Dienstleister: Mehrheit befürchtet durch Brexit sinkende Wirtschaftskraft der EU

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Dienstleister: Mehrheit befürchtet durch Brexit sinkende Wirtschaftskraft der EU

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die Wirtschaftszonen der Europäischen Union (EU) und Großbritanniens gehen geschwächt aus dem Brexit hervor. Das erwarten in Deutschland tätige Dienstleister im B2B-Bereich. Gemäß einer aktuellen Online-Befragung von Lünendonk & Hossenfelder prognostizieren 65 Prozent der Teilnehmer einen Bedeutungsverlust beider Märkte.
Dienstleister

Quelle: Freedomz - Shutterstock

  • 28 Prozent der Dienstleister sehen keine Auswirkungen auf die eigene Geschäftsentwicklung durch den Brexit.
  • Prüfer und Berater erwarten Umsatzschub durch den Austritt Großbritanniens aus der EU.
  • Service-Unternehmen sehen Auswirkungen auch auf die Besteuerung, Steuerabsprachen und Gewinnabführungsverträge.

Für die meisten Dienstleister im B2B-Segment hat der Brexit keinen direkten Einfluss auf das eigene Geschäft. Lediglich die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater erwarten durch einen erhöhten Beratungsbedarf ihrer Mandanten positive Auswirkungen. „Eine klare Mehrheit sieht keine Profiteure des Brexits“, erklärt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. „Nur 22 Prozent glauben, dass die Eurozone profitiert. Und lediglich 8 Prozent sind der Meinung, dass Großbritannien gestärkt hervorgeht.“

Welche Themen die Dienstleister bewegen

Vereinzelt erwarten internationale B2B-Service-Unternehmen Auswirkungen auf den Wechselkurs. Deutlich mehr Teilnehmer sehen mittelbare Auswirkungen auf Besteuerung, Steuerabsprachen und Gewinnabführungsverträge. Hossenfelder ergänzt: „Bei einigen Angaben der Teilnehmer ist eine gewisse Unruhe festzustellen, weil für die Dauer der ausstehenden Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien noch Planungsunsicherheiten für die Unternehmen bestehen. Der eigentliche Brexit könnte am 1. Januar 2021 stattfinden.“

Dienstleister

Prüfer und Berater erwarten Umsatzschub

Während sich bei der Frage nach den Profiteuren des Brexits die Mehrheit der Teilnehmer branchenübergreifend einig ist, zeigen sich bei den Auswirkungen auf das eigene Business Unterschiede. 28 Prozent erwarten keinen Einfluss auf das eigene Geschäft. 20 Prozent machen Planungsunsicherheiten wegen der anstehenden Verhandlungen aus. Für 18 Prozent müssen sich lediglich die britischen Kollegen mit diesem Thema befassen.

Dienstleister

Während 15 Prozent der Umfrageteilnehmer angeben, der Brexit wirke sich negativ auf das eigene Geschäft aus, geben zehn Prozent einen positiven Einfluss wegen des erhöhten Beratungsbedarfs an. „Bei Betrachtung der einzelnen Servicesegmente fallen hier die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater deutlich auf: Jeder Zweite erwartet einen Umsatzschub“, so Hossenfelder.

Zur Methodik der Umfrage: An der Online-Befragung des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder in Mindelheim nahmen 77 Personen teil. Sie verteilen sich auf die B2B-Servicebereiche Management- und IT-Beratung, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatung, Facility Management und Instandhaltung sowie Personaldienstleistung. Neun Prozent der Teilnehmer sind Vorstandsmitglieder, 39 Prozent haben eine Geschäftsführerposition inne, 34 Prozent fungieren als leitende Angestellte. (sg)

Lesen Sie auch: Digitale Transformation: „Wir haben schon neue Rechner angeschafft.“

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Seit Jahren dominiert Google bereits den Suchmarkt. In der EU beträgt der Anteil Googles an der Internetsuche mehr als 90 Prozent. Um möglichst weit oben im Index der Suchmaschine aufzutauchen, setzen deshalb immer mehr Unternehmen oder Selbstständige auf Google Ads – also die gezielte Werbung auf dieser Suchmaschine.
In einer neuen Studie hat Ivalua die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Lieferanten untersucht. Demnach wird nur ein Viertel der befragten europäischen Unternehmen pünktlich bezahlt. Für 65 Prozent zählen verspätete Zahlungen zu den größten finanziellen Risiken. Dies hat auch Folgen für die Lieferkette.

Top Jobs

Marketing Manager / Multichannel (w/m/d)
AVM Computersysteme Vertriebs GmbH, Berlin
› weitere Top Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: retouren

Zeit für eine nachhaltige Wende

Mehr erfahren