Fallbeispiel: Merlin Furniture Designerprodukte aus der Cloud

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wolke

Merlin Furniture bietet in fünf Ländern günstige Designerprodukte ausschließlich über einen klassischen Web-Shop. Neben der logistischen Herausforderung mit kurzen Lieferzeiten spielt auch die attraktive Onlinepräsentation der Waren eine große Rolle. Nur eine anspruchsvolle IT-Lösung von Qurius bestehend aus Microsoft Dynamics NAV, dem PIM-System Perfion und einem individuell  konfigurierten Webshop, erfüllte die hohen Anforderungen des noch  jungen Unternehmens. 


Die Merlin Furniture Limited hat ihren Sitz in London und das aus gutem Grund. Das Unternehmen bietet hochwertige Designerprodukte, deren Designschutz in England schon nach 25 Jahren abläuft, während es in der EU 90 Jahre sind. Zu den Designerstücken zählen Werke von Charles Eames oder Mies van der Rohe. Die Produkte sind als Bauhausstil oder Barcelona-Möbel bekannt geworden. „Mit den hohen Lizenzabgaben sind die Preise heute aber nicht mehr zeitgemäß“, weiß Ralf Fröhlich, CEO von Merlin Furniture. Er kam vor knapp zwei Jahren zusammen mit einem Partner auf die Idee, ein Unternehmen zu gründen, das Designermöbel als Replikate wesentlich früher dem internationalen Markt zugänglich macht – und das zu bezahlbaren Preisen.  Neben Tisch- und Sitzmöbeln umfasst das Lieferspektrum heute auch verschiedene Beleuchtungsartikel und Accessoires.


Die Produkte werden in fünf Ländern über einen Webshop vertrieben. Um die Gesetzesvorschriften einzuhalten, geht die Lieferkette immer über ein Umschlaglager in Felixstowe, wo englische Spediteure und andere Versanddienstleister die Ware übernehmen, um sie weiter an die Endkunden in den verschiedenen Ländern zu liefern. Alle Artikel werden ausnahmslos in China hergestellt, „teilweise bei denselben Lieferanten wie die Originalware“, verrät Ralf Fröhlich. Das Konzept funktioniert aber nur, wenn die gleiche Qualität zu sehr günstigen Preisen gefertigt wird und das Ganze logistisch so optimiert ist, dass der Kunde die Ware innerhalb einer üblichen Lieferfrist von 8 bis 12 Wochen bekommt. Dabei  beträgt der Seeweg schon mehr als 6 Wochen.


Die Materialwirtschaft muss flexibel sein


Auf der Suche nach einem leistungsfähigen IT-Partner stieß Ralf Fröhlich auf Qurius. Er erarbeitete mit den Beratern eine vollständig integrierte Lösung  mit Microsoft Dynamics NAV als Kernsystem, einem individuell konfigurierten Webshop und einem Produktinformationsmanagementsystem für die Artikelspezifikationen. „Für uns war es wichtig, dass wir eine größtmögliche Flexibilität in der Materialwirtschaft erzielen, um auch schnell neue Lieferanten einzubinden. “ Aus theoretisch mehr als 10.000 Unternehmen in China, die solche Produkte oder zumindest Komponenten herstellen können, suchen zwei Furniture Scouts die am besten geeigneten Lieferanten aus und überprüfen diese kontinuierlich. Da sich die Unternehmen sehr stark spezialisiert haben, kommen für einen Artikel je nach Art und Ausführung ganz verschiedene Lieferanten zum Zuge. „Die Synchronisation der komplexen Beschaffungs- und Fertigstellungsprozesse ist der entscheidende Punkt für die Einhaltung von Lieferterminen“, erklärt Ralf Fröhlich. Microsoft Dynamics NAV unterstützt genau diese Anforderungen. Da die Ware schon verkauft wird, wenn sich die Container mit den Endprodukten noch auf hoher See befinden, muss das IT-System auch Dispositionen aufgrund von Historiendaten, Forecasts und Trendeinschätzungen ermöglichen. Wenn die Planung gut war, profitieren andere Käufer davon, dass Teilprodukte schon am Umschlaglager verfügbar sind und dann in der bestellten Artikelvariante schneller ausgeliefert werden können.


