Deutschland-Studie: Forderungseinzug im E-Commerce

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Deutschland-Studie: Forderungseinzug im E-Commerce

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Mit Inkasso 2.0 – Forderungseinzug im E-Commerce präsentiert die mediafinanz erneut Studie zum Forderungsmanagement in Deutschland.

Der Untersuchung liegen mehr als 360.000 Forderungen zugrunde, die vorwiegend aus Käufen und Bestellungen über das Internet resultieren.

Die Versandhändler der Republik können ihre Ausfallrisiken aufgrund neuer Kennzahlen künftig deutlich präziser als bisher einschätzen: mediafinanz warf dieses Jahr erstmals ein statistisches Schlaglicht auf die E-Mailprovider der im Rahmen der Bestellung hinterlegten Korrespondenzadresse. Ein weiteres Novum ist der Blick auf die postalische Zustellungsart des Mahnschreibens. Diese beiden Faktoren, in Beziehung zur Forderungsanzahl und zur Erfolgsquote gesetzt, geben den Unternehmen wertvolle Entscheidungshilfen in die Hand.

Die Statistik legt ein besonderes Augenmerk auf die Anzahl der Forderungen in verschiedenen Kategorien, auf die jeweilige Summe aller Forderungsbeträge sowie auf den prozentualen Anteil der erfolgreich eingezogenen Forderungen. Für die Aussagen zur Forderungsanzahl oder über Summen von Forderungsbeträgen sind die Daten sowohl von laufenden als auch von abgeschlossenen Verfahren berücksichtigt worden.

Aussagen über relative Erfolgsquoten beschränken sich auf all jene Verfahren, die zum Erhebungszeitpunkt bereits abgeschlossen waren. Wir machen keine Aussagen über die Verschuldung der Kunden oder über Insolvenzen. Die Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und ausgewertet worden. Eine Haftung für die Gültigkeit der Daten übernehmen wir nicht.

Die Zahl der Forderungen pro Bundesland ist proportional zur Zahl der Einwohner. Zudem fällt auf, dass die Zahl der Forderungen im Gesamten grob proportional zur Einwohnerzahl ist. In den bevölkerungsreichen Bundesländern gibt es viele, in den bevölkerungsarmen Ländern wenige Forderungen. Betrachtet man die Werte der Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen genauer, fällt auf, dass hier im Vergleich zur Einwohnerzahl viele Forderungen bestehen. Eine vergleichsweise geringe Anzahl an Forderungen finden wir in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen.

Ein ähnlicher Eindruck wie im Falle der Forderungsstückzahl entsteht im Vergleich der Forderungssummen zur Bevölkerungsgröß;e. Wiederum sind in Berlin, Hamburg und Bremen hohe Forderungssummen (gemessen an der Einwohnerzahl) zu verzeichnen, während die Summen in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen vergleichsweise niedrig sind. Auch bei dieser Betrachtung zeigt sich die Schiefe der Verteilung mit einem Wert von 2,18.

Den niedrigsten relativen Erfolgsquoten nach Summe in Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen stehen die besten relativen Erfolgsquoten nach Summe in Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland gegenüber. Berlin fällt – neben anderen Städten – in der bisherigen Untersuchung durch hohe Forderungszahlen pro Kopf und eine geringe relative Erfolgsquote auf. Exemplarisch betrachten wir die Situation in der Bundeshauptstadt etwas detaillierter.

Hierzu wurde das Stadtgebiet von Berlin in Regionen aufgeteilt, die jeweils durch die ersten drei Postleitzahlziffern definiert werden. Anschließ;end wurden die Forderungssummen, die Forderungsanzahl sowie die relative Erfolgsquote für die definierten Gebiete errechnet.

Die Regionen 100xx, 110xx, 127xx und 137xx blieben unberücksichtigt, da sich hinter diesen Bereichen entweder Adressen der Bundesregierung verbergen oder eine zu geringe Menge an Fallzahlen vorlagen. Die höchste Anzahl an Forderungen und Forderungssumme finden wir in den Zustellbezirken 120xx, 126xx oder 135xx, die niedrigsten Forderungsvolumina in den Bereichen 106xx, 108xx, 136xx. Die höchsten relativen Erfolgsquoten Berlins – gemessen an der Anzahl eingezogener Forderungen – weisen die Postleitzahlgebiete 104xx und 109xx auf. Bezogen auf die Summe der eingezogenen Beträge sind dies die Bezirke 106xx und wiederum die 104xx. Die schlechtesten relativen Erfolgsquoten treten in den Gebieten 120xx, 126xx und 133xx auf. Die schlechtesten Quoten mit Blick auf die Summe weisen die Postleitzahlen 120xx, 133xx und 134xx auf.

Säumige Kunden nutzen kostenfreie Mailanbieter. Elektronische Postfächer von Free-Mailprovidern wie etwa gmx.de oder web.de haben den weitaus größ;ten Anteil an Schuldner-E-Mailadressen. Verglichen mit kostenpflichtigen Anbietern, die, wie etwa t-online.de, Internetdienstleister und Mailanbieter in einem sind, ist die Erfolgsquote bei den „freien“ Postfächern zudem wesentlich geringer. Hotmail.de und yahoo.de bergen dabei das höchste Ausfallrisiko. Die meisten Forderungen bestehen bei web.de, gmx.de und aol.com. T-online.de- und aol.com-Adressen liefern gute Erfolgsquoten.

Von den 30 Providern mit den meisten Forderungen versprechen onlinehome.de, ewetel.net, mail.ru, compuserve.de und online.de den höchsten Forderungserfolg. Am Ende der Quotenskala: Zu hotmail.de und yahoo.de gesellen sich alice-dsl.de, msn.com und lycos.de.

Die E-Mailadressen der Unis in Hannover, Trier und Münster haben die besten relativen Erfolgsquoten. Dem gegenüber stehen die Universitäten von Frankfurt/Main, Göttingen und Mannheim mit den schlechtesten relativen Erfolgsquoten. Zwischen den relativen Erfolgsquoten der Universitäten und den Quoten der Städte, in denen die Hochschulen liegen, besteht kein Zusammenhang.

Forderungseinzug im E-Commerce Untersuchung nach Art der Mahnungszustellung: Die häufigste Zustellungsart ist die einfache Postzustellung. Das Postfach hat bei höheren Beträgen anscheinend eine geringfügig größ;ere Bedeutung.

Die relativen Erfolgsquoten der Gruppen „Männlich“ und „Weiblich“ liegen beide etwa gleich weit vom Mittelwert aller Gruppen entfernt. Die Forderungen an Firmen haben eine höhere Erfolgschance. Am besten schneiden die Unbestimmten ab. Dies wirft einerseits die Frage auf, wer hinter dieser Gruppe steckt. Andererseits fällt diese Gruppe wegen ihrer geringen absoluten Zahl an vollzogenen Forderungen kaum ins Gewicht. Die Gruppen sind in den Bundesländern grob proportional zu ihrer Gesamtzahl vertreten.

Info: www.mediafinanz.de

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