Domain-Bewertung – „The Magic of Virtual Estate“

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Friedhelm Rosenow, Entrepreneur und Absolvent der Universität Maastricht, stellt mit seiner Abschlussarbeit „The Magic of Virtual Estate“ ein von ihm entwickeltes, weitgehend neutrales Domain-Bewertungsverfahren vor, das dem Domain-Handel wertvolle Anstöße zur Weiterentwicklung und besseren Bewertung von Domains gibt.

In 2011 gründete Friedhelm Rosenow das Startup weine.de und versuchte im Vorfeld, den Domain-Namen zuverlässig zu bewerten – ohne Erfolg. Mit den bisherigen Bewertungswerkzeugen war er nicht zufrieden: „Bisherige Tools berechnen Domainwerte entweder mit einer verdächtig kleinen Anzahl von Eingaben, oder mit einer großen Anzahl stark subjektiver Eingaben, und Ergebnisse schwankten dazu noch erheblich.“ Anlass genug für den Studenten, seine eigenen Überlegungen zur Domain-Bewertung zu entwikkeln und diese gleich zu einer Abschlussarbeit seines Studiums an der Universität Maastricht zu verarbeiten. Dafür hat Friedhelm Rosenow 9.220 Transaktionen über einen Zehnjahreshorizont mit einem aus der Grundstücksbewertung bekannten, so genannten modifizierten Regressionsverfahren untersucht. Die Transaktionen umfassten ausschließlich .de-Domains, die er aus mehreren, insgesamt über 16.000 .de-Domain-Verkäufe umfassenden Datenpool herausfilterte.

Rosenow stellte sieben Arbeitshypothesen auf, die er durch seine Arbeit überwiegend bestätigt findet. Diese umfassen die wertsteigernden Faktoren Besucherzahl, Potential der kommerziellen Nutzung, sprachliche Bedeutsamkeit, enthaltene Suchmaschinen-Stichwörter und die wertmindernden Faktoren Anzahl der Wörter in der Domain, Domain-Länge und Aussprechbarkeit. Zur Überprüfung seiner Hypothesen entwickelte Rosenow eine komplexe Formel, die den verschiedenen Bewertungsfaktoren, die sich aus der Domain selbst (Anzahl der Worte, Begriffe, Verständlichkeit usw.) und ihrem Umfeld (Besucherzahl, Suchmaschinen-Ranking usw.) entnehmen lassen, Rechnung trägt und subjektive Faktoren so gut wie außen vor lässt. Insbesondere stellte er keine Vergleiche zu früheren Transaktionen „vergleichbarer Domains“ an, wie diese derzeit überwiegend üblich ist im Domain-Handel, um Werte zu benennen. Die aufgestellten Hypothesen erweisen sich in der Regel als richtig; zum Teil erwiesen sich aber Teilannahmen deutlich weniger signifikant als andere. So wurde deutlich, dass eine höhere Anzahl von Worten in einem Domain-Namen den Wert mindert, während die Länge eines Wortes nicht unbedingt Einfluss auf den Wert hat. Zudem zeigt sich nach Einschätzung von Rosenow, dass die Aussprechbarkeit eines Wortes keinen signifikant positiven Eindruck auf den Wert einer Domain macht. Doch bleibt gerade an der Stelle, wie auch an einigen anderen, nach Ansicht von Rosenow noch einiges zu untersuchen. Zudem weist er mehrfach deutlich auf Schwächen der Arbeit hin und die Probleme, die mit seinem neuen Ansatz einhergehen. Doch ist er sich sicher, dass sie einen Meilenstein in der Domain-Bewertung darstellt.

Die Abschlussarbeit mit dem Titel „The Magic of Virtual Estate“ ist nicht nur lesenswert und ein nicht zu unterschätzender Schritt in der Domain-Bewertung, sondern bereits für die „Arbeit des Jahres“ an der Universität Maastricht nominiert worden. Sein Studium hat Friedhelm Rosenow mit Bravour abgeschlossen. Nun kann er sich seinem Startup weine.de widmen – und seine Bewertungsformel weiter verfeinern.

Autoren: Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt Berlin; Florian Hitzelberger, Rechtsanwalt Holzkirchen; Florian Huber, Wirtschaftsjurist (Univ. Bayreuth)

 

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