Facebook breitet Schutzmantel über Mitglieder

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Facebook breitet Schutzmantel über Mitglieder

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Das Social Network Facebook will den Schutz seiner Mitglieder stärken. Wie das Unternehmen anlässlich seines fünften Geburtstages im offiziellen Firmenblog bekannt gegeben hat, wurden die Nutzungsbedingungen überarbeitet, um Missbrauch noch stärker vorzubeugen. So geht es dabei zum Bespiel um das Fälschen von Profilen und die Belästigung anderer Mitglieder. Wie Suzie White, Rechtsberaterin von Facebook, in dem Blog schreibt, handle es sich bei den Überarbeitungen in erster Linie um Punkte, die aber ohnehin offensichtlich seien. Die Richtlinien waren bereits zuvor in Kraft. Jetzt seien die Grundregeln jedoch nochmals deutlicher und verständlicher formuliert worden, so Facebook-Sprecher Barry Schnitt.

Die verschärften Nutzungsbedingungen sind aus Sicht von Datenschützern jedoch auch kritisch zu betrachten. „Ein groß;es Problem besteht darin, dass sich die Betreiber darüber bestimmte Zensurrechte vorbehalten. Ich halte den Versuch, in Communitys stärkere Kontrollen einzuführen, für eine Zensurmaß;nahme, die die Meinungsfreiheit gefährdet“, sagt Hans Zeger, Obmann der Arge Daten. Soziale Netzwerke wie Facebook, MySpace & Co dienten hauptsächlich der Selbstdarstellung. Niemand dürfe ernsthaft glauben, dass die Online-Profile die Realität widerspiegelten.

Sich beispielsweise unter dem Namen Barack Obama anzumelden und als Fan zu outen, müsse grundsätzlich möglich sein. „Erst wenn tatsächlich ein nachteiliger Namensmissbrauch erfolgt ist, der zur Rufschädigung führt, muss und soll der Betreiber schnellstmöglich reagieren und dem Fall nachgehen“, meint Zeger. Vorweg Kontrollmaß;nahmen zu setzen, widerspreche der freien Meinungsäuß;erung.

Auch von anderen Seiten kommt Kritik an Facebooks neuen Nutzungsbedingungen. So bemängelt etwa der Blogger Rax Lakhani, dass das Unternehmen nur halbherzig vorgehe. Denn das Anlegen von Profilen für Dritte werde zwar untersagt, Fanseiten für Markenprodukte oder Prominente durch private Nutzer seien aber trotzdem erlaubt. Facebook rechtfertigt dies damit, dass die Unternehmen in der Regel dankbar über diese Art von viralem Marketing seien und nur dann gegen die betreffenden Fanseiten und Gruppen vorgegangen werde, wenn es Beschwerden seitens der Firmen gebe.

An dieser Stelle wiederum führt Zeger einen weiteren Kritikpunkt an. „Gerade wenn es um tatsächlichen Missbrauch geht, wird von den Betreibern in der Regel noch nicht zufriedenstellend gehandelt.“ Oft seien die Kontaktmöglichkeiten unzureichend oder der Prozess bis zur Löschung von beanstandeten Profilen zu langsam. „Bei der Ausforschung von Einzeltätern muss eine bessere Zusammenarbeit erfolgen. Gerade hier gibt es nach wie vor Defizite“, so Zeger.

Info: http://www.facebook.com

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Dank größerer Offenheit der Systeme und der Verwendung der Cloud können ECM-Lösungen und Dokumentenmanagement-Systeme künftig besser in systemübergreifende Geschäftsprozesse eingebunden werden. Durch die Integration der Lösungen und die Automatisierung von Prozessen wird die tägliche Arbeit der Anwender erleichtert.
Die zunehmend digitalisierte Welt hat zu einem Wandel des Kaufverhaltens geführt. E-Commerce erfreut sich im Zuge dessen wachsender Beliebtheit, stationäre Händler sehen sich hingegen benachteiligt. Gastautor Marian Wurm von Löwenstark Online-Marketing erläutert, wie der stationäre Handel den ROPO-Effekt durch Online-Marketing nutzen kann.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fashion commerce

Wann jetzt handeln gefragt ist

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.