Deutschland ist bereit für E-Food: So werden Online-Lebensmittel-Shops erfolgreich

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apfel

Technische Neuerungen verändern nicht nur Branchen, in denen der Umgang mit Software zum Alltag gehört – der Wandel betrifft auch den Einzelhandel. Ein Großteil der Kundschaft erledigt seinen Einkauf heute bevorzugt im Internet. Es geht einfach, unkompliziert, schnell und dank Computer, Tablet oder Smartphone ist die moderne Kommunikationstechnik heute allgegenwärtig. Kein Wunder, dass der Anteil der Online-Bestellungen im Nahrungsmittelbereich rasante Zuwachsraten verzeichnet. Deutsche Kunden jedoch hegen im E-Food-Sektor noch Zweifel, die es auszuräumen gilt. Ein Großteil ist mit den traditionellen Einkaufsmöglichkeiten zufrieden und beim Online-Kauf noch unsicher. Mit einem ausgeklügelten E-Food-System können jedoch die Wünsche der Verbraucher nach Sicherheit, Schnelligkeit und Frische erfüllt werden. 

Alleine in Deutschland wurden laut Handelsverband im Jahr 2012 satte 33 Milliarden Euro im Online-Handel umgesetzt – ein Zuwachs von 15 Prozent gegenüber 2011. Selbst die größten Pessimisten haben längst eingesehen, dass E-Commerce eine immense Relevanz erlangt hat und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Für die Betreiber von Online-Shops, also E-Commerce-Anbieter, höchst erfreulich: Die Wachstumsrate scheint auch in Zukunft nicht zu schwinden, ganz im Gegenteil.

Steigende Wachstumsraten in allen Bereichen

Schon vor drei Jahren hat der Handelsverband Deutschland (HDE) konstatiert, dass der Online-Handel mit Lebensmitteln ein Marktvolumen von 540 Millionen Euro hat – mit enormen Steigerungsraten. In 2009 waren es noch 180 Millionen – das bedeutet einen Zuwachs von 300 Prozent in nur einem Jahr. Auch wenn heute noch längst nicht jeder seinen Einkauf per Tastatur erledigt, so sind es derzeit immerhin schon weit über 4,5 Millionen Menschen alleine in Deutschland. Eine jährliche Wachstumsrate von 50 bis 70 Prozent ist keineswegs Utopie, sondern wird von Fachleuten als untere Grenze angesehen.

Sogar ohne Einbeziehung der Fast Moving Consumer Goods (FMCG), wie Pflegeprodukte und Nahrungsmittel, erzielte der Online-Handel im Jahr 2012 einen Rekord: 14,2 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Deutschland wurden per Tastatur und Internet getätigt. Dass mittlerweile auch der Einkauf von Lebensmitteln im Internet immer mehr akzeptiert wird, lässt die Herzen der Anbieter höher schlagen. Und damit ist nicht nur das Bestellen von Sushi oder Pizza gemeint, sondern tatsächlich der ganze Food-Bereich von frischen Eiern bis hin zu Tiefkühlgemüse.

Dieser Bereich ist jedoch genau der, in dem gerade der deutsche Onlinehandel noch sehr zögerlich reagiert. Während der deutsche Verbraucher im Jahr 2010 durchschnittlich 2 Euro für Lebensmittel im Internet ausgab, lag der Wert in Großbritannien bei 82 Euro pro Kopf. Eine mögliche Erklärung: In Deutschland fehlt es noch an Geschäftsmodellen im Online-Lebensmittelhandel. Während die Branche in anderen Ländern wie Großbritannien und der Schweiz im Konkurrenzkampf mit neuen Geschäftsmodellen auftrumpft und für mehr Differenzierung als auch Service sorgt, reagiert man in Deutschland lediglich mit Preissenkungen.

Dabei wäre gerade die Besetzung von Nischen für Lebensmittelhändler im Bereich E-Commerce interessant. Denn – so eine Studie der Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) – der deutsche Konsument ist nicht nur auf der Suche nach dem günstigsten Preis. Er möchte das Besondere – und zwar sowohl das besondere Produkt, als auch einen besonderen Service. Dies gelingt nur durch die Spezialisierung auf einen Fachbereich. Aber damit ist es nicht getan. Die Skepsis bei frischen Lebensmitteln ist noch zu groß. Zwar bevorzugen 76Prozent der Deutschen die Lieferung nach Hause als Zustellungsmethode, aber nur bei haltbaren Lebensmitteln. Bei frischen Lebensmitteln sieht es wieder ganz anders aus.

