In drei Schritten zum erfolgreichen E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing ist nach wie vor eines der effizientesten und erfolgreichsten Marketing-Werkzeuge. Kein Wunder. Denn wenn Sie interaktive Dialoge mit Ihren Kunden und Interessenten führen möchten, bietet der E-Mail-Kanal viele Vorteile: Er verbindet niedrige Verteilungskosten mit hoher Flexibilität und der Möglichkeit, zielgerichtet die passenden Ansprechpartner zu kontaktieren.

Wie alle anderen Werkzeuge sollte jedoch auch das E-Mail-Marketing überlegt eingesetzt werden. Ansprechpartner werde heute mit Informationen überflutet und können (und wollen) längst nicht allen Informationen ihre Aufmerksamkeit schenken. Damit Sie zum Empfänger durchdringen, müssen Sie Ihre Nachrichten daher genau zum richtigen Zeitpunkt, im richtigen Format und mit der richtigen Botschaft an die richtige Person verschicken. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre E-Mail-Marketing-Kommunikation effektiver und effizienter gestalten.

1..Schritt: Starten Sie mit Ihrer Planung

Um effizient und effektiv zu sein, sollten Sie mit der Planung Ihrer E-Mail-Kommunikation starten. Stellen Sie sich dabei die folgenden Fragen, die einen starken Einfluss auf Ihre Strategie haben.

Habe ich eine saubere Datenbasis?

Eine saubere Datenbasis ist ein kritischer Erfolgsfaktor für Ihre E-Mail-Aktivitäten. Versuchen Sie daher immer, Ihre Kunden- und Interessentendaten sauber, aktuell und komplett zu halten. Stellen Sie sicher, dass Sie das Einverständnis Ihrer Ansprechpartner haben, ihnen E-Mails zu senden. Die Richtlinien für Opt-Ins unterscheiden sich von Land zu Land, informieren Sie sich über die gesetzlichen Regelungen der Länder, in denen Sie operieren. Schenken Sie Hard-Bounces, Spam-Beschwerden und Opt-Outs besondere Aufmerksamkeit – insbesondere dann, wenn Sie Ihre E-Mail-Kommunikation an europäische Adressaten richten, denn in Europa gibt es strenge rechtliche Richtlinien in Bezug auf Werbemaßnahmen und Datensicherheit.

Wer gehört zu meiner Zielgruppe?

Selbstverständlich wissen Marketingverantwortliche, dass sie ihre Zielgruppe genau bestimmen müssen – oft ist das jedoch leichter gesagt als getan. Nehmen Sie sich Zeit. Überprüfen Sie die Ziele Ihrer Kampagne und die Qualität Ihrer Datenbasis genau – denn Sie wollen nur die Personen ansprechen, die zu Ihrer Kampagne und Ihrem Unternehmen passen. Seien Sie versichert, dass sich dieser Aufwand lohnt: Die Aufmerksamkeit für Ihre Nachrichten wie auch die Rückmeldungen dazu werden steigen, während gleichzeitig die Zahl der Abmeldungen, Hard-Bounces, Spam-Beschwerden und Opt-Outs minimiert wird.

Welchen Herausforderungen und Problemen sieht sich Ihre Zielgruppe gegenüber?

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe ausgewählt haben, sollten Sie sich ein Bild über deren Herausforderungen, Probleme und Interessen machen. Ihre Ansprechpartner werden nur Nachrichten lesen, die höchst relevant für sie sind. Daher sollten Sie versuchen, ein tiefgehendes Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zu entwickeln und deren Verhalten genau im Auge zu behalten. Sammeln Sie so viele Informationen wie möglich über die Branchen, Technologien und Marketingtrends Ihrer Zielgruppe.

2. Schritt: Erstellen Sie Ihre E-Mail-Kommunikation

Da Sie nun einen Überblick über Ihre Datenbasis, Ihre strategischen Ziele und Ihre Zielgruppe haben, können Sie mit der Erstellung Ihrer E-Mail-Kommunikation starten. Um Ihren interaktiven Dialog zu optimieren, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

Bleiben Sie bei der Kommunikation über alle Kanäle hinweg konsistent.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Nachricht zur Kommunikation über andere Kanäle, wie Microsites, Briefe, Flyer und anderen Kampagnen, passt. Ihre Ansprechpartner werden sich an Ihre E-Mail-Kommunikation leichter erinnern, wenn sie diese mit Ihren weiteren Aktivitäten assoziieren. Außerdem erleichtern Sie so die Verständlichkeit Ihrer Nachricht, was die Bekanntheit Ihrer Marke wie auch die Response-Raten erhöht – achten Sie also auf Ihre generelle Marketingkommunikation.

Personalisieren Sie Ihre Nachrichten.

Mit einer sauberen Datenbasis sind Sie in der Lage, Ihre Nachrichten zu personalisieren. Das ist ein wichtiger Schritt, um Ihre Nachrichten persönlicher und interessanter für Ihre Zielgruppe zu machen. Nutzen Sie auch weitere Datenquellen, wie CRM-Systeme, Web-Analyse-Werkzeuge und Web-Shops, um Ihre Nachrichten auf Basis des Einkaufs- oder Browsing-Verhaltens maßzuschneidern und somit Ihre Nachricht besonders relevant zu gestalten.