Moderne Produktpräsentation verkauft mehr


Um überhaupt hochwertige Ware über einen Webshop verkaufen zu können, muss die Präsentation heutzutage mehr bieten als reine Bild- und Textinformationen. „Um ein Artikelblatt als PDF zum Download anbieten zu können und Produkte in 3D nach einem aufwändigen Rendering darzustellen oder zukünftig sogar per Videoclip zu präsentieren, haben wir die Verwaltung des Webshops über ein Content-Management-System organisiert“, sagt Ralf Fröhlich. Dahinter verbirgt sich das mächtige Produktinformationsmanagementsystem Perfion, das von Qurius ausgewählt wurde und sowohl mit Microsoft Dynamics NAV als auch mit dem Webshop vollständig integriert wurde. Perfion bietet neben der medienneutralen Datenhaltung auch Texte gleich in mehreren Sprachen.


Die Übersetzung geschieht zwar nach wie vor in einem Übersetzungsbüro, aber die Begriffe und Texte lassen sich ohne großen Aufwand über eine Excel-Tabelle zurückschreiben. Fertig ist die internationale Version des Webshops. Die Verwaltung der gesamten Anwendung sollte extrem einfach sein, denn Merlin Furniture besteht inklusive Geschäftsführung und den zwei chinesischen Furniture Scouts aus insgesamt nur sechs (!) Mitarbeitern. Das war auch der Grund, warum Merlin nach einem IT-Partner suchte, der dieses komplexe Projekt in einem Zeitrahmen von zehn Monaten zum Abschluss bringt und dabei die eigenen Mitarbeiter nur wenig belastet. Zwischen den Systemen waren etliche Schnittstellen zu realisieren, um den Informationsfluss durchgängig zu gestalten. Des Weiteren hatte Merlin Furniture auch noch spezifische Wünsche: So integrierte Qurius unter anderem eine OP Plus-Anwendung. Das Zusatzmodul dient dazu, die offenen Posten mit den Kreditkartenzahlungen abzugleichen. Das Einlesen geschieht jetzt vollautomatisch, alle Zahlungseingänge werden mit den Kundenkonten verrechnet. Nur bei Unstimmigkeiten ist noch ein Eingreifen nötig.


Automatisierung entlastet Mitarbeiter


Die Mitarbeiter werden so von Routine-Aufgaben entlastet und haben mehr Zeit für strategische Absatzplanungen, die Koordinierung der Liefertermine oder die Optimierung des Produktangebotes. Dafür werden regelmäßig Renner-/Penner-Analysen durchgeführt und die Customer Retention-Rate ermittelt. „Kunden möchten einen bestmöglichen Service bekommen“, sagt Ralf Fröhlich. Deshalb können sie sich rund um die Uhr in ein Portal einwählen, um den Status ihrer Bestellung zu sehen. Logistik-Dienstleister können sich über das gleiche Portal über die unterwegs befindlichen Containerlieferungen informieren, um so  die Transportaufträge frühzeitig zu planen. Des Weiteren ist ein Lieferantenportal in Vorbereitung, worüber zukünftig alle Einkaufsbestellungen laufen sollen. Lieferanten können hierüber Angebote abgeben, Aufträge bestätigen und vor allem die voraussichtlichen Liefertermine eintragen.  So wird die Auftragsverfolgungszeile kontinuierlich von den Partnern aktualisiert.  „Wir haben eine Flut von Ideen, die wir noch umsetzen wollen“,  bestätigt Ralf Fröhlich. „Das Produktprogramm wird sich zukünftig auch nicht nur auf Replikate beschränken, denn die Chinesen sind sehr innovativ.“ Die gesamte Anwendung wird heute bei einer Firma in England in einer Cloud gehostet. Sie ist darauf ausgelegt, dass sich gleichzeitig bis zu 100.000 Anwender im Webshop bewegen können, ohne dass die Performance leidet. „Amazon für China“, das möchte das junge Unternehmen am liebsten schon morgen sein.     

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