Fachkräftemangel beeinflusst Unternehmensentwicklung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
arbeitssituation_03

Die in Deutschland tätigen Managementberatungs-Unternehmen erwarten für das laufende Jahr mit im Durchschnitt über 10 Prozent ein ähnlich hohes Umsatzwachstum wie 2010. Das sind Aussagen aus der aktuellen Lünendonk-Studie 2011 „Führende Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland“.   


Das Umfeld hat sich jedoch deutlich verändert. War die „aktuelle wirtschaftliche Situation“ mit Blick auf die Folgen der internationalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise im Frühjahr 2010 noch als die mit Abstand stärkste Behinderung für die Entwicklung und den Erfolg des Unternehmens bezeichnet worden, ist dies im laufenden Jahr eindeutig der „Mangel an Fachkräften“, der seinerzeit noch überhaupt keine Restriktion dargestellt hatte. 72 Prozent der an der Lünendonk-Befragung teilnehmenden Managementberatungs-Unternehmen fühlen sich aktuell durch den Fachkräftemangel „sehr stark“ oder „stark“ behindert.


Antizyklische Personalpolitik in der Krise


Dabei hatten die Beratungsunternehmen durch eine antizyklische Personalpolitik vorgesorgt. Nachdem die bis Mitte 2008 stabile Branchenkonjunktur im Beratungsgeschäft zu Engpässen auf dem Berater-Arbeitsmarkt geführt hatte, wurde 2009 die Tendenz bei den Beratungsunternehmen sichtbar, trotz sinkender Auslastung möglichst viele Mitarbeiter über die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hinweg zu halten.


Als Folge war das durchschnittliche Wachstum der Gesamtmitarbeiterzahlen von 9,9 Prozent im Jahr 2010 niedriger als die durchschnittliche Gesamtumsatzveränderung (13,8 Prozent) der betreffenden Gesellschaften, da die Auslastung des Personals im Vergleich zum Vorjahr gestiegen war.


Basis-Ausbildung, Alter und Frauenanteil der bei den Teilnehmern beschäftigten Berater kennzeichnen den Personalbedarf der Managementberatungs-Unternehmen. Über die Hälfte der Berater (53 Prozent ) hat ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert. Ein knappes Fünftel hat Ingenieurswissenschaften studiert. Jeweils 10 Prozent weisen Abschlüsse in Naturwissenschaften oder in Informatik auf. Sonstige Ausbildungsrichtungen erreichen 8 Prozent. Hier wurden mehrfach Psychologie, Jura und Sozialwissenschaften genannt.


Zwar besagt im Beratungsgeschäft die Grundausbildung eines Beraters meist nicht, dass er auch heute eine entsprechende Tätigkeit ausübt. Aber durch die große Zahl der betroffenen Mitarbeiter bilden diese Zahlen eine gewisse Richtschnur für die Nachfrage am Arbeitsmarkt.


Nach dem Durchschnittsalter der Berater in ihren jeweiligen Unternehmen befragt, ergibt sich über alle an der aktuellen Lünendonk-Studie teilnehmenden Beratungsunternehmen hinweg ein Alter von 37 Jahren. Die Extremwerte betragen 48 und 28 Jahre, jeweils als Durchschnitte bestimmter Unternehmen.


Ein beträchtliches Reservoir für das Beratungsgeschäft stellen weibliche Arbeitskräfte dar. Über alle Teilnehmerunternehmen gerechnet ergibt sich aber nur ein durchschnittlicher Anteil weiblicher Berater von 21 Prozent.


 Berater-Fluktuationsraten liegt über 10 Prozent


Lünendonk fragte bei der aktuellen Studie nach der augenblicklichen Fluktuationsrate bei den Beratern. Wie viel Prozent machen die Austritte gemessen an der Anzahl der Berater aus? Die Verteilung der Quoten zeigt einen relativ gleichmäßigen Verlauf mit einem Höhepunkt bei 10 Prozent. Der Mittelwert (10,7 Prozent ) liegt ebenfalls in diesem Bereich. Allerdings ist die Fluktuationsrate bei den zehn umsatzstärksten Beratungsunternehmen (Top 10) mit 14,3 Prozent deutlich höher, was auch mit der Personalpolitik der großen Beratungsunternehmen (up or out) zusammenhängen mag.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

„Er ist online – also verkauft er!“ Was einst für zahlreiche Online-Shops galt, trifft heute nur noch auf einige wenige große Handelsgeschäfte und Marken mit ihrem Online-Shop zu. Denn nur online zu sein, reicht für den Erfolg im Versandhandel längst nicht mehr aus. Wer bei Google nicht auf Seite eins steht, der ist quasi schon aus dem Rennen. Denn es gilt: Sichtbarkeit ist der Schlüssel zum Kunden. Um den Aufwand für Händler zu verringern, bieten bereits einige Softwarehersteller mit Automatismen bei der Artikel-Pflege effektive Lösungen.
Werbung

Nichts mehr verpassen!

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.