Einkaufsverhalten der Deutschen: Wie es sich während der Pandemie verändert hat

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Einkaufsverhalten der Deutschen: Wie es sich während der Pandemie verändert hat

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten der deutschen Konsumenten verändert. Eine neue Statistik des Zahlungsdienstleisters Klarna liefert jetzt konkrete Vergleichszahlen zum Vorjahr.
Einkaufsverhalten

Quelle: Alexander Limbach/shutterstock

Die Corona-Pandemie hat den Wandel hin zum E-Commerce beschleunigt und das Einkaufsverhalten der deutschen Konsumenten grundlegend gerändert. Zu Beginn des neuen Jahres zeigen Statistiken des Zahlungsdienstleisters Klarna deutliche Unterschiede zum Vorjahr. Die deutlichste Verschiebung in Richtung Onlinehandel fand bei älteren Konsument*innen und in ländlichen Regionen statt.

Einkaufsverhalten zu Beginn des Jahres 2021

Vergleicht man die ersten Wochen des Jahres 2021 mit denen des letzten Jahres, werden drei grundsätzliche Unterschiede deutlich:

  • Frauen​ haben ihren bereits hohen ​E-Commerce-Anteil beim Shopping​ um weitere sieben Prozent gesteigert: Von zehn Euro, die Frauen ausgeben, geben sie sieben Euro online aus.
  • VerbraucherInnen über ​66 Jahre​ haben ihren Anteil am Gesamtumsatz von allen Altersgruppen am stärksten erhöht, und zwar um ​neun Prozent​.
  • Der Umsatz von ​Lebensmitteln und Getränken​ ist während des ersten Lockdowns um 51 Prozent gestiegen; im Norden Deutschlands wurde mehr Geld für Anschaffungen rum um Haus und den Garten​ ausgegeben, im Süden für ​Freizeit und Sport​.

Neben elektronischen Produkten sind es vor allem Einkäufe von ​Lebensmitteln und Drogerieartikeln​ des täglichen Bedarfs, die für das rasante Wachstum der Online-Einkäufe bei den über 66-jährigen VerbraucherInnen verantwortlich sind. Aber auch Schmuck und Accessoires sowie Kleidung machen heute einen größeren Anteil der Einkäufe innerhalb der Kundengruppe aus als noch vor einem Jahr.

Der Lockdown als Katalysator

„Die Empfehlung des Bundes war eindeutig: VerbraucherInnen sollen es tunlichst vermeiden, in Geschäften einzukaufen. Dies gilt besonders für ältere Menschen. Das Wachstum des Online-Shoppings zeigt, dass die Botschaft viele erreicht hat. SeniorInnen sind die am schnellsten wachsende Kundengruppe innerhalb des Onlineshoppings, und das ist ein Trend, der sich höchstwahrscheinlich auch nach der Pandemie fortsetzen wird. Wenn die Menschen die Vorteile des Onlineshoppings entdecken, bilden sich neue Gewohnheiten, die auch nach einer solchen Zeit bleiben”, kommentiert Viveka Söderbäck, Expertin im Bereich Konsumverhalten bei Klarna.

Vor einem Jahr konnte keiner voraussagen, dass 2020 ein Jahr sein würde, das ganz im Zeichen einer Pandemie steht. Große Teile des Alltags der Menschen haben sich verändert – nicht zuletzt wie und was wir konsumieren. Wenn Klarna nun einen Blick auf den Beginn des Jahres 2021 wirft und das Rekordjahr 2020 resümiert, wird deutlich, dass sich das Einkaufsverhalten stark verändert hat.

„Durch die Pandemie und die Schließung des stationären Einzelhandels wurde der E-Commerce beflügelt. Viele Marken haben ihre digitale Präsenz erhöht, und für viele ist der Onlinehandel zur Haupteinnahmequelle geworden. Das ist ein lang anhaltender Trend, der sich im letzten Jahr stark beschleunigt hat. Die Daten von Klarna zeigen, dass sich dieser Trend auch 2021 fortsetzt”, so Söderbäck weiter.

