E-Commerce-Website: 4 Schritte zu mehr Kundenorientierung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die E-Commerce-Website sollte nicht nur funktional sein, sie muss auch ein nahtloses Erlebnis schaffen, das Kundenbindung und Markenaffinität fördert. In einer Welt, in der Online-Dienste zunehmend dominieren, ist es wichtig, dass Händler E-Commerce-Angebote entwickeln, die sich optimal in das Nutzungsverhalten der Kunden einfügen.
E-Commerce-WebsiteQuelle: Rawpixel.com - Shutterstock

Patrick Schaudel, Vice President und Leiter des Produktbereichs Sitebuilder, Marketing und E-Commerce-Lösungen bei Ionos, erklärt, was Unternehmer bei ihrer E-Commerce-Website beachten sollten. Mit folgenden vier Tipps können Sie sicherstellen, dass Ihre Kunden online finden, was sie suchen und auch gerne auf Ihre Website zurückkommen.

1. E-Commerce-Website: Die Grundlagen nicht vergessen

Um Kunden nicht nur anzuziehen, sondern sie zu binden, sollte Ihre E-Commerce-Website optisch ansprechend und einfach bedienbar sein und dennoch effizient funktionieren. So stellen Sie sicher, dass Ihnen kein wertvolles Geschäft entgeht. Bei der Erstellung eines E-Commerce-Angebotes geraten einfache Aspekte oft in Vergessenheit. Clevere Must-Haves“ einer E-Commerce-Website können helfen, Unzufriedenheit bei den Kunden zu vermeiden. Zudem wird das Risiko verringert, dass potenzielle Käufer die Website verlassen, bevor sie die gewünschten Produkte oder Dienstleistungen finden.

Es sollte beispielsweise immer sichergestellt sein, dass die E-Commerce-Website detaillierte Produktübersichten bietet und von visuell starken Inhalten unterstützt wird, ohne dabei den individuellen Charakter zu verlieren. Erzählen Sie etwas über sich, Ihre Idee, Ihre Motivation und machen Sie einen anonymen Online-Verkaufsprozess zu einem persönlichen Erlebnis. Dadurch können sich kleine Online-Shops von großen, anonymen Verkaufsplattformen abgrenzen.

Der Kaufprozess sollte so einfach wie möglich sein. Viele Klicks können den Kunden verwirren, was durch einen einen One-Page-Checkout mit einer Warenkorbfunktion erheblich verbessert wird. Wenn die Kunden auf der Checkout-Seite für die Zahlungsabwicklung die Möglichkeit erhalten, einen Bereich „Mein Konto” hinzuzufügen, haben sie mit einem Klick auf die Schaltfläche direkten Zugriff auf alle Details, die sie benötigen. Laut Statista werden heute gut 70 Prozent der Online-Bestellungen abgebrochen und nicht in Verkäufe umgewandelt. Das Anbieten einer Funktion zur Wiederherstellung eines verworfenen Warenkorbs ist eine nützliche Lösung, um dies zu verhindern. Zusätzlich können automatische E-Mails an die Kunden gesendet werden, um sie an zurückgelassene Artikel zu erinnern. Diese Funktionen sollten ein fester Bestandteil Ihres E-Commerce-Angebots sein, denn sie bieten dem Kunden nicht nur ein intuitives Erlebnis, sondern bewahren jegliche potenziellen Leads.

2. Mobile Optimierung der E-Commerce-Website ist unverzichtbar

Ein für mobile Geräte optimierter Onlineshop ist heute unverzichtbar. Der E-Commerce-Report von Statista besagt, dass Deutschland der fünftgrößte Mobile-Commerce-Markt weltweit ist und bis 2023 voraussichtlich ein Volumen von 92.226 Millionen Euro erreichen wird. Das entspricht einem Anstieg von 72 Prozent seit 2017.

Für ein besonderes Kundenerlebnis ist es wichtig, einen mobil optimierten Online-Shop anzubieten. Denn das vereinfacht nicht nur die Bedienbarkeit, sondern sorgt auch für kürzere Ladezeiten. Außerdem lassen sich durch Apps für die Shop-Administration wichtige Verwaltungsaufgaben von überall her überwachen und betreuen, der Bestand im Auge behalten und Produkte direkt vom Smartphone aus hinzufügen oder ändern. Produkte können so schneller als je zuvor online verfügbar sein und können leichter mit der Schnelllebigkeit der E-Commerce-Welt Schritt halten.

Ein Teil der gestiegenen Nachfrage über mobile Endgeräte ist auf die Zunahme von Vertrieb und Werbung mittels sozialer Netzwerke zurückzuführen. Der Report „Social Media Trends 2018“ von der Social-Media-Verwaltungsplattform Hootsuite hat ergeben, dass soziale Netzwerke ein schnell wachsender Kanal sind, wenn es darum geht, den Traffic auf Einzelhandels-Websites zu lenken. Gerade Videos zeichnen sich als zentrales Bindeglied für den „Social Commerce“ ab. So steht für 74 Prozent der Befragten das Anschauen eines Social Media-Videos bereits in direktem Zusammenhang mit einem Kauf.

