Einzelhandel: Wie intelligente IT-Lösungen künftig das Einkaufen erleichtern

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Einzelhandel: Wie intelligente IT-Lösungen künftig das Einkaufen erleichtern

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Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge haben Einzug in die Lebensmittelbranche gehalten. Durch Prognosen und Sensorik kann der Warenbestand in Echtzeit ermittelt und durch intelligentes Bestandsmanagement leichter verwaltet werden. Gastautor Marc Bohnes von Episerver erklärt, wie neue Technologien im Einzelhandel das Kundenerlebnis verbessern.
Einzelhandel

Quelle: Eak sikgun/Shutterstock

  • Konzepte wie der Self Checkout sorgen im Handel für einen effizienteren Prozess und mehr Spaß beim Einkaufen.
  • Durch Wägesensoren in den Regalen von Geschäften wird ein kontinuierliches Bestandsmanagement erreicht.
  • Dynamic Pricing im Einzelhandel lässt durch sogenannte Electronic Shelf Lables (ESL) umsetzen.

In den Supermärkten von morgen sind nicht nur innovative Hardwarelösungen, sondern auch Entertainment und neue Serviceangebote gefragt, um auf Kundenfang zu gehen und diese dauerhaft in die Filialen zu ziehen. Mit neuartigen Lösungen für Bestandsmanagement kann der stationäre Einzelhandel das Einkaufserlebnis ihrer Kunden auf ein neues Niveau heben.

Kunden erwarten bei ihrem Besuch im Supermarkt nicht nur ein großes Warenangebot, Frische und Qualität, sondern auch ein angenehmes Einkaufserlebnis durch Entertainment und Interaktionsangebote. In diesem Zusammenhang sorgen aktuell Self-Checkout-Konzepte für einen effizienteren Einkaufsprozess und mehr Spaß beim Einkaufen.

Einzelhandel: Self-Scanning und nachhaltige Verkaufskonzepte

Vor allem Self-Scanning-Lösungen haben hier viele Vorteile. Der Kunde kann den Barcode der gewünschten Artikel mit dem Smartphone scannen, bevor er sie in den Einkaufswagen legt. Anschließend werden die Produkte via Validierungseinheit und einer auf KI-basierenden Plattform verifiziert. Bezahlt wird bequem via Smartphone App, das lästige Anstehen an der Supermarktkasse entfällt.

Außerdem geht der Trend zu nachhaltigeren Laden- und Verkaufskonzepten. So sorgen in den Regalen eingebaute Wägesensoren für eine kontinuierliche Bestandsüberwachung. Nimmt ein Kunde beispielsweise Brötchen aus dem Regal, kann das System den Bestand erfassen und im Hub aktualisieren. Die Nachbackmenge lässt sich mit Hilfe von KI genau vorhersagen, um den Kunden zwar stets frische Backwaren bereitzustellen, aber auch nach Ladenschluss keine Waren wegwerfen zu müssen. Auf diese Weise sind die Regale weder zu leer noch zu voll. Bleibt doch einmal Ware übrig, können Einzelhändler die Produkte mit Hilfe von Dynamic Pricing mit nur einem Klick vergünstigt anbieten.

Einzelhandel: Automatische Anpassung der Preisschilder

Ein wichtiger Bestandteil von Dynamic Pricing sind die sogenannten Electronic Shelf Lables (ESL), die aktuell den Einzelhandel revolutionieren.  Die digitalen Preisschilder ermöglichen es, Produktpreise und Beschreibungen auf Regaldisplays automatisiert anzupassen, Sonderangebote hervorzuheben und so der Nachfrage der Verbraucher mit dem besten Preis in Echtzeit gerecht zu werden.

Als Technik hat sich dabei die E-Paper-Technologie durchgesetzt, die Kunden bereits von gängigen E-Book-Readern kennen. Auf diese Weise lassen sich Bildpunkte in Schriften, Zahlen und Logos umzuwandeln. Für Produkte in der Kühlung, in Außenbereichen oder an der Frischetheke gibt es entsprechende Varianten, die der Witterung trotzen wie auch den gängigen Hygienevorschriften entsprechen.