Wie sich das Einkaufsverhalten in der Corona-Krise verändert hat

Nachfolgend wird gezeigt, wie sich das Einkaufsverhalten im Laufe des Jahres 2020 in den verschiedenen Phasen der Corona-Pandemie verändert hat.

Januar bis März: Erste Sorgen bezüglich des Corona-Virus

  • Der erste Lockdown hatte einen großen Einfluss: Die Online-Verkäufe von Lebensmitteln und Getränken stiegen im März um 51 Prozent im Vergleich zum Februar, da sich die Kunden mit dem Nötigsten eindeckten.
  • Interessanterweise stiegen auch die Online-Verkäufe von Beauty-Produkten nach dem Lockdown um 51 Prozent, was darauf hindeutet, dass KäuferInnen bei Videokonferenzen immer noch gut aussehen und sich wohlfühlen wollten.
  • Vor dem Lockdown wurden die meisten Online-Einkäufe in den Morgen- oder Abendstunden getätigt. Während der Quarantäne begannen die Deutschen jedoch, viel häufiger tagsüber einzukaufen.

März bis Juni: Erste Pandemie-Welle

  • Der Einkauf von Haus- und Gartenprodukten​ nahm zu, da die Deutschen mehr Zeit zu Hause verbrachten als sonst. Ein weiterer Grund war, dass viele sich für ​”Staycations”entschieden, statt ins Ausland zu reisen.
  • Die ​36- bis 45-Jährigen​ waren die Altersgruppe, die ihre Online-Einkäufe am meisten steigerten.

Juli bis September: Normalisierung im Einkaufsverhalten

  • Bei Betrachtung verschiedener Regionen stellte Klarna einige interessante Unterschiede im Einkaufsverhalten fest. In den nördlichen Teilen Deutschlands hatten Produkte für Haus und Garten​ einen größeren Anteil als im Durchschnitt. Im Süden konzentrierten sich die Verbraucher mehr auf​ Freizeit, Sport und Hobby​. In größeren Städten wie Berlin und Hamburg gaben ​modebewusste Käufer​ vergleichsweise mehr für Kleidung und Schuhe aus.

Oktober bis Dezember: Zweite Welle und Onlineshopping zu Weihnachten

  • Klarna verzeichnete während der ​Black Week​ Ende November Umsatzrekorde mit einer Steigerung von 62 Prozent​ im Vergleich zum Vorjahr.
  • Der Black Friday, der größte Tag der Black Week, war ebenso der ​stärkste E-Commerce-Tag aller Zeiten in Deutschland​, mit einer ​Steigerung von 56 Prozent​ laut der Statistik von Klarna. Top-Kategorien im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag waren Elektronik, Schmuck & Accessoires sowie Gesundheit & Beauty.
  • Auch das Weihnachtsgeschäft brach Online-Umsatzrekorde. Die Online-Verkäufe mit Klarna stiegen in den ersten Dezemberwochen (3. bis 20. Dezember) um 95 Prozent im Vergleich zu 2019.
  • Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag kauften die 46- bis 65-Jährigen am meisten. KäuferInnen, die älter als 66 Jahre sind, haben ihren Anteil an Einkäufen innerhalb der Kinderprodukte (Spielzeug, Kleidung, Accessoires) während der Weihnachtseinkäufe im Dezember mit 168 Prozent mehr als verdoppelt.

Lesen Sie auch: Wie die Generation Z in China der Modebranche aus der Krise hilft

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Der Datenschutz wurde durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) europaweit geschärft und die Rechte der Betroffenen gestärkt. Die Aufsichtsbehörden verhängen mittlerweile teils empfindliche Strafen, wenn Unternehmen den Datenschutz nicht einhalten. Besonders beim Online-Vertrieb müssen sie eine DSGVO-konforme Verarbeitung der Daten nachweisen.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Ökologisch verpackt

Wie FLÖTER die Umwelt mit der Verpackung versöhnt.

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

Form is deprecated, please cotact the webmaster to upgrade this form.

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.