Der App-Store als Einfallstor für Marken-Piraten

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Der mobile Kanal wird immer wichtiger, inzwischen gibt es weltweit etwa 2 Milliarden Smartphones. Dabei erleben insbesondere M-Commerce und Mobile Apps einen rasanten Höhenflug. Allein letztes Jahr stieg die App-Nutzung um 76 Prozent. Besonders beliebt: Shopping-Apps. Aber auch Online-Betrüger haben die Popularität dieses Kanals erkannt. Ihr Ziel: ahnungslose Verbraucher und unvorbereitete Markenunternehmen für ihre kriminellen Machenschaften ausnutzen.
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Der mobile Kanal wird immer wichtiger, inzwischen gibt es weltweit etwa 2 Milliarden Smartphones. Dabei erleben insbesondere M-Commerce und Mobile Apps einen rasanten Höhenflug. Allein letztes Jahr stieg die App-Nutzung um 76 Prozent. Besonders beliebt: Shopping-Apps. Aber auch Online-Betrüger haben die Popularität dieses Kanals erkannt. Ihr Ziel: ahnungslose Verbraucher und unvorbereitete Markenunternehmen für ihre kriminellen Machenschaften ausnutzen. Bis 2018 sollen die Verkäufe im M-Commerce auf über 400 Milliarden US-Dollar steigen  – damit werden viele weitere Anbieter auf den App-Zug aufspringen, um ihre Kunden zu erreichen. Umso wichtiger wird es für sie, ihre Marken in den App-Stores vor Missbrauch zu schützen.

“Smartphones und Tablets sind fester Bestandteil unseres Alltags. Die Menschen nutzen die mobilen Geräte längst nicht mehr nur für die Kommunikation, sondern nutzen Apps für ein breites Feld von Anwendungen, spielen beispielsweise Online-Games oder kaufen damit ein. Und wo die Konsumenten hingehen, finden sich auch Betrüger ein”, erklärt Stefan Moritz (im Bild), Regional Director DACH beim Online-Markenschutz-Experten MarkMonitor. “Allein in Deutschland erreichten die Umsätze im Bereich M-Commerce 2014 ein Volumen von über 4 Milliarden Euro. Markenhersteller sollten daher ihre Umsätze und Reputation auch in der mobilen Welt verteidigen.”

Top 5 Strategien zum Markenschutz für mobile Anwendungen

1. Überwachen, erkennen und durchsetzen

Es genügt nicht, lediglich die populärsten App-Stores zu überwachen. Um eine Marke ganzheitlich zu schützen, müssen Hersteller die Vorgänge weltweit im Blick behalten – besonders in weniger sicheren App-Stores von Drittanbietern in wachsenden und dynamischen Märkten wie Indien und China.

2. Verbindungen herstellen und Netzwerke erkennen

Unternehmen müssen die gefährlichsten Betrüger identifizieren und gegen sie vorgehen. Dazu empfiehlt es sich, Daten aus den verschiedenen App-Stores zu nutzen, um Verbindungen herzustellen und so Netzwerke von Entwicklern und Vertreibern betrügerischer Anwendungen ausfindig zu machen.

3. Transparenz für den Mobilen Kanal schaffen

Markenunternehmen müssen zunächst die mobile Präsenz ihrer Marken in ihrer Ganzheit verstehen. Nur so können sie die Kontrolle über das geistige Eigentum behalten und dem Kunden eine positive Markenerfahrung über sämtliche Kanäle hinweg ermöglichen. Dazu sollten sie sich einen Überblick verschaffen, wie und wo ihre Marken und geschützten Bilder in mobilen Apps genutzt werden. Dabei empfiehlt es sich über das Identifizieren nicht autorisierter Apps hinaus, auch eigene, veraltete Apps und Logos zu suchen und zu entfernen.

4. Marken auch jenseits der App-Stores schützen

Zwar werden Apps primär über die verschiedenen App-Stores verbreitet. Abgesehen davon werden diese aber auch über Social Media und unabhängige Webseiten beworben und vertrieben. Daher sollte das Überwachen von mobilen Anwendungen nur ein Puzzle-Teil einer umfassenden Markenschutz-Strategie sein, die sämtliche Online-Kanäle mit einbezieht.

5. Augen auf bei der Partnerwahl

Wenn die Arbeit mit App-Entwicklern Teil der Marketing Strategie ist, sollten Unternehmen unbedingt darauf achten, dass die Dienstleister sich an die Compliance-Richtlinien halten. Es ist daher enorm wichtig, die Entwickler sorgfältig auszuwählen, ihnen die Richtlinien detailliert aufzuzeigen und bei eventuellen Missbrauchsfällen umgehend zu reagieren.

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