Cloud Security: Corona-Krise beschleunigt Digitalisierung und zeigt Sicherheitslücken

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Die Nachfrage nach Cloud Security nimmt stark zu. Nach Angaben des Managed-Security-Dienstleisters Cyqueo ist die Nachfrage nach passenden Sicherheitslösungen für das Homeoffice um 70 Prozent gestiegen.
Cloud Security

Quelle: ranjith ravindran/shutterstock

Welche Auswirkungen hatte die Covid-19-Krise auf den Channel und Managed Security Service Provider? Worin liegen aus ihrer Sicht die größten Herausforderungen in der Vergangenheit aber auch in der nahen Zukunft? Wie steht es aktuell um die Cloud Security? Cyqueo, Managed Security und Cloud-Security-Dienstleister in Deutschland, sieht in seiner Corona-Zwischenbilanz den allgemein wahrgenommenen Trend in Richtung Remote-Arbeitsplätze bestätigt.

So konnte der Anbieter bei der Homeoffice-Absicherung rund 70 Prozent mehr Anfragen verzeichnen. Gleichzeitig wurde das Schulungsprogramm deutlich ausgebaut und nachgefragt. Um der neuen Bedrohungslandschaft gerecht zu werden, wurde zudem Cloud Access Security Broker (CASB) neu ins Portfolio aufgenommen und macht bereits jetzt einen signifikanten Teil des generierten Umsatzes aus – mit deutlich steigender Tendenz.

Cloud Security: Homeoffice als Sicherheitslücke

Cloud Security Cyqueo
Patric Liebold ist CEO der Cyqueo GmbH.

„Im Homeoffice kommt es noch stärker auf den Menschen an als im geschützten Büroumfeld mit seiner IT-Infrastruktur und der IT-Abteilung im Rücken. Deshalb haben wir unser Schulungsangebot massiv ausgebaut, um hier die nötige Sensibilisierung zu erreichen“, erklärt Patric Liebold, CEO der Cyqueo GmbH.

Das Unternehmen konnte bei Security Awareness-Trainings entsprechend eine deutlich erhöhte Nachfrage von 85 Prozent verbuchen. Dabei spielt neben der Awareness-Bildung auch das grundsätzliche Verständnis der unterschiedlichen zu schützenden Perimeter eine entscheidende Rolle. „Obwohl das traditionelle Konzept des Perimeters sich weiterentwickelt hat, bleibt die Sicherheit der ein- und ausgehenden E-Mails eine der wichtigsten Prioritäten für Unternehmen, um das Risiko der Phishing- und Malware-Angriffe, Business E-Mail Compromises sowie Störungen im E-Mail-Verkehr zu vermeiden“, so Liebold.

Sicherheitsrichtlinien für Cloud Security anpassen

Der Schutz muss aber auch – gerade im Hinblick auf kompromittierte Nutzerkonten oder Social Engineering – innerhalb des Unternehmens gewährleistet sein. Entsprechend wichtig ist es, Risiko-User innerhalb des Unternehmens zu identifizieren, Mitarbeiter für Sicherheitsbedrohungen zu sensibilisieren und Sicherheitsrichtlinien entsprechend anzupassen.

„Die Corona-Krise hat viele Bereiche und Branchen hart getroffen, gleichzeitig aber auch die Digitalisierung deutlich beschleunigt. Dabei gilt es, die ständige Bedrohungsveränderung, Kostenoptimierung und die Verschiebung von Budgets ständig im Auge zu behalten“, sagt Liebold. Sein Unternehmen sieht hier einen deutlichen Trend für die Verschiebung des Budgets in Richtung Cloud und Web Security.

Neue Lösungen für mehr Sicherheit

Angetrieben von der Einrichtung vieler Remote-Arbeitsplätze wird dieser Trend nach Einschätzung der Cyqueo-Spezialisten aber auch nach der Rückkehr vieler Mitarbeiter an ihre gewohnten Arbeitsplätze andauern, zumal auch hier verstärkt auf Cloud-Anwendungen und -Dienste, wie etwa Microsoft 365 gesetzt wird. So zeigt der Netskope Cloud & Threat Report, dass neun von zehn Unternehmensanwendern täglich mindestens eine Cloud-App aktiv nutzen.

Um die erhöhte Nachfrage in diesem Bereich zu adressieren, hat das Unternehmen CASB-Lösungen neu in sein Portfolio aufgenommen. „Obwohl wir CASB erst seit kurzer Zeit anbieten, macht dieser Bereich bereits jetzt einen signifikanten Teil des generierten Umsatzes aus und zeigt, dass auch Unternehmen in der DACH-Region zukünftig immer stärker auf die Cloud setzen, ganz unabhängig davon, wo die Mitarbeiter tatsächlich arbeiten“, berichtet Liebold.

Lesen Sie auch: Mehr Kontrolle über E-Mails: Regelbasierte E-Mail-Workflows aus der Cloud

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