d3con 2018: Im Zeichen des Datenschutzes

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Die Konferenz für Programmatic Advertising d3com schwimmt auf Erfolgskurs und hat weiter zugelegt. Klar wurde, dass sich die Branche angesichts der DSGVO künftig auf Opt-in-basierte Datennutzung einstellt.

D3com-Gründer und Veranstalter Thomas Promny

Die Konferenz für Programmatic Advertising d3con schwimmt auf Erfolgskurs und hat weiter zugelegt. Klar wurde, dass sich die Branche angesichts der DSGVO künftig auf Opt-in-basierte Datennutzung einstellt.

Die größte d3con in der achtjährigen Veranstaltungsgeschichte ist am 11. April in Hamburg zu Ende gegangen. Mit insgesamt 2.000 Teilnehmern an den beiden Veranstaltungstagen ist die internationale Fach­konferenz im Bereich Programmatic erneut deutlich gewachsen. Dazu trug auch in diesem Jahr die d3con University am Vortag der Konferenz bei, die von 500 Besuchern aus werbetreibenden Unternehmen, Medienhäusern und Agenturen für praktische Einblicke in das Programmatic Business sowie Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch genutzt wurde.

Trotz DSGVO optimistisch

Deutlich wie nie zuvor bestimmte das Thema Datenschutz die diesjährigen Panels, Diskussionsrunden und Workshops. Vor dem Hintergrund des anstehenden Inkrafttretens der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 und trotz der mit der E-Privacy-Richtlinie verbundenen Unsicherheit zeigten sich die Marktteilnehmer optimistisch, was den weiteren Einsatz und die weitere Entwicklung von Programmatic Advertising anbelangt.

Ob die neuen Datenschutzregeln dazu geeignet sind, auch globale Internet­player wie Google, Amazon, Facebook und Apple („GAF(A)“) besser einzuhegen oder letztlich nur deren Marktmacht im datenbasierten Marketing weiter stärken, wurde von den Experten in Teilen kontrovers bewertet. Ebenso wie die Frage, ob etwa eine Opt-In-Regel vor dem Hintergrund des jüngsten Facebook-Datenskandals tatsächlich zu mehr faktischem Datenschutz führt oder lediglich zu mehr Rechtssicherheit.

Klar wurde allerdings auch, dass die Branche trotz laufenden Dialogs mit der Politik für die Zukunft mit einer Opt-In-basierten Datennutzung und gegebenenfalls entsprechenden Einschränkungen bei der datenbasierten Steuerung und Optimierung von Marketing­maßnahmen rechnet.

Transparenz, Offenheit und Effizienz als „Leitplanken“ für Programmatic Advertising

Neben dem Thema Datenschutz wurden insbesondere von den werbetreibenden Unter­nehmen und Agenturen Transparenz, Offenheit und Effizienz als „Leitplanken“ für den künftigen Erfolg von Programmatic Advertising gesetzt. Neue „Walled Gardens“, darin waren sich alle Branchenvertreter weitgehend einig, könnten keine Antwort auf die abgeschotteten Ökosysteme der großen US-Player sein. Vielmehr müsse der Markt jenseits von „Eitelkeiten“ und Partikularinteressen sehr viel enger zusammenarbeiten. Das schließe auch „GAFA“ ein, forderte unter anderem Maike Abel, Head of Communication von Nestlé Deutschland, in ihrem Keynote-Kamingespräch, die sich deutlich mehr als bisher integrieren müssten.

Obwohl sich Programmatic nachhaltig im Markt und in der digitalen Werbung etabliert hat und sich längst nicht mehr nur auf Display Advertising beschränkt, sieht sich die Disziplin mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, wie unter anderem das „Programmatic Experts Panel“ und die „Programmatic Everywhere“ Diskussionsrunde zeigten. Fehlendes Inventar, gerade auch in Medien wie Digital TV, Digital Audio und Digital Out of Home, hohe Komplexität, die den Automatisierungsansatz häufig konterkariere und zu negativen Kosten-Nutzen-Relationen führe, und ein sehr unterschiedliches Handling von Programmatic auf der Angebotsseite stelle die Frage nach der „Identität“ von Programmatic zwischen Handelsform und Automatisierungstool.

Verschärfend komme das Thema Datenschutz hinzu, dass zum Verlust von Datenintelligenz führen und den Zugang zu Inventaren erschweren könne. Grund­sätzlich, so die einhellige Meinung der Experten, müssten sich alle Marktbeteiligten fragen, wie die Branche künftig mit Daten umgehen wolle – über den juristischen Aspekt hinaus.

Thomas Promny, Veranstalter der d3con. Bild: © Sven Jakobsen

„Die diesjährige d3con hat in einer extrem großen Breite und Tiefe die aktuellen Brenn­punkte im Programmatic Advertising adressiert und wichtige Impulse für eine positive, zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Branche gegeben“, freut sich Thomas Promny, Veranstalter der d3con, über eine erfolgreiche Veranstaltung. „Unser kontinuierliches Wachstum zeigt, dass die Chancen und Herausforderungen des datengetriebenen Marke­tings und die vielfältigen damit verbundenen Fragestellungen für eine immer größer werdende Zielgruppe von zentraler Bedeutung für ihre Arbeit sind.“

Save the date d3con 2019: Die d3con 2019 findet am 02. und 03. April 2019 in Hamburg statt.

Weitere Informationen zur d3con 2018 gibt es hier.  

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