E-Commerce-Verbraucherstudie: Auch 2018 legt der E-Commerce zweistellig zu

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Der Umsatz mit Waren im E-Commerce hat im Jahr 2018 um 11,4 Prozent zugelegt und entspricht damit der Prognose des Bundesverbands Versandhandel (bevh). Dieser rechnet für 2019 mit einem weiteren Anstieg von über 10 Prozent.

E-Commerce

Der Umsatz mit Waren im E-Commerce hat im Jahr 2018 um 11,4 Prozent zugelegt und entspricht damit der Prognose des Bundesverbands Versandhandel (bevh). Dieser rechnet für 2019 mit einem weiteren Anstieg von über 10 Prozent.

Mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 65,10 Milliarden Euro ist der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce im Jahr 2018 – wie vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) vorausgesagt – weiterhin zweistellig gewachsen. Der reine E-Commerce-Umsatz steht somit für mehr als jeden achten Euro im Einzelhandel. Die Online-Marktplätze sind unvermindert stark gewachsen, wurden aber in der Dynamik vom Multichannel-Handel und Internet-Pure-Playern deutlich überflügelt.

Zuwachs für Pureplayer und Multi-Channel

Aus den Daten der größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands ergibt sich, dass die Pureplayer um 14,0 Prozent beziehungsweise mehr als 1 Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz auf 9,77 Milliarden Euro zulegen konnten. Multichannel-Händler wuchsen mit 12,9 Prozent ebenfalls prozentual zweistellig. Über die letzten fünf Jahre betrachtet, haben sich ihre Umsätze von 11,04 Milliarden Euro auf 22,71 Milliarden mehr als verdoppelt. Die Onlinemarktplätze konnten ihr Volumen 2018 um 9,7 Prozent auf 30,62 Milliarden Euro steigern und bleiben der größte Vertriebskanal im deutschen E-Commerce.

Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG, unterstreicht daher die robuste Basis des Online- und Versandhandels: „Trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den nahen Brexit und Probleme der EU, global aufgeflammter Handelskonflikte und manch deutschem Koalitionskrach war unsere Branche 2018 wieder sehr erfolgreich und hat das Wachstum gut vorbereitet gestemmt.“

Umsatz des gesamten interaktiven Handels

Im vierten Quartal 2018 hat der gesamte interaktive Handel – Onlinehandel und klassischer Versandhandel – erstmals mehr als 20 Milliarden Euro brutto (20,27 Milliarden Euro) in einem Quartal umgesetzt. Das ist ein Plus von 10,2 Prozent für den gesamten, nicht ladengestützten Handel, in Deutschland. Der Online-Handel allein machte davon 97,2 Prozent aus.


 
Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh: „Dass trotz dieser Zuwächse die Zustellung weitgehend problemlos funktionierte, ist der Leistung der Mitarbeiter in den Logistikzentren und Zustellorganisationen zu verdanken. Mitgeholfen hat das Wetter und auch das Bestellverhalten der Kunden: Sie hatten wie schon im Vorjahr mehr als zwei Drittel ihrer Weihnachtsbestellungen bereits bis Ende November getätigt.“
 
Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2018 erwartet der bevh in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs um 10,5 Prozent auf rund 71,94 Milliarden Euro.

Die Umsatz-Entwicklung der Warengruppen im Einzelnen

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel)

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg 2018 auf 7,89 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 7,20 Milliarden Euro inkl. USt) um 9,5 Prozent. Der Bereich Spielwaren steigerte sich auf einen Online-Umsatz von 1,30 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 1,16 Milliarden Euro inkl. USt) und stieg um 12,1 Prozent.
 
Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus-/Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

Der gesamte Online-Umsatz des Clusters „Einrichtung“ stieg 2018 auf 9,63 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 8,56 Milliarden Euro inkl. USt) um 12,5 Prozent. In der Einzel-Kategorie Möbel, Lampen & Deko zeigte sich ein sehr hohes Wachstum. Hier stieg der Umsatz in 2018 um 12,5 Prozent auf 4,24 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 3,76 Milliarden Euro inkl. USt).
 
Warengruppen-Cluster „Bekleidung inklusive Schuhe“

Trotz einiger Schwierigkeiten im gesamten Handel – die Kategorie „Bekleidung inklusive Schuhe“ ist nach wie vor bei deutschen Verbrauchern sehr beliebt. 7,7 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr belegen dies. Der entsprechende Online-Umsatz erhöhte sich auf 16,79 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 15,60 Milliarden Euro inkl. USt). Bekleidung allein wuchs etwas stärker um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 12,69 Milliarde Euro inkl. USt (2017: 11,76 Milliarden Euro inkl. USt).


 
Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf)

Das Onlinevolumen des Warengruppen-Clusters stieg um insgesamt 12,7 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 4,29 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 3,81 Milliarden Euro inkl. USt). Die zunehmende Akzeptanz für das Warensegment „Lebensmittel“ innerhalb dieses Clusters bescherte 2018 einen Online-Umsatz von 1,36 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 1,13 Milliarden Euro inkl. USt) und stieg um 20,3 Prozent.
 
Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/E-Books/Hörbücher, Bild-/Tonträger, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Die Warengruppe „Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads“ im Cluster „Unterhaltung“ verzeichnete 2017 Online-Umsätze von 5,28 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 4,45 Milliarden Euro inkl. USt) und stieg um 18,8 Prozent. Der Einzelbereich „Elektronikartikel und Telekommunikation“ wuchs online um 19,3 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 11,79 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 9,88 Milliarden Euro inkl. USt). Die Online-Umsätze bei „Bücher/E-Books/Hörbücher“ wuchsen um 5,6 Prozent und lagen bei 3,60 Milliarden Euro inkl. USt (2017: 3,41 Milliarde Euro inkl. USt). Das gesamte Cluster „Unterhaltung“ wuchs damit um 15,6 Prozent auf 23,19 Milliarden Euro (2017: 20,06 Milliarden Euro).
 
Das Ergebnis der Gesamtzahlen 2018 aus der jährlichen Studie „Interaktiver Handel in Deutschland “ unterstreicht, dass die vom bevh vertretene Branche – also Versand von Waren im E-Commerce und im klassischen Versandhandel – auf ein gesundes Wachstum von 9,6 Prozent und ein gestiegenes Brutto-Umsatzvolumen von 68,09 Milliarden Euro mit Privatkunden zurückblickt.
 
Der gesamte Online- und Versandhandel mit Waren und Dienstleistungen hat einen Brutto-Umsatz von 85,50 Milliarden Euro für das Jahr 2018 erreicht und ist um 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Dabei zeigte sich der E-Commerce weiterhin als der herausragende Wachstumstreiber gegenüber den Bestellungen per Telefon oder Brief. Für diesen Gesamtmarkt des interaktiven Handels mit Waren rechnet der bevh im Jahr 2019 mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Milliarden Euro brutto.

Über die Studie: Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) führte zum sechsten Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Seit 2018 mit dem neuen Partner Beyonddata GmbH. In der Studie wurden von Januar bis Dezember 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z. B. im Bereich Reisen oder Ticketing) befragt.

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