Fallbeispiel: Sechs Versandhändler – ein LFS

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ab_duttenhofer_-_lageransicht

Von Objektivfiltern und Digitalkameras über Druckergeräte bis zu 75-Zoll-Fernsehern: Als Groß- und Onlineversandhändler für Foto,  Unterhaltungselektronik und Multimedia bearbeitet die Duttenhofer- Gruppe täglich tausende Aufträge unterschiedlichster Art. Eine hohe Warenverfügbarkeit muss dabei genauso gewährleistet sein wie die pünktliche Auslieferung der sensiblen Waren.


Sprich: Eine effiziente Lagerlogistik ist der entscheidende Erfolgsfaktor. Um den hohen Aufwand für die papiergestützte Kommissionierung zu reduzieren und die Lagerbestände exakt nachzuvollziehen, entschied sich Duttenhofer für die Implementierung des Lagerführungssystems LFS von Ehrhardt + Partner (E+P). Zusammen mit den ebenfalls von E+P gelieferten mobilen Datenterminals (MDE) kann der Handelskonzern ab sofort mit gleichem Personalbestand einen erhöhten Lagerdurchsatz und eine hohe Bestandssicherheit gewährleisten.


Sechs Versandhandelsunternehmen aus den Bereichen Distribution sowie Groß- und Einzelhandel sind unter dem Dach der Duttenhofer- Unternehmensgruppe vereint. Jeder der sechs Versender präsentiert sich mit einem eigenen Internetshop. Endverbraucher kennen Duttenhofer beispielsweise durch technikdirekt.de. „Von Einstückaufträgen für Privatpersonen bis hin zu vollgepackten Paletten für die Distribution – in unseren Onlineshops gehen täglich die unterschiedlichsten Aufträge ein“, erklärt Peter Roßhirt, Unternehmensbereichsleiter EDV bei Duttenhofer. „Wie im E-Commerce üblich, garantieren auch wir unseren Kunden eine 24-Stunden-Lieferung. Eine funktionierende Lagerlogistik ist dafür absolut notwendig. Deshalb haben wir uns in unserem Logistikzentrum in Dettelbach für die Einführung des Lagerführungssystems LFS entschieden.“


Ein LFS für sechs Versender


Vor der LFS-Einführung verwaltete Duttenhofer in dem 10.000 m² großen Lager über 20.000 Artikel für die sechs Versender mit papiergebundenen Belegen. Anhand von gedruckten Kommissionierlisten wurden alle Warenbewegungen manuell durchgeführt – ein zeitraubender Prozess, der eine Kontrolle der richtigen Lagerplatzzuweisung sehr aufwändig machte. Seit der Implementierung von LFS wird der gesamte Material- und Informationsfluss im Duttenhofer-Logistikzentrum zentral und wegeoptimiert gesteuert. „LFS ist sowohl konzern- als auch mehrmandantenfähig. Deshalb konnten wir sämtliche Anforderungen von Duttenhofer optimal erfüllen“, erläutert Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter von E+P. „Mithilfe der Lagerführung lassen sich alle Aufträge der Unternehmensgruppe termingerecht und mit höchster Genauigkeit bearbeiten. Heute steht alles pünktlich zum Abtransport bereit und eine Auslieferung innerhalb weniger Stunden ist gewährleistet.“


Optimierte Lagerhaltung in vier Lagerbereichen


Das Zentrallager ist in vier Bereiche aufgeteilt. Der Fachbodenbereich mit 44.000 Stellplätzen und 13 Gassen wird als reines Kommissionierlager genutzt. Bevorratet werden hier häufig nachgefragte Artikel, wie beispielsweise Kameras, Fotozubehör oder Speicherkarten. Zwei weitere Bereiche bieten Platz für insgesamt 10.000 Palettenstellplätze. In einem Block- und einem Hochregallager werden sortenreine und Mischpaletten aufbewahrt. Sie dienen sowohl als Kommissionier- als auch als Vorratslager. Im vierten Bereich lagern Retourenware und solche Artikel, die seltener nachgefragt werden. „Die Bezeichnungen der Lagerbereiche konnten wir problemlos in LFS übernehmen“, erklärt Peter Roßhirt. „Das war natürlich ein großer Vorteil, denn wir mussten uns nicht komplett neu orientieren.“