NFC-Technologie liefert weitere Produktinformationen

Ein weiterer Vorteil: Dank Near-Field-Communication (NFC)-Technologie können zusätzliche Informationen wie Allergene, Anwendungshinweise oder die Weiterleitung zum eigenen Webshop hinterlegt werden. Manche Modelle verfügen außerdem über ein eingebautes Lämpchen, das als Markierung dient. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Sonderangebote mit einem roten Licht eindeutig kennzeichnen. 

Dem Einzelhandel bieten die digitalen Labels viele Vorteile. Preise lassen sich schnell und flexibel per Knopfdruck ändern, das lästige Drucken und Anbringen herkömmlicher Schilder entfällt. Einzelhändler profitieren so von reduzierten Kosten und weniger Papiereinsatz, die Kunden hingegen von stets aktuellen Preisen und korrekt ausgezeichneten Artikeln.

Ein weiteres Highlight bei den Regalen im Einzelhandel sind Digital-Signage-Lösungen, also Displayleisten, über die dynamische Inhalte wie Videos, Animationen oder Laufschrift auf Augenhöhe des Kunden ausgespielt werden können. Auch statische Elemente wie Preisschilder oder QR-Codes können entweder über einen Browser, Wireless oder über ein CMS dargestellt werden. Die aufmerksamkeitsstarken Displays fungieren als Eyecatcher und beeinflussen so die Kaufentscheidung der Kunden direkt am Point of Sale. Sie eignen sich damit vor allem für Gondelkopfregale mit exklusiven Produkten, die gesondert beworben werden sollen.

Einzelhandel: Unsichtbarer Barcode für Verpackungen und Anhänger

Betrachtet man die Produkte selbst, kommt man an einer Sache nicht vorbei – dem Barcode. Für die korrekte Erfassung der konventionellen Strichcodes ist eine gute Lesbarkeit und die Ausrichtung der Etiketten ausschlaggebend, denn nur so kann der Scanner den Code fehlerfrei auslesen und die Produktinformationen entschlüsseln. Mit dem unsichtbaren Barcode für Verpackungen, Thermoetiketten oder Kleideranhänger gewährleisten Einzelhändler damit ein zuverlässigeres und effizienteres Scannen der Waren.

Der Code ist für das menschliche Auge unsichtbar, da der Barcode direkt als Wasserzeichen auf dem Produkt angebracht wird. Der Kassiervorgang lässt sich damit erheblich beschleunigen, da das Kassenpersonal keinen Strichcode auf der Verpackung suchen oder richtig positionieren muss. Das Produkt lässt sich stattdessen aus jeder Richtung scannen. Auch die Inventur geht mit dem neuen Barcode deutlich schneller vonstatten.

Vorteile sind neben dem schnellen Erfassen der Artikelnummer zudem eine neue Art der Kommunikation mit dem Endverbraucher. Der unsichtbare Barcode in Kombination mit dem Smartphone kann in Zukunft dem Informationsbedürfnis des Kunden entgegenkommen ebenso wie Self-Checkout-Konzepte und weitere innovative Anwendungen das Einkaufserlebnis positiv verändern. Ob Selbstbedienungskasse, Rezeptvideo am Nudelregal oder dynamisches Preiskonzept – mit diesen Lösungen wird unser Einkauf im kommenden Jahrzehnt definitiv zum Erlebnis. (sg)

Über den Autor: Marc Bohnes ist Product Management Director bei Episerver. Das Unternehmen bietet mit der Digital Experience Cloud eine Plattform an, die Content Management, E-Commerce und digitales Marketing in einer Plattform vereint – inklusive Omnichannel-Möglichkeiten für die Personalisierung und intelligente Kampagnen. (sg)

Lesen Sie auch: Einzelhandel 2020: Diese Trends sollten Händler kennen

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