Die neue CEBIT 2018: Mittelstand rückt stärker in den Fokus

Vom 11. bis 15 Juni öffnet eine CEBIT mit neuem Konzept ihr Tore. Sie soll den Bogen über alle wichtigen Themen der Digitalisierung spannen und bietet vier Plattformen, die in vier unterschiedlichen Formaten die Möglichkeiten der Digitalisierung und den Austausch darüber abdecken sollen. Und nicht zuletzt setzt sie mehr den je auf den Mittelstand.

Die neue CEBIT kommt mit neuen Ansprüchen an sich selbst:  als Neuheiten-Show, Konferenz und Networking-Event will sie die acht Trendthemen der Digitalisierung näher beleuchten: Artificial Intelligence, Internet of Things, Augmented und Virtual Reality, Security, Blockchain, Drohnen & Unmanned Systems, Future Mobility sowie Human Robotics.

Vier Plattformen mit Innovationen

Das neue CEBIT-Konzept basiert auf vier Elementen: d!conomy, d!tec, d!talk und d!campus. Im Bereich d!conomy finden IT-Professionals und Entscheider aus Unternehmen, öffentlichem Sektor und Handel das, was für die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung notwendig ist. Die Schwerpunkte heißen Digital Business, Digital Administration, Internet of Things, Security, Communication & Networks, Channel & Distribution, Mobile Solutions und Data Center. Bei d!tec dreht sich alles um Entwickler, Innovationen und Start-ups. d!talk steht für die Querdenker, Experten und Kreativen aus aller Welt, die auf der CEBIT 2018 zu Gast sein werden. Das Zentrum der neuen CEBIT aber ist der d!campus – mit viel Platz zum Netzwerken in Lounge-Atmosphäre, Streetfood und Livemusik.

Und: die neue  CEBIT macht sich stark für den Mittelstand. Rund 60 Prozent aller CEBIT-Besucher kommen aus kleinen und mittelständischen Betrieben. Grund genug für Europas Business-Messe für Innovation und Digitalisierung, diese Besuchergruppe noch stärker als bisher mit neuen Angeboten und Veranstaltungen anzusprechen.

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft erstmals auf der CEBIT

Im März wurde das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft in Berlin eröffnet, im Juni präsentiert es sich auf der CEBIT in Hannover. Das Kompetenzzentrum unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen der IT-Wirtschaft bei der Bildung von Kooperationen und der Schaffung innovativer Lösungen zur Digitalisierung. Damit wird die Rolle der mittelständischen IT-Wirtschaft als „Enabler“ der Digitalisierung und Anbieter von Lösungen „vom Mittelstand für den Mittelstand“ gestärkt und ausgebaut.

Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft wird vom Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) geleitet. Projektpartner sind die Technische Hochschule Wildau und die Technische Hochschule Brandenburg.

„Das Kompetenzzentrum ist ein wichtiger Beitrag, den wir gemeinsam mit dem IT-Mittelstand leisten werden, um die Digitalisierung und Internationalisierung der deutschen mittelständischen IT-Wirtschaft zu stärken“, sagt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi.

Am CEBIT-Mittwoch, 13. Juni, führt das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft ab 13 Uhr im Convention Center eine Tagung durch. Eingeladen sind alle CEBIT-Besucher aus dem IT-Mittelstand, die sich über Vorteile und Kooperationsmöglichkeiten informieren möchten oder schon konkrete Vorstellungen mitbringen.

DIHK präsentiert Gewinner der Initiative „We do digital“

Unter dem Motto „We do digital“ rufen die Industrie- und Handelskammern in Deutschland Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern auf, ihre digitale Erfolgsstory zu präsentieren. Die Initiative möchte Betriebe animieren, eigene digitale Strategien zu entwickeln und damit selbst einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation in Deutschland zu leisten.

Ziel ist es, möglichst viele Best-Practice-Beispiele an die Öffentlichkeit zu bringen, vor allem auch solche, die noch unbekannt sind.

Bis zum 14. Mai können sich Unternehmen bei der Initiative unter www.wedodigital.de bewerben. Der DIHK ermittelt dann mit einer unabhängigen Jury die Gewinner, die am Dienstag, dem 12. Juni, auf der Bühne des d!campus der CEBIT ausgezeichnet werden.

Neu: Infos und Treffpunkt für Handwerk & KMU am „Digital Friday“

Unter dem Motto „Mittelstand: Digitalisierung praktisch gestalten“ bietet der CEBIT-Freitag, 15. Juni, ein umfangreiches Programm für kleine und mittelständische Unternehmen. Von 10.30 bis 15 Uhr informieren und diskutieren Experten auf der Center Stage in Halle 17 in zehn Impulsvorträgen über eine digital geprägte Arbeitskultur und die daraus resultierenden Chancen auf höhere Produktivität. Vorgestellt werden auch gewinnorientierte, mit digitalem Mehrwert „angereicherte“ Geschäftsmodelle sowie Empfehlungen, wie sich Kunden mit innovativen Produkten und Dienstleistungen begeistern lassen.

Parallel zu den Vorträgen können die Teilnehmer an mehreren Anlaufstellen mit Experten über Details ihrer Digitalisierung sprechen und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Premiere auf der CEBIT: „WerkerApp“ für Handwerker

Auch die Startups der CEBIT liefern neue Lösungen für den Mittelstand. Ein Beispiel zeigt Jenni Schwanenberg mit ihrer „WerkerApp“, die ihr Team speziell für die knapp eine Million kleinen Handwerksbetriebe in Deutschland entwickelt hat. Die App verbindet das Büro mit der Baustelle.

Baustellendokumentationen, Baustellenfotos und die jeweiligen Fortschritte können mit der WerkerApp bereits von der Baustelle übernommen werden, ohne dass man die Mitarbeiter auf komplizierte Softwareschulen oder teure Hardware kaufen muss.

Nur jedes vierte kleine und und mittlere Unternehmen investiert in digitale Technologien

Mittelständische Unternehmen sind noch zögerlich bei der Umsetzung digitaler Strategien. Laut einer Analyse von KfW Research investieren lediglich 26 Prozent in den Einsatz digitaler Technologien für Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen.

Die größte Rolle bei den Digitalisierungsvorhaben des Mittelstands spielt die Erneuerung von IT-Strukturen (54 Prozent der Befragten), dicht gefolgt von der Digitalisierung der Kontakte zu Kunden und Zulieferern (52 Prozent). Dann folgen Investitionen in den Aufbau von spezifischem Know-how (38 Prozent) sowie die Reorganisation des Workflows (29 Prozent).

Digital Business & Administration liefert Voraussetzungen für die Digitalisierung

Die CEBIT bietet zahlreiche Anlaufstellen, um mehr über Voraussetzungen, Maßnahmen und Chancen der Digitalisierung zu erfahren. Wichtige Informationsquelle für alle Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen, die in digitale Technologien investieren möchten, ist der CEBIT-Schwerpunkt Digital Business & Administration in den Hallen 14 bis 17.

Hier finden Anwender alles, was für die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung notwendig ist – von Data Management und Cloud Applications über Customer Centricity bis zum Workplace 4.0. Zwei Bühnen informieren beispielsweise darüber, wie neue Office-Konzepte die Voraussetzungen für die Digitalisierung vieler Geschäftsprozesse schaffen.

Basistechnologien und Trendthemen für den Mittelstand

In den Hallen 12 und 13 findet der Mittelstand die notwendigen Basistechnologien für den Ausbau der Infrastruktur, die Optimierung von Kommunikationsleistungen, den Aufbau und die Pflege von Rechenzentren sowie Lösungen für die IT-Sicherheit.

Auch die Topthemen der CEBIT 2018 sind interessant für den Mittelstand. Sie dienen als Inspirationsquelle und zeigen auf, wie digitale Technologien die Arbeitswelt verändern und neues Geschäft entstehen lassen: Artificial Intelligence, Internet of Things, Augmented und Virtual Reality, Security, Blockchain, Drohnen & Unmanned Systems, Future Mobility sowie Human Robotics. Alle Topthemen werden nicht nur in der Fläche, sondern auch ausgiebig auf den verschiedenen d!talk-Bühnen behandelt.

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