E-Commerce-Umsatz: Deutlicher Anstieg im Einzelhandel bis 2026

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E-Commerce-Umsatz: Deutlicher Anstieg im Einzelhandel bis 2026

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Bereits zum siebten Mal haben die Forscher von ibi research eine Prognose zur Entwicklung des Onlinehandels in den nächsten Jahren erstellt. Demnach könnte der E-Commerce-Umsatz mit seinem Anteil im Einzelhandel laut dem „progressiven Szenario“ bis 2026 auf 19 Prozent ansteigen.
E-Commerce-Umsatz Onlinehandel

Quelle: Mygate/shutterstock

Der Anstieg der E-Commerce-Umsätze im Einzelhandel basiert auf dem sogenannten „progressiven Szenario“ der Untersuchung. So lag im Jahr 2019 der E-Commerce-Umsatz bei einem Anteil von 11,2 Prozent. Im „Basisszenario“ – also dem wahrscheinlicheren Fall – wird der Online-Anteil etwas moderater steigen und 2026 bei 16,5 Prozent liegen. Das entspricht einem Anstieg von fast 50 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Bezogen auf den Einzelhandel ohne Betrachtung des Lebensmitteleinzelhandels würde dann mehr als jeder vierte Euro online umgesetzt. In diesem Jahr haben insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie die jährliche Prognose von ibi research an der Universität Regensburg beeinflusst.

Weiterhin stabiles E-Commerce-Wachstum

Die Dynamik im E-Commerce ist unverändert hoch. Die Umsätze im Online-Handel wuchsen zwischen 2010 und 2019 jährlich um durchschnittlich 16,6 Prozent – und das, obwohl die Umsätze des gesamten Einzelhandels, also inklusive des stationären Handels, im selben Zeitraum nur um 2,7 Prozent pro Jahr (preisbereinigt um 1,3 Prozent pro Jahr) zulegten.

Diese relativ magere Entwicklung des (stationären) Handels geht vor allem zu Lasten der mittelständischen Fachhändler. Deren Marktanteil hat sich – wie Zahlen des Handelsverbands Deutschland zeigen – seit der Jahrtausendwende von rund 32 Prozent auf 15,5 Prozent im Jahr 2019 mehr als halbiert. Der Anteil des E-Commerce an den Einzelhandelsumsätzen betrug 2019 noch 11,2 Prozent.

E-Commerce-Umsatz
Prognose zum E-Commerce-Anteil im deutschen Einzelhandel. (Grafik: ibi research)

E-Commerce-Umsatz im Lebensmittelhandel noch niedrig

Bis zum Jahr 2026 soll er bis auf 16,5 Prozent ansteigen (Basisszenario), wobei im progressiven Szenario sogar ein Anstieg bis auf 19,0 Prozent erwartet wird. Dabei gibt es branchenspezifisch teils sehr hohe Unterschiede: „Berücksichtigt man, dass im Lebensmitteleinzelhandel der E-Commerce-Umsatz in der Breite immer noch eine vergleichsweise niedrige Bedeutung hat, ergibt sich für den restlichen Einzelhandel (ohne Lebensmittel) bereits heute ein Online-Anteil am Umsatz von rund 17,5 Prozent“, erläutert Holger Seidenschwarz, Handelsexperte bei ibi research und für die Studie verantwortlich.

Für das Jahr 2026 bedeutet die Prognose, dass mehr als jeder vierte Euro online umgesetzt wird, wenn man den Einzelhandel ohne den Lebensmittelbereich betrachtet. Stellt man in diesem Fall auf das progressive Szenario ab, wären es sogar rund 30 Prozent, also fast jeder dritte Euro.

ibi research
Die Forschungs- und Tätigkeitsfelder des ibi research im Überblick. (Grafik: ibi research)

Seit 1993 bildet ibi research an der Universität Regensburg GmbH eine Brücke zwischen Universität und Praxis. Das Institut betreibt anwendungsorientierte Forschung und Beratung, arbeitet demnach mit den Methoden der Wissenschaft an den Themen der Praxis, mit Schwerpunkt auf Innovationen und deren Umsetzung. ibi research konzentriert sich dabei auf die Themenfelder Digitalisierung der Finanzdienstleistungen und des Handels, im E-Business genauso wie im Multikanal und im B2C- und B2B-Geschäft. Außerdem bietet ibi research Beratungsleistungen zur Umsetzung der Forschungs- und Projektergebnisse. (sg)

Lesen Sie auch: Digitaler Einzelhandel – diese Händler entwickeln ihre Geschäftsmodelle weiter

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