Ein besonders geeigneter Weg, hoch relevante Inhalte zu versenden, ist zudem die Nutzung von automatisierten Nachrichten, beispielsweise von Willkommensgrüßen für neue Kunden, die sich bei Ihnen registriert haben, oder ein Cross-Selling-Angebot auf Basis vorheriger Bestellungen. Insbesondere dann, wenn Sie hoch personalisierte Nachrichten, wie Geburtstagsgrüße, versenden wollen, sollten Sie aber zuvor sicherstellen, dass Sie die richtigen Daten zur Verfügung haben. Versuchen Sie hier, Ihre Nachricht so persönlich wie möglich zu gestalten, sodass der Empfänger nicht den Eindruck gewinnt, es handle sich um eine generische E-Mail. Denken Sie an die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe, und gehen Sie bei Ihrer Nachricht darauf ein.

Entwickeln Sie eine klar verständliche Nachricht.

Der Großteil Ihrer Ansprechpartner wird von Informationen überflutet und befindet sich unter hohem zeitlichem Druck. Daher ist das Interesse an langen und komplexen Nachrichten sehr gering. Halten Sie also Ihre Nachrichten kurz und einfach. Nutzen Sie eine Struktur, welcher der Leser einfach folgen kann. Dadurch erhöhen Sie die Akzeptanz Ihrer E-Mails.

Entwickeln Sie eine klare Aufforderung.

Sie möchten mit Ihrer Nachricht nicht nur Informationen teilen, sondern auch zur Aktivität auffordern. Daher sollten Sie eine klare Aufforderung formulieren, die leicht sichtbar und für die Zielgruppe interessant ist. Achten Sie auch hier darauf, dass Ihre Aufforderung mit den restlichen Kommunikationsinhalten zusammenpasst.

Ebenso sollten Sie URLs verständlich darstellen und einfach auffindbar platzieren. Stellen Sie sicher, dass Ihre Links auch dann sichtbar sind, wenn die Darstellung von Bildern unterdrückt wird. Vermeiden Sie, dass Ihr Ansprechpartner viele Klicks benötigt, um Ihrer Aufforderung und/oder Ihrer URL zu folgen, denn dies führt zu vermindertem Interesse.

Vermeiden Sie es auch, zu aggressiv vorzugehen, beispielsweise durch starke Hervorhebungen mittels Farbe oder Schriftgröße oder durch vielfache Wiederholung Ihres Call to Action. Ihre Zielgruppe könnte sonst verärgert reagieren, weil sie sich bedrängt fühlt.

Nutzen Sie Ihre E-Mail Signatur.

Auch Ihre E-Mail Signatur kann Sie bei der erfolgreichen Umsetzung Ihrer E-Mail-Kampagne unterstützen. Starten Sie damit, Ihre E-Mail Signatur in Ihrem mobilen Gerät zu aktualisieren – Signaturen wie „Gesendet von meinem Mobiltelefon“ sehen wenig professionell aus.

Betrachten Sie Ihre E-Mail als Ihre „10-Sekunden-Fahrstuhl-Geschichte“, und beschreiben Sie Ihr Unternehmen in nur einem Satz. Zudem können Sie Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Xing in Ihre Signatur einbinden. Mit kurzen Kunden-Statements in Ihrer Signatur können Sie positives Feedback mit Ihrer Zielgruppe teilen. Durch das häufige Aktualisieren Ihrer Signatur stellen Sie immer neue Informationen bereit, die es wert sind, gelesen zu werden – damit machen Sie Ihre Signatur und E-Mail insgesamt interessanter.

Bleiben Sie up-to-date.

Technologien verändern sich stetig, ebenso wie Ihre Zielgruppe. Bleiben Sie up-to-date, um Ihre E-Mails für neue Technologien wie Smartphones, Tablets oder andere mobile Geräte zu optimieren. Nutzen Sie in Ihrer E-Mail kurze, leicht verständliche Sätze, und kommen Sie schnell auf den Punkt. Verwenden Sie dabei keine Untertitel, um Platz zu sparen. Große Buchstaben für den Text und etwas größere für die Überschrift helfen dabei, die Nachricht auch auf mobilen Geräten mit kleinen Displays lesbar zu machen. Bedenken Sie auch die Technologie, die Sie zur Erstellung Ihrer E-Mails verwenden: Sehr komplexe Technologien wie Flash können nicht von allen Geräten einwandfrei dargestellt werden. Um sicher zu stellen, dass wirklich jeder Ihre Informationen empfangen kann, ist es daher auch hilfreich, einen Link zur Web-Version Ihrer E-Mail anzubieten.

Beachten Sie E-Mail Opt-Outs.

