Fallbeispiel: Im Brandfall schnell alarmiert

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Fallbeispiel: Im Brandfall schnell alarmiert

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Stadt Marburg erneuert ihr Feuermeldesystem unter Nutzung modernster Übertragungstechnik.

Berühmt ist sie für ihre mittelalterlichen Bauten, das 800 Jahre alte Schloss, die renommierte Universität – Marburg an der Lahn bietet historisches Flair und moderne Lebensart. Der Schutz der alten Gemäuer und der neuen städtischen Gebäude war allerdings bis vor kurzem eher antiquiert: Das Brandmeldesystem stammte aus dem Jahr 1920. Aufgrund wiederholter Erweiterungen war das System über die Jahre zum einen veraltet, zum anderen sehr unübersichtlich und kompliziert in den Abläufen geworden. So arbeiten innerhalb der einzelnen Gebäude nicht nur Brandmeldeanlagen, sondern auch zahlreiche andere autarke technische Einrichtungen der Gebäudetechnik, u. a. Heizungsanlagen, Lüftungsanlagen, Klimaanlagen, Sicherheitsbeleuchtungsanlagen und Rauch-Wärme-Abzugsanlagen, die im Störungsfall vor Ort eine Meldung abgeben.

Neben den komplizierten Abläufen waren auch die Kosten des alten Systems durch die Vielzahl der Telefonanschlüsse unverhältnismäßig hoch. So hatten Einbruchmeldeanlagen eigene analoge Rufnummern für die Weiterleitung von Alarm- und Störmeldungen an zentrale Stellen; es gab Heizungsanlagen mit Modems und eigenen Telefonanschlüssen, auch die Stromzähler der Stadtwerke hatten eigene Telefonanschlüsse. So kam es oft vor, dass innerhalb eines einzigen Gebäudes bis zu 15 Telefonanschlüsse für die technischen Anlagen vorgehalten wurden.

Zentrale Steuerung statt dezentraler Unübersichtlichkeit

Um dies zu ändern und den Brandschutz effizienter, funktionaler und kostengünstiger zu gestalten, wurde 2004 beschlossen, das alte, dezentrale System im Rahmen eines flexiblen Alarmierungskonzeptes zentral handhabbar zu machen. Die Planung und Konzeption übernahm die auf Planung, Beratung, Ausschreibung und Bauleitung von Mittelspannungs- und Niederspannungsanlagen, Beleuchtungstechnik, Sicherheitstechnik, Gebäudeautomation, Netzwerktechnik und Brandschutz in elektrischen Anlagen spezialisierte ELTPLAN Elektro-Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH.

Zur Schaltung der vorhandenen 77 Brandmeldeanlagen der städtischen Gebäude über einen neuen, einheitlichen Übertragungsweg auf die Leitstelle der Feuerwehr bedurfte es einer ausgereiften Übertragungslösung. So musste die Übertragung von Feueralarmen auf gesicherten Übertragungswegen zur Feuerwehr sowie zu anderen Entscheidungsträgern gewährleistet werden, und eine Einbindung der Systemtechnik in die Leitstellentechnik des Gefahrenabwehrzentrums war notwendig. Zudem war die Bereitstellung von Modemanschlüssen für andere Betriebstechniken im Bereich der Haustechnik sowie die Ermöglichung einer Übertragung von Betriebs- und Störmeldungen an die Betriebsleitungen der Kommune und an Instandhaltungsfirmen nötig. Die wichtigste Anforderung war allerdings, dass die Überwachung der Systemtechnik zentral von einem Arbeitsplatz aus möglich ist.

Norbert Gundlach, Geschäftsführer der ELTPLAN GmbH: „Alle diese Anforderungen wurden in einem Pflichtenheft zusammengefasst, das als Grundlage für den anschließenden Auswahlprozess diente. Nach einer Vorauswahl erfolgte eine Systemprüfung der in Frage kommenden Hersteller-Produkte. Aus diesen Firmen stellten sich die Produkte der MS als die für den Anwendungsfall optimale Lösung dar.“ Der bayerische Entwickler und Hersteller von DIGIFON-Hard- und Software überzeugte dabei durch hohe Kompetenz der Firmenleitung, der Mitarbeiter und deren Projekteinbindung, der umfangreiche Erfahrungswert aus vergleichbaren Anwendungen und nicht zuletzt die Vielfältigkeit der Systemtechnik.

Komplexe Technik für stringente Abläufe

Bereits in 2004 erfolgte die Einführung der Module MSD 4000 als Empfangszentrale und der Übertragungsgeräte der Serie MSF 4010. Der Empfangscomputer MSD 4000 erkennt automatisch alle gängigen Meldungsformate und arbeitet mit allen Übertragungswegen. Alle Komponenten werden ständig überwacht, und auch bei einem Stromausfall arbeitet das Gerät 30 Stunden lang zuverlässig weiter. Die Übertragungsgeräte können über ISDN B-Kanal, ISDN D-Kanal für Standleitungen, Mobilfunk D- und E-Netze, Netzwerk und Internet genutzt werden – in Marburg entschied man sich aufgrund der technischen Voraussetzungen für die ISDN-Variante. Wird die angekündigte Umstellung der Telekom vom ISDN Festnetz auf das neue NGN Netz (IP Übertragung) erforderlich, ist diese beim eingesetzten Übertragungsgerät MSF 4010, durch nachrüsten eines Netzwerkmoduls, leicht zu realisieren. Die Geräte unterstützen 42 Alarmierungsformate, Schnittstellen gibt es zu Leitstellen- und Visualisierungssoftware, Zutrittskontrollanlagen, Brandmeldeanlagen, Gebäudeleittechniken, Personenrufanlagen und Telefonanlagen. Damit erfüllen die Systeme der MS-AG alle Anforderungen der Planer und „sind vor allem im Hinblick auf die weitere Optimierung anderer Systeme in der Stadt sehr gut erweiterbar“, sagt Norbert Gundlach.

Die Einführung der neuen Lösung erfolgte rasch und stringent. Nach einer kurzen Schulungsphase konnten die beteiligten Mitarbeiter in Marburg das neue Alarmierungssystem in Betrieb nehmen. Seitdem laufen alle Systemkomponenten fehlerfrei – und die Mitarbeiter loben insbesondere die einfache Bedienbarkeit.

Auch die Planer sind mit der eingesetzten Lösung zufrieden. „Das ist eine kostengünstige und sehr vielfältige Produktidee. Alle Geräte entsprechen der neuesten Herstellernormierung – da sind andere Anbieter in Verzug“, sagt Norbert Gundlach. Allein der hohe Programmieraufwand und die dezentrale Pflege der Parametrierungen bei einem System mit vielen MSF 4010 seien noch optimierbar: eine zentrale Verwaltung insbesondere für die Rufnummernverzeichnisse würde Vorteile bringen.

Der Brandschutz in Marburg befindet sich damit heute auf dem modernsten Stand. Doch das Projekt geht weiter. Norbert Gundlach: „Seit diesem Jahr wird der Aufzugsnotruf installiert – und es kommen immer weitere Objekte hinzu.“ Auch für die Folgeprojekte sollen die Systeme der MS Mikroprozessor-Systeme AG genutzt werden. „Es gibt keine Veranlassung auf andere Hersteller umzusteigen. Neben den realisierten Projekten schreiben wir in unseren Neubauplanungen weiterhin nur die Produkte von MS aus.“

(Autor: Manfred Spiller, MS Mikriprozessor Systeme

Info: www.ms-ag.de

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