Erfolgsfaktoren für Bewegtbild-Werbung

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Unter dem Motto „Bewegtbild begeistert die Massen“ skizzierten die Keynote-Speaker Daniel Knapp und Patrick Holtkamp aktuelle Erfolgsstrategien und Trends auf der ersten „Bewegtbild im Web“-Konferenz in Berlin. In seinem Vortrag hinterfragte Marktforscher Knapp die Rolle der Online-Videowerbung als reine Antwort auf die Herausforderungen der TV-Branche. Holtkamp identifizierte Kreativität als Notwendigkeit für das Storytelling in der Markenkommunikation. In der wichtigen Frage nach InStream oder InPage plädierte Paul Mudter für die bekannten InStream Ads, hingegen lautete die Botschaft von Matthias Ehrlich: Bewegtbildwerbung wirkt.


Die ausgebuchten Vorträge und Diskussionsrunden sorgten bei dem neuen Veranstaltungsformat des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. am Ende Oktober 2011 für intensiven Gesprächsstoff. Die 30 hochkarätigen Branchenexperten aus Werbewirtschaft, Kreativszene und Medienunternehmen diskutierten vor rund 160 Besuchern im Berliner RADIALSYSTEM V über das Zukunftspotenzial digitaler Bewegtbildinhalte.


 Zukunft von Bewegtbild erfordert Selbstreflektion der Branche


„Bewegtbild im Web kann weitaus mehr als die Verlängerung von TV-Spots ins Netz. Die zukünftige Entwicklung von Onlinevideowerbung erfordert eine kritische Selbstreflexion der Branche, um technische Möglichkeiten und kreatives Potenzial enger zu verbinden“, so die Einschätzung des ersten Keynote-Speakers Daniel Knapp (IHS Screen Digest). In der zweiten Keynote forderte Patrick Holtkamp (Parasol Island) den Ausbau von Emotion, Interaktion und Reaktion für innovative Bewegtbildformate: „Als Erfolgsmedium wirkt Bewegtbild im Web nur dann, wenn kreatives Storytelling die Überhand in der Markenkommunikation behält.“


Debatte über Inpage oder Instream


In der wichtigen Frage nach InStream oder InPage plädierte Paul Mudter (IP Deutschland) für die bekannten InStream Ads und mahnte:  „Durch die Diskussion zur Visibilität ist bewusst geworden, dass ein Kontakt nicht gleich Kontakt ist. Am Markt sind viele Trittbrettfahrer, aber wir müssen für Werbekunden Transparenz schaffen“. Darauf argumentierte Matthias Ehrlich (United Internet Media) mit den Vorteilen von InPage Ads, betonte jedoch: „Die Botschaft heißt: Bewegtbildwerbung wirkt – egal ob InStream oder InPage. Aber mit InPage kann der Bewegtbild-Markt ohne Beschränkung durch die begrenzte Verfügbarkeit von Videoinhalten schneller wachsen.“


Erfolgsstrategien und Trends im Bewegtbildmarkt


In den ausgebuchten Vorträgen und Panels der „Bewegtbild im Web“-Konferenz diskutierten 30 Branchenexperten der digitalen Wirtschaft über ihre Erfolgsstrategien und Trends im Bewegtbildmarkt. Die Referenten, darunter Arndt Groth (Adconion Media Group), Oliver Knappmann (Zattoo TV), Frederic Komp (BRAINPOOL), Sascha Martini (Neue Digitale/Razorfish), Paul Mudter (IP Deutschland) und Barbara Thielen (RTL Television),  identifizierten während der einzelnen Programmpunkte den Einfluss von Social Media, das notwendige Umdenken in der Markenkommunikation und das richtige Storytelling als relevante Größen für den Erfolg von digitalen Bewegtbildinhalten. 


Schlagabtausch der Branchenexperten über den Erfolg von Bewegtbild im Web


Im Abschlusspanel betonten Matthias Ehrlich (United Internet Media), Curt Simon Harlinghausen (AKOM360), Claude Schmit (Super RTL) und Andreas Türck (pilot entertainment) die großer Bedeutung von Bewegtbild für die gesamte Wirtschaft als vielversprechenden Wachstumsmarkt. Für Claude Schmit stand fest, dass Bewegtbild die Markenwerbung unterstützt: „Internet ist enorm wichtig für uns. Aber wir machen relativ wenig anders als im Vergleich zu vor zehn Jahren, wo wir bereits aktiv im Netz unterwegs waren. Ich bin ein Verteidiger der Marke, dabei ist es egal, wo die Marke stattfindet.“


Matthias Ehrlich erkannte die Vorteile für Bewegtbild in der Digitalisierung der Inhalte: „In den meisten Diskussionen wird auf die Milliarden gestarrt, die TV-Unternehmen für die Lizenzierung und Produktion in Kauf nehmen, das heißt refinanzieren müssen. In den digitalen Medien braucht man für den künftigen Erfolg eines eigenen Content-Geschäftsmodells weitaus weniger.“ Hingegen sah Curt Simon Harlinghausen den Erfolg von Bewegtbild im Web direkt bei den Nutzern begründet: „Bewegtbild ist einfach zu konsumieren und die Onlinenutzer ist faul geworden. Sie lassen sich gerne unterhalten, aber generieren auch durch ihren eigenen Content eine enorme Reichweite und Nischenrelevanz.“Insgesamt werden Bilder und Texte im Mediennutzungsverhalten an Relevanz verlieren, schlussfolgerte Andreas Türck: „Die Menschen sind bereit, noch viel mehr Bewegtbild zu konsumieren. Am Markt ist daher noch viel Luft, um zahlreiche Themen mit Bewegtbild zu erklären und zu unterhalten. Bewegtbild wird uns daher ziemlich prägnant in Zukunft begleiten.“


 

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