EHI-Ladenmonitor 2017: Handel investiert in Trading up und neue Technologien

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Die Investitionen des Handels in Erscheinungsbild und Technik der Geschäfte sind weiterhin hoch. Dies gilt insbesondere für die größte Branche, den Lebensmittelhandel. Hier sind die Einrichtungskosten für einen neuen Markt im Vergleich zu 2013 zwischen 5 und 6,3 Prozent gestiegen. Die vorläufigen Ergebnisse der EHI-Studie Ladenmonitor 2017 stellt Claudia Horbert den 200 Teilnehmern der EHI Retail Design Konferenz in Düsseldorf vor. Die gesamte Studie wird zur EuroShop 2017 veröffentlicht.
Einkaufswägen

Die Investitionen des Handels in Erscheinungsbild und Technik der Geschäfte sind weiterhin hoch. Dies gilt insbesondere für die größte Branche, den Lebensmittelhandel. Hier sind die Einrichtungskosten für einen neuen Markt im Vergleich zu 2013 zwischen 5 und 6,3 Prozent gestiegen. Die vorläufigen Ergebnisse der EHI-Studie Ladenmonitor 2017 stellt Claudia Horbert den 200 Teilnehmern der EHI Retail Design Konferenz in Düsseldorf vor. Die gesamte Studie wird zur EuroShop 2017 veröffentlicht.

Einrichtungskosten im Handel

Im Durchschnitt betragen sie nunmehr 622 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Supermarkt und 590 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche auf der Großfläche (ab 2.500 Quadratmeter). Kostentreiber sind neben dem Wunsch nach einer hochwertigen Optik die nach wie vor hohen Investitionen des Lebensmitteleinzelhandels in moderne Kältetechnik. Letzteres ist Folge einer stetigen Ausweitung von Frische- und Bedienungsbereichen sowie Convenience-Angeboten, aber auch ein Resultat aus Investitionen in energiesparende Technologien.

Heute sind die Investitionen in die Läden nicht gegen das Internet gerichtet, sie zielen vielmehr auf eine möglichst gute Integration des Online-Handels in den Laden vor Ort ab. Bild: Birgith/pixelio

 

Die Einrichtungskosten für ein neues Geschäft im Textil-, Schuh-, Sporthandel liegen dagegen mit 425 Euro/qm VKF um rund 15 Prozent unter dem Vergleichswert von 2013. Allerdings bleibt der Anspruch des Handels nach einer qualitativen Aufwertung der Fläche auch bei deutlich geringeren Budgets bestehen. Um dies zu ermöglichen, ist der Anteil der individuell auf ein Handelsunternehmen zugeschnittenen Sondermöbel rückläufig, es wird mehr auf standardisierte Systemmöbel zurückgegriffen. Zugleich gewinnt das Visual Merchandising für die individuelle Gestaltung von Verkaufsflächen weiter an Bedeutung. Die Investitionsbereitschaft des Handels hat sich hier branchenübergreifend nahezu verdoppelt.

Vernetzung mit dem Internet wird Standard

Bereits vor drei Jahren hat das EHI Rekordinvestitionen im Bereich der Ladeneinrichtung festgestellt. Damals ging es dem Handel vor allem darum, mit schönen Geschäften die Position im Wettbewerb gegen den Online-Handel zu verbessern. Heute sind die Investitionen in die Läden nicht gegen das Internet gerichtet, sie zielen vielmehr auf eine möglichst gute Integration des Online-Handels in den Laden vor Ort ab.

Nicht weniger auffallend ist die zunehmende Vernetzung der Geschäfte mit den Internet-Shops der Unternehmen. Online bestellen, im Geschäft abholen oder nach Hause gelieferte Ware im Geschäft zurückgeben – diese und ähnliche Services sind auch im Deutschen Handel inzwischen weitgehend etabliert. Auch digitale Komponenten fassen in den Läden immer mehr Fuß. Verkaufsmitarbeiter mit Tablets, Monitore in der Umkleidekabine und digitale Medienwelten gehören immer mehr zum Standard in den Geschäften.

LED ist Investitionsschwerpunkt

Investitionsschwerpunkt Nummer 1 bleibt weiterhin die LED-Lichttechnik. Dank deutlicher Verbesserungen bei Lichtqualität und Leistungsfähigkeit entscheiden sich auch über 80 Prozent der Textilhandelsunternehmen für eine Umstellung. Derzeit liegt der branchenweite Umrüstungsstand jetzt bei 24 Prozent im Food- und bei rund 16 Prozent im Nonfood-Handel.

Insgesamt geht der Trend ganz klar weg von der umfassenden Renovierung in Richtung Umbaukonzepten mit hochflexiblen Einrichtungsmodulen und einer raschen Veränderung von Aktionsflächen. Die Zyklen für Komplettumbauten haben sich im Food- wie im Nonfood-Handel daher in den letzten drei Jahren tendenziell verlängert, im Food-Handel auf 9,1 Jahre, im Nonfood-Handel auf 8,1 Jahre.

Schönheitsreparatur statt Totalsanierung

An die Stelle umfassender und tiefgreifender Umbauten treten zahlreiche Kleinprojekte, die für optische Verbesserungen und ständigen Wandel auf der Fläche sorgen. Entsprechend groß ist der Anspruch des Handels an die Flexibilität seiner Lieferanten, wie auch an ihre Innovations- und Kooperationsfähigkeit. Statt reiner Produktangebote sind ganzheitliche Lösungen mit umfassenden Informationen über neue Materialien und Produktionsverfahren gefragt.

Für die Einrichtung ihrer neuen Läden werden die Handelsunternehmen in Deutschland in 2016 rund 1,37 Milliarden Euro ausgeben. Bedingt durch die deutlich sinkende Zahl neuer Geschäfte werden die Investitionen Im Vergleich zu 2013 um 380 Millionen Euro niedriger ausfallen.

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