Mit innovativen Geschäftsmodellen zum Erfolg

Doch gerade im Bereich der Frischware ist momentan in Deutschland eine interessante Entwicklung zu beobachten. Ein aktuelles und erfolgreiches Beispiel ist der Abo-Commerce Anbieter HelloFresh. Nutzer des Services erwartet wöchentlich ein Paket mit frischen Lebensmitteln aus der Region. Der Clou: Alle Lebensmittel sind mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet und exakt für bestimmte Rezepte portioniert, die der Box beiliegen. Der Anbieter will somit gleich auf mehrere Bedürfnisse der Verbraucher eingehen: Zum einen sorgt er für Zeitersparnis, da sowohl der Einkauf als auch das Schreiben des Einkaufszettels wegfallen. Zum anderen geht er auf den Wunsch nach frischen regionalen Produkten der deutschen Verbraucher ein, die zugleich ihr Bedürfnis nach einem breiten Angebot befriedigt sehen wollen.

Neben dem Abo-Service sind noch weitere Modelle der Online-Lebensmittelhändler auf dem Vormarsch. Bei der filialbasierten Auslieferung nutzen die Händler ihr bestehendes Filialnetz, um Waren zum Kunden zu liefern. Dagegen hat der Kunde beim filialbasierten „Click-and-Collect“-Service die Möglichkeit, die online bestellten Waren direkt vor Ort in der Filiale abzuholen. Dieser Service wird laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney von den Deutschen am liebsten genutzt – 68% würden diesen Weg wählen. Die Lieferung nach Hause wäre zwar mit 76% am beliebtesten, doch nur, wenn die Kunden sich alleine für haltbare Lebensmittel entscheiden.

Als Alternative zu den traditionellen Lebensmittelhändlern, die ihren Kunden die Lebensmittel direkt aus der Filiale liefern, setzen immer mehr Online-Händler auf die Möglichkeit, die Kunden aus einem Zentrallager heraus zu beliefern. Auch hier gibt es Varianten, die auf den „Click-and-Collect“-Service setzen.

Die verschiedenen Belieferungsmodelle bieten reichlich Boden für verschiedene neue Wettbewerber im Lebensmittelhandel. Ein in Deutschland noch nicht allzu prominentes Beispiel ist AmazonFresh. Der Onlinehändler Amazon, der eigentlich auf Elektro-Artikel und den Buchhandel spezialisiert ist, will seine Kunden zunächst nur in Seattle und Los Angeles mit dem Service AmazonFresh mit Frischeprodukten wie Salat, Eiern und Milch versorgen. Eine baldige Ausweitung des Onlinehandels mit Lebensmitteln nach Europe liegt nahe.

Hohen Anforderungen gerecht werden

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der Trend des E-Foods auch in Deutschland erfolgreich durchsetzen wird. Die Weichen sind in vielerlei Hinsicht schon gestellt. Zum Beispiel arbeiten die All You Need GmbH und der Transportdienstleister DHL an der Verfeinerung eines Box-in-Box-Systems, in denen die Einkäufe der Kunden in speziellen Boxen mit Kühlelementen so verpackt werden, dass direkter Kontakt der Elemente mit den Waren, die Absonderung von Kondenswasser und Gefrierschäden vermieden werden. Eine große Chance für Anbieter von E-Food.

Um rechtzeitig auf den Trend reagieren zu können, muss neben einem innovativen Geschäftsmodell auch eine passende IT-Lösung her, die den Wünschen der Verbraucher nach einer einfachen Bestellabwicklung, Schnelligkeit und Verlässlichkeit Rechnung trägt. Vom ersten Kontakt bis zur Auslieferung soll schließlich alles reibungslos verlaufen. Unausgereifte Software-Lösungen werden nicht nur schnell zu einem Übel für den Kunden, sondern können letztendlich sogar das Aus für den Anbieter bedeuten. Das folgerichtige Fazit: Nur die beste IT-Lösung ist gut genug. nubizz, der Anbieter von Lösungen für E-Shops und E-Commerce, vertraut deswegen auf die Software von Intershop, die nicht nur für hohe Zuverlässigkeit steht, sondern auch für alle zukünftigen Herausforderungen gerüstet ist. Denn Online-Shopping ist heute in vielen Formen und auf verschiedenen mobilen Geräten möglich. nubizz hat diesen Trend erkannt und setzt die Software im Rahmen seiner Projekte erfolgreich ein. Intershop-Kunden wie Edeka Minden-Hannover, Bofrost Deutschland oder Axfood in Schweden sind der Beweis.

Autorin: Annemarie Cornus, Journalistin für Wordfinder

Weitere Infos zum Thema: www.nubizz.de

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