24.06.2022 – Kategorie: eCommerce

Finetrading: Wie Smart Billment die finanzielle Stabilität von Online-Händlern unterstützt

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Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme, Corona-Pandemie und auch der Ukraine­krieg mit Energiekostenanstieg und Rohstoffknappheit im Schlepptau – Unternehmer müssen momentan viele Herausforderungen meistern und sind seit Anfang 2022 stark von Krisen betroffen.

Finetrading als Lösung? Eine Tendenz dazu zeichnete sich bereits im vergangenen Jahr ab. Visable, Betreiber der Online-B2B-Plattformen wlw und Europages, belegen in einer kürzlich veröffentlichten repräsentativen Um­frage: Jedes fünfte Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr mit Umsatzeinbußen von 25 Prozent oder mehr zu beklagen. Dann kam der Ukrainekrieg hinzu. Seitdem beklagen 40 Prozent der befragten Unternehmen steigende Energiekos­ten und 35 Prozent leiden unter steigenden Rohstoffpreisen.

Umsatzrekorde sind vorbei

Auch im E-Commerce macht sich das bemerkbar. Nach über einem Jahrzehnt, geprägt von Umsatz- und Wachstums­rekorden, ist der weltweite Umsatz gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent und das Bestellvolumen um über elf Prozent gesunken. Das besagt der Salesforce Shopping Index vom Februar 2022. Weltweite Lieferengpässe zeigen ihren Einfluss: Die Warenbestände sind um fünf Prozent zurückgegangen. Nun müssen sich auch die bisher erfolgsverwöhnten E-Commerce-Unternehmen auf weitere negative Entwicklungen vorbereiten und nach Möglichkeiten suchen, dies aufzuhalten.

Bonität in Krisenzeiten

Eine Lösung ist Smart Billment. Dadurch kann ein an sich unspektakuläres Instrument, wie die Rechnung, eine positive Unternehmensentwicklung sichern. Diese datengetriebene und unkomplizierte Kombination unterschiedlicher Business-Leistungen sind in einem Ökosystem vereint. Denn um langfristig erfolgreich zu bleiben, ist eine vorausschauende Unternehmenssteuerung wichtiger denn je.

Ein weiteres wichtiges Instrument aus der Betriebswirtschaft ist die Op­timierung des Cash Conversion Cycles. Sie sorgt dafür, dass die Zahlungsziele im Einkauf möglichst lang und beim Verkauf möglichst kurzgehalten werden. So kommt der Online-Händler dem Ziel näher, dass Geldmittel nur kurz gebunden sind und schnell für neue Investitionen zur Verfügung stehen. Auch die Lagerhaltung wird auf kurze Fristen getrimmt, damit die Waren nicht unnötig Mittel binden. Allerdings wird dies gegenwärtig kritisch diskutiert: Die Lagerzeiten sollten nicht so knapp kalkuliert werden, da globale Lieferengpässe die Warenverfügbarkeit schwer planbar machen.

So empfehlen wir unseren Kunden sich schon jetzt auf saisonale Peaks wie das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten, um sich ausreichend Ware zu sichern, lieferfähig zu bleiben und weiter wachsen zu können.

Finetrading und Factoring: Vorfinanzierung von Waren

Eine Antwort auf dieses unternehme­rische Dilemma stellen zwei moderne Lösungen zur Vorfinanzierung dar, die speziell für Gründer, kleinere und mittelständische Unternehmen entwickelt wurden. Beim Finetrading schließt der Händler dabei mit Unternehmen wie dem Fintech, die Aifinyo AG, einen Finetrading-Rahmenvertrag ab und erhält eine Einkaufslinie. Im Auftrag des Händlers bestellt Aifinyo die Ware beim Lieferanten und bezahlt die Einkaufsrechnung sofort und vollständig. Der Händler schließt damit die Lücke zwischen Einkauf und Verkauf der Waren und kann zusätzlich auch Sonderkonditionen aushandeln und von Skonto profitieren. Der Kaufpreis wird flexibel in bis zu zwölf Monatsraten zurückgezahlt. Die dadurch gewonnene Liquidität kann in weiteres Wachstum und neue Produkte investiert werden.

Beim Factoring verkauft das Unternehmen seine offenen B2B-Forderungen an Aifinyo und lässt sich die Rechnungsbeträge vorfinanzieren. In der Regel erfolgt die Auszahlung binnen 48 Stunden und macht das Unternehmen somit unabhängig vom Zahlungsziel und -verhalten seiner Debitoren. Gleichzeitig bietet das Factoring einen Ausfallschutz, da auch das Zahlungsrisiko inklusive Inkasso ausgelagert wird.

Diese Finanzierungstools können ihre volle Wirksamkeit am besten entfalten, wenn sie in ein smartes Billing-System eingebunden sind. Im Idealfall steuern Unternehmen den Cashflow über ein ­Liquiditätsmanagement, das Transparenz über alle Transaktionen ermöglicht, auch bei mehreren Bankkonten. Per Rechnungsmanagement können nicht nur Rechnungen erstellt und versandt werden. Sie erhalten auch eine Echtzeit-Übersicht aller offenen Forderungen und Zahlungsziele und automatisieren die gesamte Rechnungsabwicklung inklusive Forderungsmanagement. Diese Transparenz wird bei der aktuellen Marktentwicklung immer wichtiger.

Bankgebühren sparen durch Finetrading & Co.

Auch bei Auslandsüberweisungen können Unternehmen viel Geld und Zeit sparen. Außerhalb des SEPA-Raums gibt es erhebliche Stolperfallen, wie die anfallenden SWIFT-Gebühren, die oft zwischen fünf und zehn Prozent der Überweisungssumme betragen. Für eine Überweisung von 10.000 Euro über die Hausbank können Gebühren zwischen 500 und 1.000 Euro fällig werden. Moderne Fintechs bieten hier bessere Lösungen. So kostet die Auslandsüberweisung bei Aifinyo nur ein Entgelt von 0,05% plus Beleggebühr von 9,90 Euro. Und die Berechnung des aktuellen Devisenkurses erfolgt transparent in Echtzeit.

Es zeigt sich: Bonität und Liquidität eines Unternehmens sind kein unabänderliches Schicksal. Wenn die aktuellen wirtschaftlichen Situationen dazu führen, dass im Finanz- und Rechnungswesen genauer hingeschaut und effizienter gehandelt wird, dann haben sie am Ende sogar noch einen positiven Effekt. Smarte Billing-Lösungen auf automatisierten Plattformen unterstützen Unternehmen in allen Phasen dabei, weiterzuwachsen und ihre Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.

Finetrading
Bild: Aifinyo

Der Autor Matthias Bommer ist als Vorstand bei der Aifinyo AG tätig.

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