E-Commerce-Klima: Immer stärker „möbil“

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Die Deutschen fahren nicht nur gerne zu IKEA & Co., sie bestellen sich auch immer öfter Mobiliar im Netz. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist die Kategorie „Möbel, Lampen und Dekorationsartikel“ im dritten Quartal 2016 erstmals unter die drei umsatzstärksten E-Commerce-Segmente vorgerückt (960 Mio. €, +33%).

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Die Deutschen fahren nicht nur gerne zu IKEA & Co., sie bestellen sich auch immer öfter Mobiliar im Netz. Laut Bundesverband  E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist die Kategorie „Möbel, Lampen und Dekorationsartikel“ im dritten Quartal 2016 erstmals unter die drei umsatzstärksten E-Commerce-Segmente vorgerückt (960 Mio. €, +33%).

intelliAd legt in seinem „E-Commerce Branchenindex Q3/2016“ nun Detailinfos für dieses Boom-Segment vor: So beträgt der durchschnittliche Warenkorbwert in Onlineshops für Möbel 286 € und für Wohn-Accessoires 84 €. 48 Prozent des Traffics und 34 Prozent der Einkäufe im Netz kommen bei Möbeln bereits über Smartphone und Tablet. Das sind nur einige Ergebnisse aus der aktuellen Untersuchung, für die intelliAd quartalsweise die deutsche Online-Shopping-Welt in insgesamt 13 Branchen analysiert.

Kosmetik, Möbel und (Sport-)Mode haben mobil die Nase vorn

Vergleicht man die Handelssegmente untereinander, dann gibt es drei Branchen, die im E-Commerce bereits besonders stark vom Smartphone-Traffic profitieren: Spitzenreiter sind Verkäufer von Sportbekleidung (54 Prozent Mobile-Traffic), gefolgt von der Kosmetik- und Möbelbranche (jeweils 48 Prozent). Die Deutschen surfen aber nicht nur immer mehr mobil, sondern kaufen auch vermehrt: Mehr als jeder dritte Kosmetikartikel (36 Prozent) wird mobil geordert. Online-Möbelhändler (34 Prozent) und Mode-Generalisten (31 Prozent) folgen knapp dahinter. Alle untersuchten Branchen konnten ihre Mobile-Käufe im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern: Das Wachstum liegt dabei zwischen 19 Prozent (Mode-Generalisten) und 162 Prozent (Möbel).

 

Kosten pro Klick sinken in den meisten Branchen

Gute Nachrichten für die Online-Händler: In 11 der 13 untersuchten Branchen sind die Costs-per-Click (CPCs) im Vergleich zum Vorjahresquartal noch einmal zurückgegangen. Besonders profitieren können hier die Online-Apotheken: Sie zahlen 17 Cent weniger pro Klick als im Vorjahr (0,26 € vs. 0,43 €). Für Anbieter von Digitaldruck-Produkten ist Suchmaschinenwerbung dagegen teurer geworden: Der hier ohnehin hohe CPC steigt um 12 Cent (1,11 € vs. 0,99 €). Auch Herrenmode-Shops müssen tiefer in die Tasche greifen (0,72 € vs. 0,67 €). „SEA ermöglicht Online-Händlern eine gezielte Steigerung von Absatz und Share of Voice. Damit dabei auch die Marge stimmt, müssen Marketingentscheider auf effiziente Aussteuerung achten und Synergien zwischen Suchmaschinenwerbung und anderen Marketing-Kanälen schaffen, z.B. über Search-Retargeting“, erklärt Frank Rauchfuß, CEO und Geschäftsführer von intelliAd.
 

Conversion Rates auf dem Desktop stabil, Verbesserung auf Smartphones

In der Vielzahl der Branchen zeigt sich die Conversion Rate konstant, bei Herrenbekleidung und Digitaldruck sogar stark verbessert. Vor allem angesichts der steigenden Smartphone-Nutzung muss dies positiv gewertet werden. Denn auf den kleinen Bildschirmen liegt die Conversion Rate bisher deutlich niedriger als auf dem Desktop und drückt so den Gesamtdurchschnitt. Die deutliche Verbesserung von 1,0 Prozent (Q3/2015) auf 1,2 Prozent (Q3/2016) belegt, dass viele Händler ihre Online-Shops für Smartphone & Co. mittlerweile optimiert haben und User sich zunehmend an das Bestellen über das kleine Display gewöhnen.
 
„Nur wenige generelle Trends wie der Mobile Boom und sinkende CPCs gelten branchenübergreifend. Ansonsten ist die Entwicklung in den einzelnen E-Commerce-Segmenten sehr unterschiedlich, so dass exakteres Benchmarking und kanalübergreifende Analyse der eigenen Werbemaßnahmen für Shops in einem härteren Wettbewerb immer wichtiger werden“, kommentiert Frank Rauchfuß die Ergebnisse.

(jm)

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