Fallbeispiel: Lenovo steigert Effizienz mithilfe von JDA

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Eine Plattform zu entwickeln und umzusetzen, die die internationalen E-Commerce-Aktivitäten unterstützt – das war der Auftrag von Lenovo an den Softwareanbieter JDA. Dem Computergiganten Lenovo ist es damit gelungen, die Effizienz in seinem globalen E-Commerce-Geschäft deutlich zu steigern: dank verbesserter Skalierbarkeit und erhöhter Verfügbarkeit seiner Website spart Lenovo jetzt jährlich rund 200 Mio. US-Dollar an Infrastrukturkosten, und der Gewinn kletterte um über 225 Prozent.

Als zweitgrößter Computerhersteller der Welt entwickelt und produziert Lenovo mit seinen rund 23.000 Mitarbeitern PCs, Laptops, Tablets und entsprechendes Zubehör für Kunden in 160 Ländern. Als Lenovo im Jahr 2003 die PC-Sparte von IBM übernahm, verfolgte das Technologieunternehmen damit zwei Ziele: zum einen hat der ursprünglich chinesische Konzern dadurch seine internationale Präsenz ausgebaut und zum anderen den eigenen Anspruch unterstrichen, hochwertige Computertechnologien zu entwickeln. Die Übernahme bildete die Basis für schnelles Wachstum: Ausgehend von seiner dominanten Marktstellung in China steigerte Lenovo den Umsatz von 13 Mrd. US-Dollar im Jahr 2006 auf 21 Mrd. US-Dollar in 2011. Aber die Übernahme brachte auch Herausforderungen mit sich: „Die Infrastruktur von IBM war für den E-Commerce nur begrenzt geeignet“, erinnert sich Ajit Sivadasan, Vice President und General Manager Global eCommerce bei Lenovo. „Was fehlte, war eine E-Commerce-Lösung, die wir weltweit skalieren konnten. Denn wir wollten einen konfigurierten Bestellprozess entwickeln, der sich durchgängig vom Kunden bis zum Backend erstreckt. Doch das nötige Know-how zur Umsetzung eines solch komplexen Prozesses haben nur wenige. Man muss die Wertschöpfungskette genau kennen“, so Sivadasan. Darum machte sich Lenovo 2003, direkt nach der Übernahme, auf die Suche nach einem Partner, der das Unternehmen bei dieser Herausforderung unterstützen konnte.

Eine zentrale Plattform

Der Evaluierungsprozess erstreckte sich über mehrere Monate. Zwei Teams in den USA und in China testeten eine Vielzahl von Softwarelösungen und beurteilten sie anhand eines ausgeklügelten Bewertungsverfahrens. Zuletzt kam neben JDA noch ein weiterer Anbieter in die engere Auswahl. Aber nach einer Pilotinstallation der Web-Commerce-Lösung von JDA war für Lenovo schnell klar: JDA ist der geeignete Partner für das anspruchsvolle Projekt. JDA ist der weltweit führende Lieferant innovativer Softwarelösungen für Supply-Chain-Management, Merchandising und Pricing-Excellence. „Wir waren schon nach kurzer Zeit davon überzeugt, dass JDA sehr schnell dazu in der Lage ist, die ineffiziente und kostspielige IT-Infrastruktur von IBM durch eine effizientere Lösung zu ersetzen“, erinnert sich Sivadasan. Hätte sich Lenovo für den Konkurrenten von JDA entschieden, wäre die vorbereitende Implementierung eines ERP-Systems nötig gewesen. „Wir hätten drei Jahre warten müssen, um mit der eigentlichen Supply Chain-Optimierung beginnen zu können“, erklärt Sivadasan. „So viel Zeit hatten wir nicht. JDA hat uns einen Weg gezeigt, wie wir eine E-Commerce-Plattform innerhalb weniger Monate etablieren, wie wir unsere Produktstruktur optimieren und wie wir unsere Lieferkette effizienter gestalten konnten – von der Herstellung bis hin zur Bestellung.“

