Das letzte Cover: die Ära des Katalogs ist vorbei

Das Unternehmen Otto stellt seinen Hauptkatalog ein und beendet damit die Zeit des traditionellen Versandhaushandels. Das letzte Cover ist aber alles andere als nostalgisch.

Am heutigen 22. November ist der letzte Otto-Katalog in Druck gegangen. Knapp 70 Jahre nach der Firmengründung stellt das Unternehmen die Produktion des Hauptkatalogs endgültig ein. Damit geht eine Ära zuende, die ein eigenes Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat.

1950 feierte Otto seinen Einstand mit 28 Paar Schuhen auf 14 Seiten im noch handgebundenen Katalog. Das Interesse war da, das Angebot wurde vielfältiger und wuchs, Auflage und Seitenzahl stiegen. Zu seinen besten Zeiten war der Otto-Katalog über 1.000 Seiten stark. Nun erscheint die letzte Auflage am 4. Dezember (– und kann übrigens ab dem 4. 12.  hier bestellt werden).

Aufbruchstimmung statt Nostalgie

Aber nostalgisch wird Otto deshalb nicht: Das Cover des Wälzers inszeniert denn auch keinen  Abgesang, sondern steht unübersehbar für den Wandel vom Kataloghändler zum (mobilen) Online-Shop.

Das Motto des Katalogs „Ich bin dann mal App“ erfasst das heutige Einkaufsverhalten der Otto-Kunden, die überwiegend über Smartphones und Tablets otto.de besuchen, prägnant. 70 Prozent dieser Besuche im Shop gehen mittlerweile über mobile Endgeräte ein.


 

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