eco Verband feiert 20 Jahre: “Internet noch lange nicht fertig”

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Vor 20 Jahren, am 26. Juni 1995, wurde eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. in Bonn gegründet. Damals konnte sich niemand vorstellen, wie tiefgreifend das Internet Wirtschaft und Privatleben verändern würde. Mit der Internetbranche wachsen auch die Aufgaben des Verbands, um das Internet zu einem noch stärkeren wie auch sichereren Werkzeug zu machen, das unser alltägliches Leben und Arbeiten bereichert.
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Vor 20 Jahren, am 26. Juni 1995, wurde eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. in Bonn gegründet. Damals konnte sich niemand vorstellen, wie tiefgreifend das Internet Wirtschaft und Privatleben verändern würde. “Das Internet ist längst unverzichtbar”, ist eco Geschäftsführer Harald A. Summa überzeugt. Mit der Internetbranche wachsen auch die Aufgaben des Verbands, um das Internet zu einem noch stärkeren wie auch sichereren Werkzeug zu machen, das unser alltägliches Leben und Arbeiten bereichert.

Für das Jubiläumsjahr plant eco eine Kampagne bis zum Sommer 2016 mit vier Schwerpunktthemen und einer Veranstaltungsreihe, deren Startschuss bei der eco Gala am 25. Juni fiel. Heute stellt kaum noch jemand die Bedeutung des Internet für Wirtschaft und Gesellschaft in Frage.

“Das Internet ist allgegenwärtig. Wir nutzen es wie die Luft zum Atmen und wie abhängig wir davon sind, merken wir erst, wenn es einmal fehlt”, erklärt Summa, der als Mitgründer des Verbands von der ersten Stunde an mit dabei war. Diese Entwicklung war vor 20 Jahren noch nicht unbedingt abzusehen. Vor der offiziellen Gründung des eco war Summa noch überzeugt: “Wenn 100.000 Leute das Internet nutzen würden, das wäre schon toll.” Heute sind laut statistischem Bundesamt gut 80 Prozent der deutschen Haushalte online.

Sicherheit von Anfang an ein wichtiger Schwerpunkt

Viele der zahlreichen von eco ins Leben gerufenen Initiativen widmen sich dem Thema Sicherheit. Der Kampf gegen digitale Schädlinge wie Viren, Würmer, Trojaner und Botnetze zählte bereits sehr früh zu den Zielen des Verbands. Ebenso der Kampf gegen Spam, wobei es eco nicht nur wichtig war, unerwünschte Nachrichten zu filtern, sondern auch erwünschte zuverlässig zuzustellen.

Wie erfolgreiche privatwirtschaftliche Initiativen ein Umdenken in der Politik ermöglichen, beweist die eco-Beschwerdestelle, dank derer rechtswidrige Internetseiten, insbesondere solche, die die Jugend gefährden, innerhalb kürzester Zeit aus dem Netz genommen werden. “Löschen statt sperren” ist ein Verfahren, das sich auf Bestreben des eco hin zu Recht durchgesetzt hat. Wie das Beispiel von Internetseiten mit Kinderpornografie zeigt, dauert es im Durchschnitt nur 2,38 Tage von der Meldung bis zur Löschung.

Infrastruktur benötigt genügend Investitionen

eco hat schon früh erkannt, dass das Internet nur mit Investitionen in die Infrastruktur erfolgreich gestaltet werden kann. Die ersten großen Internetprovider und Datenbestände kamen nämlich allesamt aus Nordamerika – und Daten aus Deutschland nahmen immer den notwendigen Umweg über die USA. 1995 gründete eco daher den deutschen Internetaustauschknoten DE-CIX (Deutscher Commercial Internet Exchange) in Frankfurt.

Daten konnten seitdem direkt hierzulande ausgetauscht werden, der Zugriff auf deutsche Webserver und der nationale Versand von E-Mails wurden schneller und sicherer. Heute ist der DE-CIX gemessen am Datendurchsatz der weltweit größte Internetaustauschknoten. Damit stellt er einen Standortvorteil dar, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus reicht und viele internationale Unternehmen dazu bringt, hierzulande auch physisch Präsenz zu zeigen.

Dass der Ausbau der Internetinfrastruktur in Deutschland noch lange nicht vollendet ist, zeigt ein Blick auf eine Umfrage, die eco vor zehn Jahren durchführte. 2005, anlässlich seines zehnjährigen Bestehens, fragte eco eine Reihe von Experten, wie sie sich das Internet im Jahr 2015 vorstellten. Ein Ergebnis: Der deutsche Durchschnittshaushalt ginge dann mit 100 MBit/s ins Netz.

Entspanntes Surgen auf dem Daten-Highway

Mit ihrer Einschätzung hinsichtlich der technischen Möglichkeiten lagen die Experten damals richtig. 100 MBit/s sind heute technisch kein Problem mehr. Tatsächlich aber beträgt die durchschnittliche deutsche Internetleitung laut einer Studie von Akamai im vierten Quartal 2014 gerade einmal 8,7 MBit/s. “Wir cruisen nicht, wir joggen”, erklärt Summa, “und zwar an den Fersen Ungarns – dem ersten Land in der Geschichte, dessen Regierung mit der Internetsteuer beinahe über ein netzpolitisches Thema gestürzt wäre.“

Das Internet ist noch lange nicht fertig

Ob in den Bereichen Politik, Sicherheit, Content oder New Work: Die Liste der Aufgaben wird für den eco nicht kürzer, sondern länger. Stichwörter wie Vorratsdatenspeicherung, Störerhaftung, Netzneutralität, Internet Governance, IT-Sicherheit und Datenschutz zeigen, dass viele Fragen noch offen sind, darunter auch grundlegende. Die Internetwirtschaft ist noch jung. Die Digitalisierung der Gesamtwirtschaft ist in vollem Gange. „Das Internet ist noch lange nicht fertig“, so Summa. „In der Frage, wie sich das Internet in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird, besteht noch Gestaltungsspielraum. Für uns als Verband bedeutet das: Unsere Arbeit ist noch lange nicht getan!“

Neue Kampagne des eco im Jubiläumsjahr

Mit der Kampagne “Wir gestalten das Internet. Gestern. Heute. Über Morgen” plant eco vom Geburtstagsjahr bis zum Sommer 2016 verschiedene Veranstaltungen. Folgende vier Themen will eco in den nächsten Monaten mit entsprechenden Informationen, Aktionen und Events begleiten: Smart World, New Work, Entertainment und Mobilty. Außerdem hat der Verband das Vierteljahrhundert Internetgeschichte in einer Timeline anschaulich dargestellt und als eco audiomagazin mit diversen Originaltönen aufbereitet. (sg)

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