26.07.2011 – Kategorie: IT, Management

Entscheidung für Cloud Computing hängt vom Datenschutz ab

Datenschutz und sichere Datenspeicherung sind ausschlaggebend für deutsche Unternehmen, wenn es um den Einsatz des neuen IT-Betriebsmodells Cloud Computing geht. Dies ergibt die aktuelle Marktstudie des Netzwerk- und IT-Dienstleisters BT Germany. Für die Studie hat das Beratungsunternehmen AppSphere technische und kaufmännische Entscheider und Fachkräfte in deutschen Unternehmen befragt.


28 Prozent der Unternehmen würden Teile ihrer IT zu einem Dienstleister auslagern, der ihnen nicht näher bekannt ist, aber versichert, die Daten in Deutschland zu speichern. Sichere Datenspeicherung scheint damit bei einer Cloud-Computing-Entscheidung für Unternehmen wichtiger zu sein als Größe und Markenbekanntheit eines Cloud-Anbieters. Dies hängt offensichtlich damit zusammen, dass der Datenschutz den Unternehmen außerordentlich wichtig ist. Entsprechend sagen 90 Prozent der Teilnehmer der aktuellen BT-Studie, dass die Verankerung der Datenschutzgesetze in einem Vertrag mit einem Dienstleister wichtig oder sogar ausschlaggebend für eine Zusammenarbeit ist. Die Hälfte der Befragten machte eine Entscheidung ebenfalls davon abhängig, ob die Datenrückführung im Vertrag klar geregelt ist.


Für die von BT Germany in Auftrag gegebene Studie zum Thema „Cloud Computing“ wurden 209 deutsche Unternehmen befragt. Ziel der BT-Studie ist, den jungen Markt für Cloud Computing besser einschätzen zu können sowie die Einstellung und die Präferenzen der Anwender zu beobachten. Trotz anfänglicher Skepsis zeigt sich deutlich, dass Cloud Computing sich im praktischen Einsatz bewährt: mehr als drei Viertel der Anwender, die bereits mit Cloud Computing Erfahrungen gemacht haben, bezeichnen diese als „positiv“. Rund 20 Prozent haben „neutrale“ Erfahrungen gemacht. Lediglich ein Prozent gibt an, negative Erfahrungen gemacht zu haben. IT-Firmen sind Vorreiter beim Cloud Computing: Insgesamt 85 Prozent der befragten IT-Firmen geben an, dass sie Cloud Computing testen (22 Prozent) oder bereits im Einsatz haben (63 Prozent).


Eine wichtige Frage im Rahmen der Studie ist, welche Anwendungen und Services zu einem Dienstleister ausgelagert werden könnten. Hier waren sich 53 Prozent der Befragten einig, dass sogenannte Collaboration-Lösungen wie Microsoft Exchange (Outlook), Microsoft Sharepoint oder Lotus Notes ausgelagert werden könnten. Mit 47 Prozent stehen auf Platz 2 Customer-Relationship-Management-Lösungen (CRM), also Software für die Verwaltung von Kundendaten. Büroanwendungen rangieren auf Platz 3. Zurückhaltender sind die Befragten bei Anwendungen, mit denen besonders sensible Daten verarbeitet werden, wie etwa Human-Resources-Anwendungen mit Personaldaten, Finanzverwaltungs-Software und Payment-Systeme.


Unter IT-Experten gilt es als unumstritten, dass der Markt für Cloud-Lösungen vor einem explosionsartigen Wachstum steht. So besagen Schätzungen von BITKOM und Experton, dass der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigt (2). Der Wachstumstrend wird auch durch die aktuelle BT-Studie unterstrichen: 75 Prozent der befragten Entscheider gaben an, dass ihr Unternehmen die Nutzung von Cloud Computing plant. 


 


 


 


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