Ergebnisse des Forschungsprojekts LaMiLo für mehr Effizienz auf der letzten Meile

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Auf der Abschlusskonferenz zum Forschungsprojekt LaMiLo (Last Mile Logistics) stellten die Partner Ende Juni in Brüssel ihre Forschungsergebnisse zur Zukunft der letzten Meile vor. Fazit: Die letzte Meile in der urbanen Logistik lässt sich am besten bewältigen, wenn alle Beteiligten gemeinsam an effizienteren und nachhaltigen Lösungen arbeiten. Teilen ist das neue Gewinnen.
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Auf der Abschlusskonferenz zum Forschungsprojekt LaMiLo (Last Mile Logistics) stellten die Partner Ende Juni in Brüssel ihre Forschungsergebnisse zur Zukunft der letzten Meile vor. Fazit: Die letzte Meile in der urbanen Logistik lässt sich am besten bewältigen, wenn alle Beteiligten gemeinsam an effizienteren und nachhaltigen Lösungen arbeiten. Teilen ist das neue Gewinnen.

Globalisierung und E-Commerce haben die Art, wie wir einkaufen und wie die Waren an die Endkunden geliefert werden, verändert. So haben viele Logistikunternehmen ihre Lieferkette bis zum Endkunden ausgedehnt, agieren zunehmend über Grenzen hinweg und mit einer Vielzahl von Speditionen, die die gleichen Gebiete beliefern. Allerdings ohne dabei Kapazitäten zu teilen. Die Folge: Die Lieferungen zu den Endkunden verlaufen weitgehend unkoordiniert in lauter kleinen Auslieferungen mit lauter einzelnen Fahrzeugen. Das ist nicht nur wenig effizient, sondern führt auch zu immer mehr Verkehr, Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Die Probleme vergrößern sich weiter durch unnötige bzw. zusätzliche Fahrten, wenn der Kunde nicht angetroffen wurde.

Teilen und zusammenarbeiten heißt das Rezept für den Erfolg. Hier setzt das Forschungsprojekt an: „LaMiLo will neue Möglichkeiten der City Logistik für die letzte Meile zeigen, indem es das Vorgehen aller involvierten Interessengruppen versteht und beeinflusst: das der privaten Unternehmen, des öffentlichen Sektors und das der Kunden“, sagt PTV-Projektleiter Philipp Lenz. Dazu gehörten verschiedenen Maßnahmen, beispielsweise das Bewusstsein der verschiedenen Interessengruppen für die Problematik zu sensibilisieren, Pilottests in der Praxis, die verschiedene Transportmodi berücksichtigen, und Möglichkeiten, um die Auswirkungen wie Lärm, Stau und Emissionsausstoß zu reduzieren. Die verschiedenen Lösungen, die im Rahmen von LaMiLo implementiert und getestet wurden, zeigen überdies, dass nicht nur die Umwelt davon profitiert: Sie machen auch die Transportlogistik wirtschaftlicher, wie die projektinterne Evaluation ergab.

Zuerst galt es, in intensiven Gesprächen die Herausforderungen, aber auch die Barrieren herauszufiltern, die ein gemeinsames Vorgehen bei der City Logistik bislang erschweren. Dabei zeigte sich, wie wichtig es ist, dass der Öffentliche Sektor mit den Unternehmen einerseits, sowie Handel und Lieferunternehmen andererseits gemeinsam die Probleme im städtischen Wirtschaftsverkehr angehen. Beispielsweise mit der Schaffung von Entladezonen, die besonders auf die Bedürfnisse konsolidierter Lieferungen abgestimmt sind, oder auch mit einer gemeinsamen Plattform für alle Beteiligten, die kostentransparent die Zusammenarbeit fördert. Gerade Kostentransparenz zeigt den Unternehmen schnell die Vorteile.

Alternativen für die letzte Meile

In Brüssel wurde in einem Piloten das typische Problem „mehrere Lieferungen zu einer Adresse, dadurch mehr Verkehr und Schadstoffausstoß“ gelöst, indem die Lieferfahrzeuge zunächst zu einem Lager fuhren, wo die Waren konsolidiert und, wo möglich, mit schadstoffarmen Fahrzeugen ausgeliefert wurden. Im Londoner Stadtteil Camden hat eine ähnliche Lösung dafür gesorgt, dass der Lieferverkehr zu öffentlichen Einrichtungen durch die Konsolidierung um 40 Prozent sank. In Paris wurden die Waren zunächst in Mikrokonsolidierungszentren gebracht, von wo aus sie gebündelt mit Elektrolastenrädern zu den Kunden geliefert wurden. Ein ähnlicher Pilot hat in den Niederlanden sogar dazu geführt, dass die Kleinlieferungen zu Zeiten durchgeführt werden konnten, die für die Kunden besonders günstig waren.

Diese und weitere Lösungen aus LaMiLo lassen sich auf große und mittelgroße europäische Städte mit wenig oder keinem Anpassungsaufwand übertragen. Die Projektpartner hoffen, dass die Piloten und das gesammelte Wissen andere Städte ermutigen, die Modelle selbst umzusetzen. Ein Bewusstsein für die Logistik und die umweltbedingten und sozialen Auswirkungen des Frachtverkehrs sollte eine höhere Priorität für Städte bekommen. Denn wo lokale Regierungen vorangehen, werden andere folgen.

Das Projekt LaMiLo ist ein INTERREG IVB Nordwesteuropa (NWE) Projekt, teilweise finanziert durch den Europäischen Regionalentwicklungsfon (European Regional Development Fund – ERDF). Dazu haben sich 13 Partner aus sieben nordwesteuropäischen Ländern im Projekt engagiert. Organisatoren aus dem öffentlichen und privaten Bereich sowie Forscher haben gemeinsam daran gearbeitet, die letzte Meile effizienter und nachhaltig zu gestalten.

Video zum Projekt

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