E-Commerce in Japan

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E-Commerce in Japan

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Japan ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Doch wer mit Japanern Geschäfte macht, sollte sich an einige Regeln halten, um nicht unangenehm aufzufallen.

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Deutschland ist für Japan der größte und wichtigste Wirtschaftspartner in Europa. Im Jahr 2015 importierte Japan Leistungen im Wert von 17 Milliarden Euro aus Deutschland. Umgekehrt importierte Deutschland Leistungen im Wert von über 22 Milliarden Euro aus Japan. Japan ist damit der zweitwichtigste asiatische Handelspartner Deutschlands. Die besten Voraussetzungen, gemeinsam Geschäfte zu machen. Doch gilt es einige Grundregeln zu beachten.

Kontakte langsam aufbauen

Japanische Geschäftspartner legen viel Wert auf die richtige Kontaktpflege. Eine vertrauensvolle Beziehung ist aller Geschäfte Anfang. Die besten Karten haben diejenigen, die sich auf persönliche Empfehlungen berufen können. Auch Vermittler wie beispielsweise die AHK sind Partner der Wahl. Stehen solche Möglichkeiten nicht zur Verfügung, empfiehlt es sich, den Kontakt erst einmal schriftlich anzubahnen. Kalt-Akquise ist tabu.

Einigkeit macht stark

Japanische Geschäftsleute treffen Entscheidungen nur dann, wenn sich alle Beteiligten einig sind. Der Vorteil: Da jeder in der Gruppe die Entscheidung mitträgt, erfolgt die Umsetzung reibungsloser. Außerdem tragen die Gespräche bis zum Konsens entscheidend dazu bei, Vertrauen aufzubauen. Für die Geschäftspartner bedeutet das, viel Zeit für Konferenzen und Korrespondenz einzuplanen. Geduld und Engagement während der Verhandlungen machen sich bezahlt.

 

Autorin Chiyo Kamiya, Japan Concept. Chiyo Kamiya ist in Japan geboren und aufgewachsen. Sie lebt seit knapp 20 Jahren in Deutschland. Ihre Berufung: beiden Kulturen helfen, die jeweils andere zu verstehen, Fettnäpfchen zu vermeiden und nachhaltige und erfolgreiche Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

 

Damit signalisieren die Partner Wertschätzung und tragen zu einer harmonischen Geschäftsbeziehung bei. Natürlich gilt es, auch im eigenen Team an einem Strang zu ziehen. Uneinigkeit macht Japaner misstrauisch.

Ganz wichtig sind die informellen Kontakte im japanischen Geschäftsleben, das heißt über die Teamgrenzen hinaus. Denn sie helfen zu verstehen, wo und auf welchen Ebenen Entscheidungen getroffen werden und auf dem Laufenden zu bleiben, wie weit der Entscheidungsprozess gediehen ist.

Keine Termine an einem Vierten oder Neunten

Zahlen sind ein wichtiger Bestandteil der japanischen Kultur. Die Vier bedeutet „Tod“, die Neun „Leiden“. Am besten können Geschäftspartner mit einem Termin mit einer 8 im Datum punkten. Denn diese Ziffer bedeutet ausgesprochen „erfolgreich sein“.

Gastgeschenke: gerne, aber die richtigen

In Japan gehört es zum guten Ton, zu Geschäftsessen ein Gastgeschenk mitzubringen. Doch Vorsicht bei der Auswahl der Mitbringsel. Dem Gastgeber ein Messer mitzubringen, weil er Hobbykoch ist – kein guter Gedanke: Messer stehen in Japan für Trennung. Eine Schürze oder ein spezielles Gewürz aus der Heimat ist die eindeutig bessere Wahl.

Bekleidung: Am besten neue Socken

Spontane Einladungen zum Essen sind in Japan üblich. Da es zum guten Ton gehört, seine Schuhe auszuziehen, ist es mehr als peinlich, wenn die Socken schmutzig oder gar kaputt sind. Daher sind Geschäftsleute gut beraten, gepflegte Strümpfe zu tragen oder ein zweites Paar bei sich zu haben.

Suppe? Besser nicht

Japaner lieben deutsches Brauchtum. Das zeigen die zahlreichen Besuche beispielsweise beim Oktoberfest. Japanische Geschäftspartner mit der regionalen Küche vertraut zu machen ist daher eine gute Idee. Meist wählt der Gastgeber die Speisen aus. Er sollte auf eine Suppe im Menü verzichten. Denn in Japan werden sie in der Regel geräuschvoll geschlürft, was für Deutsche peinlich ist.
Sind die ersten Hürden im Umgang mit japanischen Geschäftspartnern gemeistert, ist der Grundstein für eine lang anhaltende und stabile Beziehung gelegt.

(jm)

 

 

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