Fettnapf – generische Domains irrelevant?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Fettnapf – generische Domains irrelevant?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
domains

Henry Cooke trat jüngst mit einem Artikel in stuff.co.nz eine kleine Lawine los. Für ihn sind generische Domain-Namen wie camera.com überbewertet, wenn nicht gar tot. Jeder vernünftige Internetnutzer greife doch zur Suchmaschine.


Der 19jährige Cooke wandte sich nicht gegen Unternehmensnamen als Domains, doch die Diffamierung von generischen Domains war ein Tritt in ein Fettnäpfchen, den man einem Jungen, der den Aufstieg von Domain-Namen Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gar nicht hat mitbekommen können, gleichwohl nur schwerlich nachsieht. Seine eigentliche Botschaft in dem Artikel läuft letztlich auf eine Beschwerde hinaus, dass Domain-Investoren auf den guten generischen Domain-Namen sitzen, diese aber nicht für die eigentlichen, Domain-Namen immanente Zwecke nutzen, sondern sie schlichtweg parken und warten, bis ein Endkunde kommt und sie ihm für Abermillionen US-Dollar abkauft.


Zieht man diesen Umstand als Resümee, so lässt sich nichts gegen Cooks Artikel mehr sagen, denn er hat Recht. Weil Domain-Investoren generische Domains überwiegend lediglich parken, werden diese Domains für den Nutzen des Internet irrelevant. Sie können auch noch so gute Keyword-Begriffe transportieren, solange sie keine – und hier kommt der SEO-Aspekt ins Spiel – vernünftigen Inhalte aufweisen, werden sie auch von Google vernünftiger Weise nicht wirklich beachtet.


Domain-Fachmann Andrew Alleman hingegen entnimmt dem Artikel von Cooke, dass es sowas wie „direct traffic“ praktisch nicht gibt. Diese Einschätzung Allemans geht indes am Thema vorbei. Sicher gibt es solchen „direct traffic“, doch wenn der Internetnutzer immer wieder von den nicht vorhandenen Inhalten geparkter Domains enttäuscht ist, wird dieser Faktor relativ zur Anzahl der Internetnutzer immer geringer.


Davon aber abgesehen ist klar: gute und sehr gute generische Domain-Namen sind berechtigter Weise wertvoller denn je. Dass aber die Domain-Branche in den vergangenen zwanzig Jahren den Wert von Domains und die Bedeutung der richtigen generischen Domain für das zukünftige Überleben von Unternehmen nicht vermitteln und diese zum Kauf bewegen konnte, das ist der eigentliche Skandal.


Autoren: Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt Berlin; Florian Hitzelberger, Rechtsanwalt Holzkirchen; Florian Huber, Wirtschaftsjurist (Univ. Bayreuth)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Kaufverhalten der deutschen Verbraucher: Eine neue Untersuchung von Mapp zur Internetnutzung zeigt, dass dMedien- und Nachrichtenportale profitieren, großer Verlierer ist der Tourismus.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Social Commerce

Neue Trends im Onlinehandel

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.