EHI-Studie zu den Zahlungsarten im Handel

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EHI-Studie zu den Zahlungsarten im Handel

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Nur etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes wird im Handel bar bezahlt. 54,4 Prozent sind es aktuell. Aber auf die Zahl der Transaktionen bezogen sieht das ganz anders aus: Vier von fünf Einkäufen werden noch immer bar bezahlt. Dennoch ist festzustellen, dass Kunden heute auch bei kleinen Einkaufsbeträgen häufiger zur Karte greifen. „Branchen mit überdurchschnittlich hohen Einkaufsbeträgen waren die Pioniere des unbaren Bezahlens, aber in den vergangenen zehn Jahren haben die anderen aufgrund stärkerer Nachfrage durch die Kunden deutlich aufgeholt“, kommentiert Horst Rüter, Geschäftsleitung EHI, die Ergebnisse der EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2014“.

Monatlich fast 40 Einkäufe pro Haushalt

18-20 Milliarden Mal wird jedes Jahr in deutschen Einzelhandelsgeschäften eingekauft. Daraus ergeben sich – statistisch gesehen – zwischen 220 und 250 Einkäufe pro Kopf. Pro Haushalt lassen sich daraus jährlich rund 470 Einkäufe in Ladengeschäften und Kiosken des Handels errechnen. Immer noch 80 Prozent aller Einkäufe werden bar gezahlt, bei jedem fünften Einkauf greifen die Kunden zur Debit- oder Kreditkarte. Bezogen auf den Umsatz hat das bargeldlose Bezahlen aber ein wesentlich stärkeres Gewicht als bei den Transaktionen. Im Jahr 2013 wurden nur noch 54,4 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Höhe von 390 Milliarden Euro mit Bargeld erzielt.

Durchschnittlicher Einkaufsbetrag rund 20 Euro

Das EHI hat rund 8,9 Milliarden Einkäufe analysiert und über alle untersuchten Branchen einen durchschnittlichen Einkaufsbetrag in Höhe von 24,33 Euro festgestellt. Kioske mit besonders niedrigen durchschnittlichen Einkaufsbeträgen blieben in dieser Studie unberücksichtigt. Unter Einbeziehung der Kioske würde sich ein Durchschnittsbon von 18,75 – 20,80 Euro ergeben.

Nur 4,3 Milliarden Einkäufe wurden in Unternehmen getätigt, die sowohl Bargeld als auch Kreditkarten sowie girocard/electronic cash und/oder ec-Lastschriftverfahren akzeptieren. Der Durchschnittsbon dort beträgt 24,16 Euro. Während die Bartransaktionen mit durchschnittlich 18,59 Euro um 23 Prozent unter diesem Mittelwert lagen, hatten die Einkaufskörbe der ec-Lastschriftzahler einen Wert von 44,07 Euro und die der girocard-/electronic-cash-Zahler von 48,94 Euro. Kreditkartenzahler gaben sogar durchschnittlich 61,24 Euro für ihre Einkäufe aus und damit 153 Prozent mehr als Durchschnittszahler.

Mehr Transaktionen mit niedrigerem Bon

Dieser Abstand zwischen den Zahlungsarten ist aber in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden, da auch bei kleineren Einkaufsbeträgen immer häufiger zur Karte gegriffen wird. So hat das EHI für eine durchschnittliche electronic-cash/girocard-Transaktion im Handel einen Rückgang um gut 34 Prozent zwischen 2003 und 2013 berechnet. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der electronic-cash/girocard-Bezahlvorgänge von 310 Mio. auf 2,038 Milliarden fast versiebenfacht.

Erhebliche Branchenunterschiede

Während der durchschnittliche Einkaufsbetrag in Drogeriemärkten bei 11,92 Euro und in großen Supermärkten bei 17,69 Euro liegt, werden in Baumärkten 39,51 Euro pro Einkauf umgesetzt, in Textilkaufhäusern 50,71 Euro und im Möbelhandel 85,63 Euro.

Datenbasis: Im EHI-Panel sind aktuell 518 Unternehmen mit 70.000 Betrieben aus 35 Branchen vertreten. Der Umsatz der befragten Unternehmen macht mit 215,3 Milliarden Euro rund 55,2 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland aus.

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