Verbesserte Verfügbarkeit und Skalierbarkeit

Die Anforderungen, die Lenovo an JDA und die Softwarelösung stellte, waren hoch: Lenovo wollte mit einer Plattform die E-Commerce-Initiativen auf allen Kontinenten unterstützen. Daneben ging es darum, die Verfügbarkeit und Skalierbarkeit der Website zu verbessern, um Lastspitzen besser abzufedern. Zum Einsatz kommen darum zwei Softwarelösungen aus der JDA Lösungssuite: JDA Agile Business Process Platform (ABPP) und JDA Web Commerce. JDA ABPP stellt auf Basis von Webservices eine integrierte visuelle Umgebung für die Verwaltung von Datenmodellen, Businesslogiken, Workflows und Benutzerinteraktionen bereit und ergänzt so bestehende Enterprise-Plattformen. JDA Web Commerce ist ein skalierbares, regelbasiertes System, das erweiterte Preisauszeichnungsstrukturen unterstützt, wie etwa volumenbasierte Rabatte, Kundenrabatte, Verkaufsförderungsmaßnahmen und sonstige Möglichkeiten zur selektiven Preisauszeichnung. So lassen sich Fehler bei der Auftragserfassung reduzieren und Kaufprozesse im E-Commerce optimieren.

Einsatz in der Cloud

Wegen der begrenzten Kapazität seiner US-Rechenzentren betreibt Lenovo die Web Commerce-Lösung und die zugehörige Plattform in der JDA Private Cloud. Heute verwaltet JDA die gesamte Hardware-, Software- und Technologieinfrastruktur von Lenovo, die hinter JDA Web Commerce und JDA ABPP steht. Von den JDA Cloud Services, über die der Softwareanbieter seine umfassenden Dienstleistungen verfügbar macht, profitiert Lenovo gleich mehrfach: der Ansatz stellt die schnelle Bereitstellung von Plattform und Software sicher und minimiert gleichzeitig das Projektrisiko. Aufgrund der Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen hat sich die Investition schon nach kurzer Zeit amortisiert. „Wir arbeiten seit circa fünf Jahren daran, unser Backend zu verschlanken – ein gewaltiger Aufwand“, sagt Sivadasan. „Mit Unterstützung von JDA zahlen sich die Änderungen endlich aus, weil wir die Umstellung auf die neue Plattform auf Basis der Backend-Verschlankung schneller und einfacher durchführen konnten.“ Heute wird lenovo.com in einem amerikanischen JDA-Rechenzentrum gehostet. Die Website ist über die JDA-Plattform in 70 Ländern erreichbar. Sivadasan ergänzt dazu: „Über lenovo.com verkaufen wir unsere Produkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Irland, Kanada, den USA, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Japan, Australien und Neuseeland. Und JDA wickelt all diese Prozesse für uns ab.“

Schnelligkeit als Wettbewerbsvorteil

Dank JDA Cloud Services kann Lenovo seine Web Commerce-Lösung auf Basis von Kundenfeedback weiter optimieren. „E-Commerce setzt die Fähigkeit zur schnellen Anpassung voraus“, erklärt Global eCommerce Manager Sivadasan. „Für Großunternehmen ist es schwierig, bei der Entwicklung neuer Produkte agil zu sein und entsprechende Anpassungen an der Website schnell vorzunehmen. Wem dies am besten gelingt, der kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, so Sivadasan. Mit JDA Web Commerce ist es etwa gelungen, den Online-Kaufvorgang für die konfigurierbaren Technologieprodukte zu verbessern. „Unsere Ansprechpartner bei JDA waren auch hierbei ausgesprochen kompetent. Sie kennen unser Geschäft und sind immer an der bestmöglichen Lösung der Probleme interessiert.“

