Fallbeispiel: Volkswagen Zubehör: Nicht nur verkaufen, auch vermitteln

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VW Zubehör bindet mit E-Shop auf IBM WebSphere Commerce Basis Händler mit ein: Ob Sonnenrollos für die Seitenscheiben, Sicherheits-Fahrradträger oder ein perfekt ins Handschuhfach passender iPod-Adapter: Original-Zubehör lässt das eigene Auto gleich viel besser aussehen.

Unter www.volkswagen-zubehoer.de bietet Volkswagen einen E-Shop, der nicht nur das gesamte Sortiment listet, sondern auch die VW-Partner vor Ort einbindet. So kann sich der Käufer, die Ware schicken lassen oder beim Händler in der Nähe abholen beziehungsweise gleich dort einbauen lassen – eine Neuheit in der Automobilindustrie. Die Grundlage dafür bildet IBM WebSphere Commerce Version 6.

Die Volkswagen Zubehör GmbH vermarktet mit mehr als 200 Mitarbeitern ein Sortiment von über 8.000 Zubehörteilen weltweit über die Volkswagen Partner. Die technische Entwicklung der Produkte erfolgt in Werksnähe in Wolfsburg. Volkswagen Zubehör bietet neben den gängigen Zubehörprodukten auch zeitgleich zu jeder Einführung neuer Modelle Produktideen. Für Volkswagen Original Zubehör gelten besonders hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards: Durch die enge Zusammenarbeit mit der Volkswagen AG ist das Unternehmen anderen Zubehörlieferanten einen entscheidenden Schritt voraus, was Passgenauigkeit, Wertbeständigkeit und Funktionalität betrifft.

Veralteter, unflexibler Web-Shop

Die frühere Internetpräsenz von Volkswagen Zubehör umfasste neben der Zubehör-Seite noch weitere Web-Auftritte, wie beispielsweise Volkswagen Bikes und Volkswagen Telecom. Über sie konnte sich der interessierte VW-Fahrer entweder über hochwertige Zweiräder oder Handys im VW-Design vorab im Netz informieren. Zum Kaufen musste er allerdings den nächsten Volkswagen Händler aufsuchen – einen Schritt, den mancher der Interessierten allerdings nicht mehr unternommen hat.

Zudem kam, dass der frühere Web-Shop unflexibel und daher nur sehr aufwändig aktualisiert werden konnte. Anfang 2007 starteten die ersten konzeptionellen Überlegungen zu einem neuen Webauftritt mit erweiterter Funktionalität.

Dieser sollte nicht nur die obligatorischen Produktfotos und Informationen liefern, sondern auch die Möglichkeit zum sofortigen Kauf bieten. Soweit, so normal der herkömmliche E-Shop. Doch VW Zubehör wollte einen Schritt weitergehen und die Vertriebspartner mit einbinden. Neben der Möglichkeit Zubehör für den spezifischen Fahrzeugtyp oder auch Lifestyle-Accessoires wie Uhren oder Modellautos, Schlüsselanhänger oder Bekleidung zu bestellen und sich direkt nach Hause schicken zu lassen, sollte auch die Kontaktaufnahme mit dem Händler vor Ort direkt aus dem E-Shop möglich sein. Eine praktische Sache, vor allem, wenn das ausgewählte Produkt ins Auto eingebaut werden muss und der Käufer somit gleich einen Termin mit der Werkstatt ausmachen möchte.

Anforderungen an Auftritt und Software

In einem Lastenheft legte das Projektteam bei Volkswagen Zubehör fest, welche Voraussetzungen gegeben sind und welche Bedingungen erfüllt sein müssen. Als wesentlicher Punkt wurden die offenen Schnittstellen festgehalten, um die neue Plattform reibungslos in die unternehmensweite IT einbinden zu können. Zur Realisation des Projektes wurde die Agentur db-bermondi aus Lehre-Wendhausen hinzugezogen.

Der Spezialist für digitale Medien und E-Commerce stellte ein stimmiges Gesamtkonzept für den E-Shop vor. Ziel war es vor allem, sich nicht nur auf den Onlineverkauf zu beschränken, sondern vor allem auch die Vertriebspartner zu unterstützen. Christa Goede, Spezialistin für Online-Kommunikation und Public Relations bei Volkswagen Zubehör am Hauptsitz in Dreieich bei Frankfurt dazu: “Volkswagenfahrer gibt es viele. Und viele langjährige. Aber nicht alle finden immer den Weg zu ihrem Volkswagen Partner, wenn sie individuelles Zubehör wünschen oder sich einfach informieren möchten. Über die neue Webseite wollen wir auch diejenigen erreichen, die nicht regelmäß;ig die Ausstellungsräume beim Händler besuchen.”

Der neuen Präsenz musste eine Software zu Grunde liegen, die sich erstens bereits in der Branche bewährt hat und dessen Anbieter auch bei einem internationalen Roll-Out Unterstützung geben kann. Das Team von db-bermondi schlug daher in seinem Pitchangebot IBM WebSphere Commerce Version 6 als Grundlage vor, eine Middleware-Plattform für die nahtlose Integration von Vertriebskanälen, Prozessen und Systemen.

Eine Entscheidung, die bei VW Zubehör höchste Zustimmung fand: “Bei IBM können wir uns auf einen namhaften Anbieter verlassen, der die Software permanent weiterentwickelt”, betont Christa Goede.

Realisation in fünf Monaten

Innerhalb von nur fünf Monaten wurde der neue Web-Auftritt in Typo3 mit der Shop-Lösung realisiert. Das SAP ERP-System wurde angebunden und ermöglichte damit den Datenzugriff auf die Lagerbestände. Im November 2007 schaltete VW Zubehör schließ;lich die Web-Seite im aktuellen Corporate Design online. Christa Goede zum Erfolg des Online-Portals: “Wir sind sehr zufrieden: Die Zugriffszahlen haben sich signifikant verbessert, was sich auch in einer Absatzsteigerung bei den Händlern zeigte.” Diese neue Art der Kaufanbahnung und Händlerintegration – ein Novum in der Automobilbranche – ist von den Kunden gut angenommen worden.

Doch statt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, denkt Christa Goede an die Zukunft: “Durch die Vielfalt der Basisfunktionalität halten wir uns alle Optionen für künftige Entwicklungen offen.” Verkaufsaktive Elemente können mit Rücksicht auf Corporate-Design-Regeln oder Vertriebsstrukturen schnell und flexibel eingebunden werden. Auch eine europaweite oder sogar weltweite Einführung ist angedacht. Die Mehrsprachenfähigkeit der Plattform unterstützt diese Pläne und mit IBM steht auß;erdem ein weltweiter Partner im Rücken.

Bis es soweit ist, wird permanent die Benutzerfreundlichkeit des E-Shops verbessert, Optimierungen lassen sich schnell ausführen. “Im Vergleich zu unserer früheren Shop-Lösung ist dies ein Quantensprung. Änderungen, die wir vorschlagen, können von unserer Agentur innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden”, so Goede. Dementsprechend positiv fällt ihr Resümee aus: “Wir begreifen E-Commerce als Wachstumsmarkt für unser Unternehmen. Eine Plattform, die mit unseren Anforderungen mitwachsen kann, war daher die absolut richtige Entscheidung.”

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