Datenschutz – wem die Deutschen am meisten vertrauen und wo sie vorsichtig sind

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Wie ist die Lage beim Datenschutz in Deutschland: Die „Postbank Digitalstudie 2020 – die digitalen Deutschen“ zeigt, wo deutsche Verbraucher sensibel sind und wem sie vertrauen.
Datenschutz Deutschland

Quelle: Rawpixel.com/Shutterstock

  • Postbank Digitalstudie 2020: Deutsche Konsumenten nehmen Datenschutz ernst.
  • Mehrheit gibt online nur Daten preis, die dringend erforderlich sind.
  • Fast sechs von zehn Bundesbürgern wissen, welche Daten sie freigeben.

Datenschutz in Deutschland spielt eine immer größere Rolle. Den Deutschen ist der Schutz ihrer Daten wichtig: Die große Mehrheit der Bundesbürger schaut sich genau an, welche Angaben sie für Apps und Programme verraten muss – und beschränkt diese auf ein Minimum. 

Datenschutz in Deutschland: Nutzer sind sensibel

82 Prozent der Bundesbürger geben nur solche Daten frei, die für die Nutzung zwingend erforderlich sind. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2020. „Die Deutschen sind, was ihre Daten betrifft, sehr gewissenhaft und achten größtenteils genau darauf, was sie von sich preisgeben“, sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank. 59 Prozent der Deutschen wissen zumindest bei den meisten Anwendungen, die sie nutzen, welche Daten sie freigegeben haben, wie die Postbank-Studie belegt.

Dass die Deutschen sensibel in Sachen Datenschutz sind, zeigt zudem auch die Debatte um die Corona-App und eine zentrale Speicherung der erfassten Daten – gegen die sich die Bundesregierung letztlich entschieden hat. Gleichwohl liest nur eine Minderheit der Bundesbürger Datenschutzbestimmungen ganz genau durch. 38 Prozent sagen von sich, dass sie diese Regelungen nur überfliegen.

Datenschutz
Nur zehn Prozent der Befragten geben alle Daten frei. (Grafik: Postbank)

Jüngere haben ihre Daten weniger im Blick

Im Vergleich der Generationen zeigt die Studie, dass Digital Immigrants, also die über 40-Jährigen, gewissenhafter mit ihren Daten umgehen. Fast zwei Drittel von ihnen wissen bei den meisten Anwendungen, welche Daten sie freigegeben haben. Bei jüngeren Nutzern unter 40 Jahren sieht das anders aus: Mehr als jeder Zweite kann hier nicht genau sagen, welche Daten er für die einzelnen Apps auf seinen Geräten freigegeben hat. 17 Prozent der unter 40-Jährigen wissen noch nicht einmal genau, bei welchen Anbietern sie einen Account besitzen und möglicherweise Daten freigegeben haben. Ein Viertel der Jüngeren wiederum liest Datenschutzbestimmungen im Netz erst gar nicht, sondern stimmt sofort zu.

Datenschutz
87 Prozent der Befragten vertrauen dem Gesundheitssystem beim Datenschutz. (Grafik: Postbank)

Größtes Vertrauen beim Datenschutz in Ärzte und Kliniken

Wo sehen die Bundesbürger ihre Daten nun im Detail gut aufgehoben? Das Vertrauen der Deutschen in Institutionen des Gesundheitswesens ist besonders groß. 87 Prozent vertrauen am ehesten Ärzten und Kliniken, wenn es um den Schutz ihrer persönlichen Daten geht. Doch auch Krankenkassen sowie Banken genießen mit 85 Prozent beziehungsweise 83 Prozent noch großes Vertrauen der Bevölkerung.

Darauf, dass ihre Daten bei Staat und Behörden sicher sind, verlassen sich 71 Prozent der Bundesbürger. Weniger gut aufgehoben sehen die Deutschen ihre Daten hingegen bei Suchmaschinen und sozialen Netzwerken. Hier geben nur noch 28 Prozent bzw. sogar nur 17 Prozent an, Vertrauen zu haben.

Zur Methodik der Postbank Digitalstudie 2020

Für die Postbank Digitalstudie 2020 – Die digitalen Deutschen wurden im Februar und März dieses Jahres 3.035 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im sechsten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.

Lesen Sie auch: Zwei Jahre DSGVO: Bitkom zieht eine durchwachsene Bilanz

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