Höhere Verfügbarkeit und verbesserte Skalierbarkeit

Durch Unterstützung von JDA hat Lenovo seine großen Ziele erreicht: die Verfügbarkeit der Website ist gesteigert und ihre Skalierbarkeit verbessert. „Zum Evaluierungszeitpunkt lag die Verfügbarkeit unserer Website bei etwa 89 Prozent“, so Sivadasan. „Das heißt, wir konnten in elf von 100 Stunden keine Transaktionen durchführen. Das war ein gewaltiges Problem – von Umsatzeinbußen über unzufriedene Kunden bis hin zu Imageschäden. Dank JDA ist es uns gelungen, die Verfügbarkeit auf 99,5 Prozent und mehr zu verbessern.“ Auch in puncto Skalierbarkeit ist Lenovo heute viel besser aufgestellt: An Tagen wie dem Black Friday oder dem Cyber Monday – die Tage vor und nach Thanksgiving – werden die Systeme von Lenovo stündlich bis zu 20 mal stärker belastet. „Dank JDA hält unser System jetzt auch unvorhersehbaren Belastungen stand und fängt saisonale Spitzenlasten ab“, freut sich Sivadasan.

Mehr Verkäufe dank ausgereifter Prozesse

Für Lenovo hat es sich ausgezahlt, JDA Cloud Services zum Hosting von Technologieinfrastruktur, Hardware und Software sowie für die E-Commerce-Initiative zu nutzen. Die Umstellung von der IBM-Altinfrastruktur auf die JDA-Plattform hat viele Vorteile gebracht. Lenovo hat zum einen die Kosten und Risiken reduziert, die mit einer veralteten Infrastruktur einhergehen. Aufgrund der höheren Verfügbarkeit und der verbesserten Skalierbarkeit seines Onlineshops realisiert Lenovo jetzt aber auch jährliche Einsparungen in Höhe von etwa 200 Mio. US-Dollar. „Endlich müssen wir keine Mittel mehr aufbringen, um die Infrastrukturen anderer Anbieter nutzen zu können – ganz zu schweigen von den damit verbundenen Problemen“, so Sivadasan. „Betrachtet man die Entwicklung, ist uns ein gewaltiger Schritt nach vorne gelungen: unser Onlinehandel läuft extrem gut, und wir haben unser Geschäftsvolumen in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Je ausgereifter unsere Prozesse wurden, desto deutlicher wuchsen auch unsere Abschlussquoten.“

Zufriedene Kunden

Dank der verbesserten Prozesse im E-Commerce hat Lenovo seinen Umsatz um circa 100 Prozent und seinen Gewinn sogar um über 225 Prozent gesteigert. „Ganz gleich, ob Absatz, Umsatz oder Gewinn – bei allen wichtigen Kennzahlen wurden unsere Erwartungen aus E-Commerce-Sicht übertroffen“, sagt Sivadasan. Auch die verbesserte Kundenstimmung im E-Commerce lasse sich direkt messen: „Unser Kundenzufriedenheitsindex verdeutlicht, dass wir sehr gute Arbeit geleistet haben und unsere Kunden zufrieden sind. Das ist angesichts der hohen Erwartungshaltung im E-Commerce nicht selbstverständlich. Dass wir von Werten im unteren 60er-Bereich auf hohe 70er-Werte und in einigen Ländern sogar auf 80er-Werte kommen, ist eine klare Bestätigung für die Tatsache, dass der Einkauf bei lenovo.com einfacher geworden ist. Uns ist es gelungen, das Einkaufserlebnis spürbar zu verbessern.“ Trotz Optimierung gibt es noch einiges zu tun. Bisher ist der Umstellungsprozess auf die neue JDA-Plattform zu etwa 60 Prozent abgeschlossen – in einigen Ländern ist Lenovo noch immer an die Altsysteme angebunden. Der Ausblick von Sivadasan: „Sobald wir die ineffizienten Backends abgekoppelt haben, werden wir das neue JDA-System in weiteren Ländern einsetzen. In den kommenden drei bis fünf Jahren wollen wir unsere E-Commerce-Präsenz auf 20 Länder ausbauen.“ JDA macht es möglich.

 

 

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