Nach wie vor machen es viele Unternehmen Ihren Kunden und Interessenten schwer, sich aus den E-Mail-Verteilern auszutragen. So wird beispielsweise der Opt-Out-Link ganz am Ende der E-Mail platziert, wo er schwer zu finden ist. Sie wollen Ihre Nachricht aber nicht an Personen senden, die diese nicht erhalten wollen – oder noch schlimmer: an Personen, die Ihre Nachricht als Spam definieren, denn dies kann leicht zu künftigen Problemen beim Versand führen. Daher sollten Sie es Ihrer Zielgruppe leicht machen, sich aus der Verteilerliste auszutragen. Platzieren Sie den Link an einer Stelle, an der er leicht zu sehen ist, beispielsweise in der rechten oberen Ecke Ihrer E-Mail. Damit geben Sie Ihrer Zielgruppe auch das Gefühl, selbst entscheiden zu dürfen, welche Informationen sie erhalten will – das führt zu einer höheren Akzeptanz Ihrer Nachrichten.

Optimieren Sie den Versandzeitpunkt.

Sie kennen Ihre Zielgruppe genau, und möchten Ihre Nachrichten zum richtigen Zeitpunkt versenden? Nutzen Sie Split-Tests, um weitere Einblicke in das Zielgruppenverhalten zu gewinnen und den besten Versandzeitpunkt für Ihre E-Mails auszuwählen. Insbesondere, wenn es um Geburtstage, Ferien oder auch Feiertage geht, sollten Sie sicherstellen, dass Sie den richtigen Zeitpunkt zum Versand Ihrer Nachricht nutzen: nicht zu früh, aber auch nicht zu spät.

Fördern Sie die Weiterverbreitung Ihrer Botschaft.

Ermöglichen Sie Kunden und Interessenten, Ihre Informationen mit anderen Menschen zu teilen. Nutzen Sie hierfür Links und Buttons wie „Empfehlen“ oder „Weiterleiten“. Das hilft Ihnen, Ihre Reichweite zu erhöhen und mit neuen Ansprechpartnern in Kontakt zu treten. Fügen Sie auch hier immer die Möglichkeit ein, sich aus der Verteilerliste auszutragen.

3. Schritt: Kontrollieren Sie Ihre E-Mail-Marketing-Aktivitäten

Heute müssen Marketingverantwortliche mehr denn je den Erfolg ihrer Marketingaktivitäten messen und belegen. Dies gilt auch für das E-Mail-Marketing. Eine systematische Kontrolle der Ergebnisse ermöglicht Ihnen nicht nur die Rechtfertigung Ihres Budgets, sondern auch die stetige Optimierung Ihres Vorgehens.

Verfolgen Sie Ihre Marketingkampagnen

Mit den heutigen Analyse- und Marketing-Automations-Werkzeugen, können Sie wertvolle Einblicke in Ihren Markt und die Ergebnisse Ihrer Kampagnen gewinnen.

Sie können Ihre E-Mail-Zustellungsrate über Domain Level Reports im Hinblick auf Bounces, Spam-Beschwerden und Opt-Outs analysieren. Sollte sich hier beispielsweise ein hoher Anteil an Bounces, Spam-Beschwerden und Opt-Outs zeigen, sollten Sie Ihre E-Mail-Strategie genau überprüfen – denn dies kann auch Ihre generelle Platzierung bei den Internet Service Providern (ISPs) negativ beeinflussen.

Um Ihre Zustellungsrate zu erhöhen, überprüfen Sie regelmäßig die verwendeten Betreffzeilen und den E-Mail-Inhalt. Vermeiden Sie spamverdächtige Worte wie „Gewinn“ oder „for free“ in der Betreffzeile. Zudem sollten Sie auf einen guten Zusammenhang zwischen dem Text und den verwendeten Bildern achten.

Behalten Sie auch Ihre Datenbasis im Blick – ganz besonders im Hinblick auf Personen, die schon seit längerem nicht mehr auf Ihre E-Mails reagieren oder sich aus Ihrer Verteilerliste ausgetragen haben.

Identifizieren Sie Personen, die nicht auf Ihre E-Mails reagieren, und bereiten Sie einen besonders relevanten Inhalt für diese Zielpersonen vor, um ihre Aufmerksamkeit wieder zu gewinnen. Um Ihre Zahlen weiter zu verbessern, lassen Sie auch die Gelegenheit nicht ungenutzt, Willkommensnachrichten zu versenden, bei denen die Ansprechpartner ihre Zustimmung zum Erhalt Ihrer E-Mails geben können.

Vergleichen Sie Ihre Segmente: Gibt es Segmente, bei denen die Opt-Out-Raten signifikant höher sind als bei anderen? Wenn ja, was könnten die Gründe hierfür sein? Ändern Sie für diese Segmente Ihre E-Mail-Strategie, um Ihre Nachrichten für diese Zielgruppen interessanter zu gestalten und Ihre Ergebnisse zu optimieren.

Autor: Aprimo

Kontakt:  www.aprimo.com

RSS Feed

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
Abonnieren Sie doch unseren Newsletter und verpassen Sie keinen Artikel mehr.

Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder!

Neuen Kommentar schreiben

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags