Die zehn größten Shopping-Events der Welt

Der Singles‘ Day hat auch 2018 wieder neue Umsatzrekorde eingefahren und behauptet damit seine führende Position als umsatzkräftigstes Shopping-Event weltweit. Und welche Mega-Rabatt-Aktionen stehen auf den Folgeplätzen? Die Top 10 der größten Shopping-Events der Welt.

27,3 Milliarden Euro haben chinesische Verbraucher am Singles‘ Day innerhalb von 24 Stunden allein beim chinesischen Marktführer Alibaba ausgegeben. Erneut festigte der Singles Day damit seine Position als umsatzstärkstes Shopping-Event der Welt. Welche Events es sonst noch in die Top 10 schaffen und wie sich Deutschland im internationalen Vergleich schlägt, hat die Shopping-Community Pepper.com ermittelt.

1. Singles Day – China

Nächster Termin: 11. November 2019; erstmalig am: 11. November 1993; Umsatz in 2018: 27,3 Milliarden Euro

27,3 Milliarden Euro und damit 27 Prozent mehr als 2017 setzte der chinesische Marktführer Alibaba dieses Jahr am Singles Day um, dem mit Abstand umsatzstärksten Shopping-Event der Welt. Bei so beeindruckenden Zahlen gerät schnell in Vergessenheit, dass Marktplatzbetreiber Alibaba den Singles Day dieses Jahr erst zum zehnten Mal veranstaltet und den Tag eigentlich gar nicht erfunden hat. Tatsächlich begründeten alleinstehende Studenten der Nanjing Universität die Tradition des Singles Day – und das auch schon im Jahr 1993. Das Datum – eine Folge von vier Einsen – wählten sie damals bewusst: Mit kleinen Geschenken wollten sie einander eine Freude machen.

Inzwischen hat Alibaba den Singles Day erfolgreich „gekapert“ und zum größten Shopping-Event der Welt entwickelt. Weite Teile der 1,38 Milliarden Chinesen und Verbraucher aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam kaufen inzwischen am Singles Day ein – Mode, Schokolade und Elektronik genauso wie Autos, Schmuck und Hummer.

2. Black Friday und Cyber Monday – USA

Nächster Termin: 23. bzw. 26. November 2018; erstmalig am: 24. November 1961 bzw. 1. Dezember 2003; Umsatz in 2017: 9,88 Milliarden Euro

Die USA sind die Heimat des zweitgrößten Shopping-Events der Welt. Am Black Friday, dem Tag nach „Thanksgiving“, locken lokale Händler bereits seit 1961 mit Rabatten in die Einkaufszonen. Online-Händler riefen 2003 mit dem Cyber Monday ein digitales Pendant ins Leben. Mit Erfolg: 2017 kauften die Amerikaner am Black Friday laut Adobe Digital Insights für 4,28 Milliarden Euro und am Cyber Monday sogar für 5,61 Milliarden Euro ein. Insgesamt setzten Händler an den zwei Tagen so 9,88 Milliarden Euro um.

3. Black Friday und Cyber Monday – Großbritannien

Nächster Termin: 23. bzw. 26. November 2018; erstmalig am: 28. November 2003 bzw. 30. November 2009; Umsatz in 2017: 8,71 Milliarden Euro

8,71 Milliarden Euro haben die Briten dem Centre for Retail Research zufolge 2017 in den vier Tagen vom Black Friday bis zum Cyber Monday ausgegeben. Und obwohl das britische „Cyber Weekend“ noch vergleichsweise jung ist, rangiert es damit hinter dem amerikanischen Black Friday und Cyber Monday auf Rang 3 der umsatzstärksten Shopping-Events der Welt. Ähnlich wie in den USA laufen Online-Shops klassischen Händlern auch auf der Insel zunehmend den Rang ab: Das Marktforschungsunternehmen PwC hat festgestellt, dass Briten jeden Alters 2017 erstmals mehr online als offline gekauft haben.

4. El Buen Fin – Mexiko

Nächster Termin: 16. bis 19. November 2018; erstmalig am: 18. bis 21. November 2011; Umsatz in 2017: 4,69 Milliarden Euro

Anders als in den USA und Großbritannien wird das größte Shopping-Event Mexikos nicht privat, sondern vom Staat organisiert. Um die lokale Wirtschaft zu stärken, verlost die Steuerbehörde jedes Jahr 150.000 Geldpreise im Gesamtwert von 500 Millionen Pesos. Gewinnen kann jeder, der während des „El Buen Fin“ mit seiner Kreditkarte einkauft. 2017 gaben Verbraucher laut der mexikanischen Handelskammer 4,69 Milliarden Euro aus – sehr zum Leidwesen von Verbraucherschützern. Sie kritisieren, dass sich viele Mexikaner aus Hoffnung auf einen Gewinn verschulden.