Zweistufige Kommissionierung


Um die Waren aus den vier Lagerbereichen schnell und sicher zu Aufträgen zusammenzuführen, kommissioniert Duttenhofer in einem zweistufigen System, der sogenannten Grob- und Feinkommissionierung. In einer ersten Stufe, der Grobkommisionierung, werden verschiedene Artikel für mehrere Aufträge beispielsweise aus dem Palettenlager entnommen und auf einer leeren Palette an einem zentralen Lagerplatz zwischengelagert. Im zweiten Schritt, der Feinkommissionierung, erfolgen die Aufteilung und die Zusammenführung der zwischengelagerten Artikel auf die einzelnen Aufträge. „Bestellt ein Kunde beispielsweise einen neuen Drucker und eine Druckerpatrone oder eine Kamera und eine Speicherkarte, so können solche zweigeteilten Aufträge mithilfe von LFS heute schneller und zielsicherer zusammengeführt werden“, erläutert Markus Linkenbach, zuständiger Projektleiter von E+P. „LFS weist den Artikeln einen exakten Lagerplatz für die Zwischenlagerung zu. Im Vergleich zum vorherigen, papiergebundenen Kommissionieren wird der Lagermitarbeiter direkt zur Ware geführt – Bearbeitungszeit und Fehlerquote verringern sich dadurch erheblich.“ Nach der LFS-gesteuerten Kommissionierung gelangt die verpackte Ware auf eine halbautomatische Packstraße und wird zum Warenausgang befördert. Seit der LFS-Einführung realisieren die Kommissionierer so bis zu 1.200 Einlagerungen, 2.000 Umlagerungen und 12.000 Auslagerungen pro Tag.


MDEs unterstützen die Lagerlogistik


Insgesamt sind im Lieferumfang 50 MDEs von E+P enthalten. Entnahmen werden auf dem MDE bestätigt, Fehlmengen direkt eingegeben und an das Lagerführungssystem übertragen. So lassen sich zu jeder Zeit der aktuelle Lagerbestand und der Auftragsstatus verfolgen. Sechs Staplerterminals ergänzen die neue Hardwareausstattung des Lagers. Mit ihnen werden die Stapler von Duttenhofer heute wegeoptimiert durch die Gänge des Hochregallagers geführt. Im Bereich der Fachbodenregale setzt Duttenhofer darüber hinaus rund 300 ebenfalls wegeoptimiert geführte Transportwagen für das Multi-Order-Picking ein. Um sich das erforderliche Know-how für den Umgang mit den neuen MDEs anzueignen, erhielten sechs Mitarbeiter des Lagerleitstands eine Schulung im E+P-eigenen Schulungszentrum in Boppard. Diese gaben im Anschluss ihr erworbenes Wissen an die übrigen Lagermitarbeiter weiter. „Dieses Train-the-Trainer-Konzept verfolgen wir bei E+P seit Jahren sehr erfolgreich“, erläutert Marco Ehrhardt. „Ziel ist es, den Mitarbeitern unserer Kunden das erforderliche Know-how schnell und effizient zu vermitteln und ihnen dadurch zukünftig ein hohes Maß an Selbstständigkeit in ihrer Lagerverwaltung zu ermöglichen.“


Überzeugende Ergebnisse


„Auf der Suche nach einer Standardsoftware hat uns E+P die beste Lösung und Beratung angeboten“, resümiert EDV-Leiter Roßhirt. „LFS ist ein durchgängiges System, das alle Lagerbewegungen vom Wareneingang über den Materialfluss bis zum Warenausgang steuert. Das hat uns überzeugt.“ Seit der Umstellung profitiert Duttenhofer von höheren Durchsatzzahlen bei gleicher Mitarbeiterzahl, von schnelleren Lagerprozessen sowie einer exakten und transparenten Bestandsführung. Darüber hinaus werden sowohl die Mitarbeiter als auch die eingesetzten Stapler wegeoptimiert durch das Lager geführt. Alle Transporte werden lückenlos vom System registriert. „Zusätzlich gestaltet sich die Inventur für uns mit LFS nun wesentlich einfacher“, so Peter Roßhirt. „Sogar eine Stichprobeninventur ist möglich. Davon profitieren wir mit unserem breiten Artikelspektrum enorm.“


Während der Inbetriebnahme von LFS war es für Duttenhofer möglich, rund zwei Drittel seiner Waren auszuliefern. Die Umstellung auf den Echtbetrieb verlief trotz Einsatz der neuen Technik problemlos. Peter Roßhirts Fazit: „Der Support durch Ehrhardt + Partner war sowohl vor als auch während der Umstellung sehr gut – alle Termine wurden eingehalten. Und noch heute ist sofort jemand zur Stelle, wenn wir beispielsweise kleinere Umprogrammierungen vornehmen möchten.“


Kontakt zum Unternehmen: www.ehrhardt-partner.com


 


 


 

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