Format-Wirrwarr auf dem E-Book-Markt

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ebook640

Allen Vorteilen der elektronischen Bücher zum Trotz kommt der E-Book-Markt in Deutschland nicht richtig in Schwung. Das liegt nicht etwa an fehlenden Inhalten: Die Anzahl deutschsprachiger Titel geht schon längst in die Hunderttausende. Günstige E-Book-Reader sind ebenfalls in großer Anzahl erhältlich und fast alle aktuellen Tablets sowie Smartphones sind in der Lage, die Inhalte darzustellen.


Das Problem liegt wie so oft an uneinheitlichen Standards, die den Verbraucher schlichtweg verunsichern. Jeder Hersteller kocht bei den E-Book-Formaten sein eigenes Süppchen. Nach wie vor ist ein signifikanter Teil der Sach- und Fachliteratur als PDF-Datei erhältlich. Amazons E-Book-Angebot ist seit Ende April auch in Deutschland verfügbar, jedoch verwendet der Online-Buchhändler ein proprietäres Format, das nur der hauseigene E-Book-Reader Kindle beherrscht. Die Konkurrenz setzt hingegen zum Großteil auf das epub-Format. Doch epub ist nicht gleich epub: Verschiedene Reader interpretieren das Format in unterschiedlicher Weise, zum Beispiel beim Skalieren von Bildern und beim Umgang mit Schriftarten oder Textsatz-Informationen. Und nach wie vor können sich Leser nicht hundertprozentig sicher sein, dass es alle Bücher auch auf allen Plattformen gibt: Hat man sich für den „falschen“ Reader entschieden, ist das gewünschte E-Book eventuell nicht erhältlich.


Einige Hersteller wie Apple haben darüber hinaus ganz eigene Weiterentwicklungen für das epub-Format vorangetrieben, die Multimedia-Einbettungen erlauben, aber nur von den eigenen Produkten (zum Beispiel „iBooks“ auf dem iPad oder iPhone) erkannt werden.


Die Formatvielfalt wird zwar insgesamt geringer – Formate wie lrf und pdb sind inzwischen nicht mehr von Bedeutung und ver-schwinden vom Markt – dennoch nimmt die Komplexität der vorhandenen Formate zu. So steht zum Beispiel der epub-Nachfolger „epub3“, der Multimedia-Anwendungen ins Format integriert, be-reits in den Startlöchern.


Die Verlage wirken angesichts dieser rasanten technologischen Entwicklung etwas hilflos, da sie oftmals keine großen Summen in die Digitalisierung von Büchern investieren können. Um mit den Entwicklungen Schritt zu halten und E-Books gemäß den technischen Möglichkeiten der verschiedenen Plattformen umzusetzen, sind sie deshalb auf einen Partner angewiesen, der ihnen die Erstellung sowie den Vertrieb von E-Books abnehmen kann. Erst wenn diese Hürde gemeistert ist, stehen die Chancen gut, dass sich die elektronischen Bücher vom Nischenprodukt zum echten Massenmarkt entwickeln.


(Autor: Ralf Biesemeier ist Geschäftsführer des Spezialisten für eBook-Herstellung und -Distribution readbox in Dortmund)


 


 

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