Eine Brücke zwischen Ihrer Webseite und den sozialen Kanälen zu schaffen, ist wichtig. Nur so kann eine starke Online-Präsenz und ein nahtloses Einkaufserlebnis erzielt werden. Dieser Prozess muss nicht schwierig gestaltet sein. Um die wachsenden Anforderungen an Social Commerce zu erfüllen, sollten Online-Händler eine E-Commerce-Lösung wählen, die in der Lage ist, auch soziale Kanäle zu bespielen. Diese werden dem mobiltauglichen Shop auf der Facebook-Business-Seite hinzugefügt oder verbinden sich mit dem Geschäftsprofil von Instagram. So können Sie Ihre Produkte in Beiträgen markieren. Durch diese dynamische Werbestrategie kann während des Scrollens aus einem ersten beiläufigen Blick des Kunden schnell ein Kauf werden.

3. Die Reichweite der E-Commerce-Website erhöhen

Onlineshopping verläuft heute so reibungslos und integriert wie nie zuvor, mit gut informierten Kunden, die auf verschiedenen Plattformen nach den besten Preisen suchen. Durch die Synchronisierung und Integration Ihres Onlineshops mit Amazon, eBay oder Preisvergleichsportalen wie Google Shopping sind sie präsent auf den bekanntesten Marktplätzen. So gehen keine Verkäufe an Ihre Wettbewerber verloren.

Kunden erwarten beim Onlineshopping eine große Auswahl und Vielfalt. Wählen Sie also ein System, das es Ihnen ermöglicht, eine Vielzahl von Produkten nach Ihren Wünschen aufzunehmen und mit dem Shop weiterwachsen zu können. Es sollte Ihnen außerdem grundlegende Funktionen bieten, die all Ihre Anforderungen erfüllt, wie zum Beispiel eine kostenfreie Domain oder Geschäftspostfächer. Die Anzahl der Produkte oder Funktionen auf Ihrer Plattform sollte sich mit zunehmendem Erfolg als Händler erweitern lassen, ohne das Shop-System zu ändern oder auf eine andere Plattform migrieren zu müssen.

4. Personalisieren zur Steigerung des Geschäftswachstums

Unabhängig davon, ob Sie es mit Direktverbrauchern oder einem spezialisierten B2B-Publikum zu tun haben, geben personalisierte Dienste den Kunden das Gefühl, geschätzt zu werden. Sie können zudem die Markentreue erhöhen und langfristig den Umsatz steigern. Um einem personalisierten Angebot wirklich gerecht zu werden, ist die Einführung von Elementen wie Mengenrabatten, individuellen Preisen und kundenspezifischen Treueprogrammen für verschiedene Kundenebenen und -typen empfehlenswert.

Mit einer Login-Funktion im Shop können wiederkehrende Kunden detaillierte Informationen über Preise einsehen, vergangene Bestellungen überprüfen und dort weitermachen, wo sie bei aktuellen Bestellungen aufgehört haben. Im Shop angebotene Lieferoptionen können einen interessierten User schnell in einen Käufer verwandeln. Wenn er keine Versandmethode findet, die die Wahl zwischen Lieferung nach Hause oder Abholung im Geschäft bietet, kann das Shopping-Erlebnis schnell unbequem werden. Vergewissern Sie sich also, dass Sie ein E-Commerce-System verwenden, das mehrere Versandoptionen enthält.

Ein gut ausgebautes E-Commerce-Angebot kann ein Unternehmen online aufwerten. Bringen Sie Ihren Shop auf einen modernen Stand, indem Sie ein personalisiertes und nahtloses Einkaufen ermöglichen. Einfache Aktualisierungen und Ergänzungen auf der Plattform helfen Ihnen dabei, Kunden zu gewinnen und sie immer wieder auf Ihren Shop neugierig zu machen. Fangen Sie klein an und holen Sie möglichst viel Feedback von Freunden und Bekannten ein. Wie Sie Ihre E-Commerce-Website Schritt für Schritt immer weiter verbessern können, erfahren Sie auch der Ionos-Website.

Lesen Sie auch: Bezahlmethoden im E-Commerce: Worauf Händler achten müssen

Über den Autor: Patrick Schaudel ist Vice President und Leiter des Produktbereichs Sitebuilder, Marketing und E-Commerce-Lösungen bei Ionos. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der IT- und Softwarebranche und kennt sich bestens aus mit E-Commerce und Online-Marketing. In den vorherigen Stationen war er als Direktmarketing-Spezialist und als Produkt- und Marketingmanager für eine digitale Mediengruppe tätig. (sg)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Top Jobs

Keine Top-Jobs gefunden
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Von online zu offline: Warum Online-Marken in den stationären Handel gehen

Euroshop 2020 – für Pure Player ein Muss

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.