkt an den Händler findet nicht statt. Sollte es doch zu einem Datenabgriff kommen, sind die Tokens für die Angreifer wertlos. Wo in Europa im Onlinehandel die Token-Technologie zum Einsatz kommt, ist die Betrugsrate laut Visa Analysen 50 Prozent niedriger.

Viele Vorteile für Verbraucher und Händler

Da Zahlungen mit Visa über Click to Pay normale Visa Debit-, Prepaid- und Kreditkartentransaktionen bleiben, genießen Käufer beim Bezahlen die gleichen Vorteile wie bei jeder Zahlung mit Visa. So haften Karteninhaber gemäß den AGBs ihrer Banken beispielsweise nicht für Zahlungen, die sie nicht freigegeben haben. Auch für Händler bleiben Click to Pay Zahlungen reguläre Onlinekartenzahlungen, und es fallen keine weiteren Gebühren durch Visa an. Wie bei allen Zahlungen über Visa gilt auch hier die Zahlungsgarantie, sobald die Zahlung von der kartenausgebenden Bank autorisiert wurde.

Außerdem wird kein weiterer Partner zwischen Händler und Käufer geschaltet, wie es bei manchen Bezahlverfahren der Fall ist. Der Händler behält wie gewohnt die direkte Kundenbeziehung. Gleichzeitig ist es nicht notwendig, dass Händler auf ihrer Website die Nutzeroberfläche mit den verfügbaren Zahlverfahren anpassen. Hat der Kunde wie üblich die Kartenzahlung gewählt und den Zahlvorgang zum Beispiel mit „Jetzt zahlen“ angestoßen, übernimmt der PSP die weiteren Schritte. Die Karteninhaber müssen somit nicht auf einen speziellen Button klicken, sondern der vereinfachte Bezahlvorgang wird automatisch gestartet.

Einfache Integration und Registrierung von Click to Pay

Die Integration von Click to Pay in den Onlineshop übernehmen verschiedene Zahlungsdienstleister, denen Visa eine technische Schnittstelle (API) zur Verfügung stellt. Interessierte Händler sollten somit im ersten Schritt mit dem eigenen Zahlungsdienstleister sprechen. In der DACH-Region bieten unsere Partner ihren Händlerkunden bereits die Bezahlmethode an. Die Checkout-Lösung gibt Händlern die Möglichkeit, den Einkauf in ihrem Shop an einer für alle entscheidenden Stelle für die Kunden noch bequemer zu gestalten. Das kann das Einkaufserlebnis weiter verbessern und das Vertrauen in sichere Onlinezahlungen erhöhen.

Volker Koppe ist Head of Strategic Initiatives Zentraleuropa bei Visa. (Bild: Visa)

Über den Autor: Volker Koppe ist Head of Strategic Initiatives Zentraleuropa bei dem Zahlungstechnologie-Anbieter Visa.

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