E-Geld auf dem Vormarsch: Qipu zahlt in einem Jahr 100.000 Euro Cashback als Bitcoins aus

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Obwohl die digitale Währung Bitcoins bereits seit 2009 im Umlauf ist, gilt sie in Deutschland immer noch als ein Nischenthema. Seit einem Jahr kann bei Qipu, dem deutschen Cashback-Anbieter, das gesammelte Cashback auch in Bitcoins umgetauscht werden. Die Bilanz zeigt, das virtuelle Geld erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dennoch zeigen sich deutsche Händler noch verhalten gegenüber dieser Zahlungsmethode und lassen damit ein großes Potential ungenutzt.
bitcoin

Online shoppen und dabei Cashback verdienen, das dann in Euro ausgezahlt wird – diese Möglichkeit nutzen bereits viele deutsche Konsumenten. Doch bereits seit einem Jahr kann bei Qipu das gesammelte Cashback auch in die Peer-to-Peer-Währung Bitcoins umgewandelt werden. Der Umsatz spricht für sich: In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 100.000 Euro Cashback in Bitcoins ausgezahlt. Damit ist Qipu neben den Handelsplattformen eine der größten Quellen für Bitcoins im Internet in Deutschland. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum wurde die gleiche Summe in Euro über den Payment-Anbieter PayPal ausgezahlt. Das ist eine durchaus positive Bilanz für das virtuelle Geld, das in Deutschland immer noch ein Nischenthema besetzt. „Für Bitcoin-Neulinge und diejenigen die vielleicht noch skeptisch sind, ist die Cashback-gegen-Bitcoins-Auszahlung der einfachste Weg, um sich mit der digitalen Währung vertraut zu machen. Denn statt eigenes Geld zu investieren, muss man nur sein gesammeltes Cashback umwandeln”, sagt Qipu-Geschäftsführer Veit Mürz.

Mehr Mut zu neuen Wegen im E-Commerce

Die Vorteile für Händler und Kunden liegen klar auf der Hand: Bitcoins sind eine global einsetzbare und fälschungssichere Geldeinheit. Die Transaktion erfolgt direkt zwischen Käufer und Verkäufer, ohne dass auf Vermittlerdienste wie PayPal oder Kreditkartenfirmen zurückgegriffen werden muss. Dabei entstehen keine Transaktionsgebühren und eine Überweisung ist nach zehn Minuten bereits bestätigt. Im Gegensatz zu der klassischen EC-Zahlung bekommen die Händler ihr Geld sofort und können Online-Bestellungen somit auch schneller abwickeln und auf den Weg zu den Kunden bringen. Transaktionen können auch beispielsweise über Bitcoinumwandler wie BitPay getätigt werden. Dann zahlt der Kunde in Bitcoins und der Händler erhält Euro. Auch hier steht das Geld sofort zur Verfügung. Trotzdem reagiert der deutsche E-Commerce-Markt noch zurückhaltend auf das dezentrale Zahlungssystem. Das beobachtet auch Alex Bruckert, Lead Developer und Bitcoin-Experte bei Qipu: „Die Summe, die seit Juni 2014 allein bei Qipu in Bitcoins getauscht wurde zeigt, dass sich das Thema langsam in den Köpfen der Verbraucher etabliert, auch wenn sie sich nicht zu einer generellen Währung entwickeln wird. Deutsche Händler sollte den Anschluss nicht verpassen und der Kryptowährung vielleicht etwas mehr Akzeptanz entgegen bringen.“

Mit Bitcoins bezahlen – aber wo?

Bitcoins können in verschiedener Form sowohl im Ladengeschäft als auch im Internet weiter verwendet werden: Die Liste der Händler, die sie bereits als Zahlungsmittel akzeptieren, wird immer größer: Bis März 2015 waren es 6.284 weltweit*. Bei Dell und Expedia in den USA kann man bereits mit der digitalen Geldeinheit einkaufen. Aber auch einige Hotels, Restaurants und Lieferdienste nehmen Bitcoins als Bezahlung an. Das große Potential wird durch die Bilanz aus den USA deutlich. Dort werden pro Tag 40 bis 50 Millionen US-Doller in der virtuellen Währung umgesetzt. Solange die Zahl der Transaktionen zunimmt, steigt auch der Wert der Bitcoins, aber nicht ihre Menge, denn die Anzahl der digitalen Münzen ist auf 21 Millionen begrenzt. Damit bleibt die Währung stabil und ist – ähnlich wie Gold – eine gute Investition-Anlage. Interessant ist das digitale Geld auch für Gamer, denn sie dient als Guthaben für Konsolen oder kann in die Spielwährung umgetauscht werden, z.B. bei Online-Games wie World of Warcraft.

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