Einkaufsverhalten: Beim Onlineshopping zieht die Frau den Mann an

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Mehr als jedes dritte Herren-Bekleidungsstück wird online von Frauen gekauft. Sind Männer also Modemuffel? Erstaunliche Ergebnisse zum männlichen Einkaufsverhalten bringt eine aktuelle Studie von heyconnect zutage.
Einkaufsverhalten

Dass die Begriffe „Mann” und „Einkaufen” nicht häufig in einen direkten Zusammenhang gebracht werden, ist kein Geheimnis. Wie es um das männliche Einkaufsverhalten tatsächlich bestellt ist, zeigt eine aktuelle Studie von heyconnect. Demnach werden 36 Prozent der Herren-Kleidungsstücke im Netz von einer Frau gekauft. Die „Modemuffel der Nation“ sitzen in Sachsen-Anhalt. Dort kaufen lediglich 52 Prozent der Männer online für sich selbst ein.

Umso modebewusster sind  hingegen die Herren in Hamburg: In der Hansestadt kaufen 70 Prozent der Männer selbst im Onlineshop ein. Für die Studie wurden rund 21.000 Bestellvorgänge untersucht – darunter T-Shirts, Hemden, Pullover und Hosen – auf vier der größten deutschen Online-Plattformen: Amazon, Zalando, Otto und About You.

Einkaufsverhalten: Onlineshopping von Mode bleibt Frauensache

Der Plattform-Service-Provider heyconnect, der Marken die Anbindung an die größten Marktplätze, darunter Amazon, Zalando, Otto und About You, ermöglicht, führte die Studie nach 2016 bereits zum zweiten Mal durch. Viel hat sich in dieser Zeit jedoch nicht geändert: Lag 2016 der Anteil der männlichen Online-Modekäufer bei 63 Prozent, sind es drei Jahre später 64 Prozent. Dabei ist die von Frauen dominierte Einkaufsplattform Otto. 47 Prozent der Herrenmode wird dort von Frauen gekauft. Dagegen werden 79 Prozent der Kaufentscheidungen für Herrenmode bei Amazon vom Mann getroffen, eine Zunahme von zehn Prozent. Auch About You und Zalando konnten durch die gezielte Ansprache der männlichen Zielgruppe einen Anstieg auf 69 (About You) beziehungsweise 68 Prozent (Zalando) verzeichnen.

EinkaufsverhaltenQuelle: Heyconnect
Der Anteil der Frauen, die für Männer Mode kaufen, unterscheidet sich je nach Bundesland.

Einkaufsverhalten: In Hamburg und Berlin wohnen die Trendsetter

Im Städtevergleich liegen weiterhin Hamburg (70 Prozent) und Berlin (69 Prozent) an der Spitze der modebewussten Männer. Die meisten Modemuffel dagegen findet man in den neuen Bundesländern, „Spitzenreiter” ist Sachsen-Anhalt. Hier trifft aktuell jede zweite Kaufentscheidung (48 Prozent) die Frau für ihren Mann. Bei den alten Bundesländern liegt der Anteil der Frauen im Schnitt bei 40 Prozent, somit trifft hier „nur” etwas mehr als jede dritte Kaufentscheidung die Frau. Insgesamt zeigt die Studie, dass Männer in Großstädten mode-affiner sind als in den ländlichen Regionen: So liegt die Männerquote hier jeweils über der des Bundeslandes.

„Die Online-Modewelt bleibt eine Frauen-Domäne”, erklärt Florian Curdt, Gründer und Geschäftsführer von heyconnect und fügt hinzu: „Männer überlassen die Kleiderwahl immer noch sehr häufig ihrer Partnerin. Jedoch sehen wir einen gegenteiligen Trend bei der neuen Generation von modebewussten Männern. Besonders Fashion-Plattformen wie About You und Zalando haben das erkannt und in der Ansprache ihrer männlichen Zielgruppe in den letzten Jahren deutlich aufgeholt.”

Florian Curdt von heyconnectQuelle: Heyconnect
Florian Curdt ist Gründer und Geschäftsführer von heyconnect

Mode-Shopping ist nach wie vor Frauensache

Die Ergebnisse der Studie belegen, dass Shopping nach wie vor Frauensache ist. Bei Otto kaufen vermehrt Frauen Männermode, während auf reinen Mode-Plattformen wie About You und Zalando die männliche Zielgruppe vermehrt einkauft. Die Faktoren Bequemlichkeit, Zeitersparnis und eine individuelle Ansprache spielen beim männlichen Modekäufern heute eine wichtige Rolle. Angebote auf den Online-Plattformen wie individuell abgestimmte Style-Pakete können daher die Shopping-Affinität in dieser Zielgruppe erhöhen.

In Deutschlands Großstädten sind die Männer online modebewusster und können durch zielgerichtete Kampagnen von Modeplattformen angesprochen werden. Außerhalb von Großstädten liegt der Anteil an Frauen, die Herrenmode kaufen, sehr viel höher. Dort bietet sich eine für Frauen passende Kommunikation an. Unternehmen sollten ihr Targeting insgesamt besser ausrichten, um Frauen Mode für Männer anzubieten.

Zur Methodik: Untersucht wurden 21.000 Kaufvorgänge von Marken, die über heyconnect auf den deutschen Plattformen About You, Amazon, Otto und Zalando angebunden sind, im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018. Bei den untersuchten Kaufartikeln handelte es sich um Textilien, darunter T-Shirts, Pullover, Hemden und Hosen. Zur Analyse wurden unter anderem die Vornamen der Käufer und Käuferinnen sowie die Lieferadressen herangezogen. (sg)

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