DVPT-Verband sieht Frequenz-Auktion mit gemischten Gefühlen

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DVPT-Verband sieht Frequenz-Auktion mit gemischten Gefühlen

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Die Bundesnetzagentur in Mainz (BNetzA) versteigert vom 12. April an Frequenzen für das mobile Internet. Zu der Auktion sind vier Mobilfunkanbieter zugelassen: Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus. Bei der Vergabe werden Funkfrequenz-Pakete mit insgesamt 360 Megahertz versteigert – zusätzlich zu den 250 Megahertz, die bisher schon für das mobile Internet zur Verfügung standen. Die Bundesnetzagentur will mit der Auktion möglichen Engpässen in der Internetversorgung entgegensteuern.

Der DVPT begrüßt die größte Funkfrequenz-Auktion Deutschlands, weist aber auch auf Risiken hin. Die Sorge des DVPT: Letztlich könne die Versteigerung die dringend benötigte Mobilfunk-Versorgung im ländlichen Raum nicht schnell genug in Gang setzen, da die Anbieter über keine ausreichenden finanziellen Mittel verfügen, um den Ausbau mit maximaler Geschwindigkeit voranzutreiben.

„Die jetzt zu vergebenen Frequenzen haben eine enorme Bedeutung für Deutschland und insbesondere für die Versorgung in ländlichen Räumen“, so die Einschätzung des DVPT-Vorstands Hans-Joachim Wolff. „Jeder weiß mittlerweile, dass die Zukunft in der mobilen Nutzung liegt. Die aktuelle Frequenzvergabe ist ein Schritt in die richtige Richtung, hin zur Absicherung der Wettbewerbsposition Deutschlands in Europa und der Welt.“ Wirtschaftlich berge die Versteigerung allerdings Risiken. „Es steht zu befürchten, dass die Kosten zur Ersteigerung der Frequenzen die Budgets der Anbieter so belasten, dass dies zur Verzögerung eines dringend benötigten Ausbaus führt“, erklärt Wolff.

Die Versteigerungsschlacht um die ersten UMTS-Frequenzen im Jahr 2000, die dem Bund umgerechnet rund 50 Milliarden Euro einbrachte, die erfolgreichen Bieter aber vor immense Wirtschaftlichkeitsprobleme stellte, ist beim DVPT noch nicht vergessen. „Dieses Risiko geht letztendlich zu Lasten der Bevölkerung und der Unternehmen“, so Wolff. Zudem ist man beim DVPT überzeugt, dass der mit der Versteigerung verbundene Hype um das mobile Internet die Netzbetreiber nicht aus ihrer Aufgabe entlässt, weiter an Modellen zu arbeiten, die eine Wertschöpfung jenseits der reinen Infrastruktur-Bereitstellung ermöglichen. „Nur wenn der weiter zu erwartende Preisverfall ausgeglichen wird, steht den Anbietern zukünftig das Geld zur Verfügung, weitere Entwicklungsstufen der mobilen Kommunikation voranzutreiben“, sagt DVPT-Vorstand Wolff.

Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT) ist Deutschlands größte etablierteste Interessenvertretung auf ihrem Gebiet. Der DVPT versteht sich als neutraler und unabhängiger Moderator zwischen Anwendern und Anbietern der zusammenwachsenden IT-, TK- und Post-Märkte und hat das Ziel, Marktentwicklung und Innovationen im Sinne der Nutzer zu fördern. Der DVPT setzt sich für die Liberalisierung von Märkten, Vielfalt der Angebote und Chancengleichheit aller Geschäftsmodelle ein. Der DVPT wurde bereits 1968 als Verband der Postbenutzer e. V. gegründet, ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und vertritt als Anwender-Fachverband national und international die Interessen von Geschäftskunden in den Bereichen Post, Telekommunikation und Informationstechnologie. Der DVPT veranstaltet zu aktuellen Kommunikations-Themen regelmäßig Anwenderseminare und Management-Foren und berät Unternehmen in diesen Bereichen individuell bei Prozessoptimierung, Anbieterauswahl und Einsatz von Post-, IT- und TK-Infrastrukturen sowie von Post-, IT- und TK-Dienstleistungen.

Info: www.dvpt.de

 

 

 

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