5. Dubai Shopping Festival (DSF) – Dubai

Nächster Termin: 26. Dezember 2018 bis 26. Januar 2019; erstmalig am: 15. Februar bis 16. März 1996; Umsatz in 2015: 3,54 Milliarden Euro

In den Vereinigten Arabischen Emiraten laden Shopping-Malls seit 1996 jedes Jahr im Winter für mehrere Wochen zum Dubai Shopping Festival (DSF). Ähnlich wie beim El Buen Fin in Mexiko können Verbraucher auch beim DSF steuerfrei einkaufen. 2015 setzten lokale Händler so 3,54 Milliarden Euro in vier Wochen um. Aktuellere Zahlen gibt es leider keine. Dank des wachsenden Tourismus verzeichneten die Shopping-Malls beim letzten Dubai Shopping Festival aber ein Besucherplus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Dubai Gold and Jewellery Group zufolge kauften Besucher dabei allein Gold im Wert von 2,32 Milliarden Euro.

6. Diwali-Festival – Indien

Nächster Termin: 26. bzw. 27. Oktober 2019; erstmalig am: unklar; Umsatz in 2017: 2,93 Milliarden Euro

Indien beheimatet trotz seiner 1,33 Milliarden Einwohner nur das sechstgrößte Shopping-Event der Welt. Beim Diwali Festival kauften die Bewohner des bevölkerungsreichsten Lands der Welt Statista zufolge zuletzt für 2,93 Milliarden Euro ein. Vor allem Feuerwerk und Lichter stehen hoch im Kurs, denn beim Diwali Festival feiern die Hindus die Rückkehr ihres Gotts Lord Rama in sein Königreich, den Sieg des Guten über das Böse – des Lichts über den Schatten.

7. Black Friday und Cyber Monday – Deutschland

Nächster Termin: 23. bzw. 26. November 2018; erstmalig am: 28. November 2007 bzw. 30. November 2009; Umsatz in 2017: 1,7 Milliarden Euro

Zum zwölften Mal findet der Black Friday dieses Jahr in Deutschland statt, der Cyber Monday sogar erst zum zehnten Mal. Aus dem Vorweihnachtsgeschäft sind beide Tage aber schon heute nicht mehr wegzudenken. 1,7 Milliarden Euro gaben die Deutschen dem HDE zufolge 2017 an den vier Tagen vom Black Friday bis zum Cyber Monday aus. Der Umsatz am „Cyber-Wochenende“ stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Prozent.

8. Boxing Day – Australien

Nächster Termin: 26. Dezember 2018; erstmalig am: 26. Dezember 1931; Umsatz in 2017: 1,48 Milliarden Euro

Dass Australien seit inzwischen 87 Jahren zum britischen Commonwealth of Nations zählt, macht ein Blick aufs umsatzstärkste Shopping-Event deutlich: „Down under“ lässt nicht der Black Friday, sondern der Boxing Day die Kassen der Händler am lautesten klingeln. Diese begrüßen Kunden, die Gutscheine ein- oder Geschenke umtauschen möchten, am Tag nach Weihnachten jedes Jahr mit speziellen Angeboten und setzen so Milliarden um: 1,48 Milliarden Euro gaben die Australier der Australian Retailers Association zufolge am Boxing Day 2017 aus – 4,3 Prozent mehr als noch 2016.

9. Black Friday und Cyber Monday – Frankreich

Nächster Termin: 23. bzw. 26. November 2018; erstmalig am: 26. November 2010 bzw. 28. November 2011; Umsatz in 2017: 910 Millionen Euro

Auch in Frankreich haben der Black Friday und Cyber Monday inzwischen Fuß gefasst. Zwar haben die Franzosen die US-Traditionen etwas später für sich entdeckt als deutsche Verbraucher. Doch auch in Frankreich kratzen beide Events inzwischen an der Milliarden-Grenze: 2017 kauften französische Verbraucher in der Zeit vom Black Friday zum Cyber Monday gemäß einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)  bereits für 910 Millionen ein und sorgten für ein Umsatzplus von satten 35 Prozent.

10. Black Friday – Brasilien

Nächster Termin: 23. November 2017; erstmalig am: 23. November 2012; Umsatz in 2017: 438,7 Millionen Euro

Brasilien ist nicht nur das bevölkerungsreichste Land, sondern auch die Heimat des größten Shopping-Events von Südamerika. Hier kam der Black Friday 2012 an und gewinnt seitdem schnell an Beliebtheit: 2017 gaben brasilianische Verbraucher am Black Friday erstmals mehr als zwei Milliarden brasilianische Real, umgerechnet 438,69 Millionen Euro (+10,3 Prozent), aus. Für dieses Jahr rechnet die Brazilian Association of E-Commerce (ABComm) bereits mit einem Umsatz von 2,5 Milliarden Real.

Über Pepper.com: Die Pepper Media Holding GmbH (kurz: Pepper.com) wurde im Juni 2014 als Zusammenschluss der bereits seit 2004 beziehungsweise seit 2007 betriebenen Social-Commerce-Plattformen hotukdeals.com und mydealz.de gegründet, hat ihren Hauptsitz in Berlin und beschäftigt weltweit mehr als 200 Mitarbeiter. Mit 25 Millionen Unique Usern pro Monat ist Pepper.com dabei eine der weltweit größten Shopping-Communitys und betreibt Social-Commerce-Portale in 14 Ländern auf vier Kontinenten. 

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