Forscher prognostizieren Online-Umsätze im Einzelhandel bis 2023

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Bereits zum vierten Mal legen die Forscher von ibi research an der Universität Regensburg eine Prognose zur Entwicklung des Einzelhandels in den nächsten Jahren vor. Demnach könnte der Anteil der Online-Umsätze am Einzelhandel bis zum Jahr 2023 auf 19,8 Prozent ansteigen. Diese Zahl basiert auf dem sogenannten "progressiven Szenario" der Untersuchung.

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Bereits zum vierten Mal legen die Forscher von ibi research an der Universität Regensburg eine Prognose zur Entwicklung des Einzelhandels in den nächsten Jahren vor. Demnach könnte der Anteil der Online-Umsätze am Einzelhandel bis zum Jahr 2023 auf 19,8 Prozent ansteigen. Diese Zahl basiert auf dem sogenannten „progressiven Szenario“ der Untersuchung.

Im Jahr 2016 hatte der Anteil noch bei 9,1 Prozent gelegen. Im „Basisszenario“ – also dem wahrscheinlicheren Fall – wird der E-Commerce-Anteil etwas moderater steigen und 2023 bei 15,5 Prozent liegen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 7,8 Prozent.

 

Strategische Optionen und Handlungsempfehlungen

Alle Einzelhändler müssen sich heutzutage mit dem Thema Internet und Online-Handel auseinandersetzen und ihre aktuelle strategische Positionierung überdenken. Dabei treten oft sehr grundsätzliche Fragestellungen auf. Mit der Studie „E-Commerce-Strategien für den mittelständischen Einzelhandel“ hatte das Regensburger Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Herbst 2014 im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums mittelständischen Einzelhändlern strategische Optionen aufgezeigt und Handlungsempfehlungen gegeben. Im Rahmen der Studie wurde auch eine Prognose der Entwicklung des E-Commerce über fünf Jahre erstellt und seither jährlich aktualisiert. Jetzt haben die Experten ihre neue Prognose des Einzelhandels bis zum Jahr 2023 vorgelegt.

Hohe Dynamik im E-Commerce

Die Dynamik im E-Commerce ist demnach unverändert hoch. Die Umsätze im Online-Handel wachsen weiter stark, zwischen 2010 und 2016 um durchschnittlich 19,3 Prozent jährlich – und das, obwohl die Umsätze des gesamten Einzelhandels, also inklusive des Stationärhandels, im selben Zeitraum preisbereinigt nur um 0,8 Prozent pro Jahr zulegten. Diese magere Entwicklung des (stationären) Handels geht vor allem zulasten der mittelständischen Fachhändler. Deren Marktanteil hat sich von 2000 bis 2015 um rund 40 Prozent verringert.

Der Anteil des E-Commerce an den Einzelhandelsumsätzen betrug 2016 9,2 Prozent. Bis zum Jahr 2023 soll dieser Anteil bis auf 15,5 Prozent ansteigen (Basisszenario), wobei im progressiven Szenario sogar ein Anstieg bis auf 19,8 Prozent erwartet wird – mehr als doppelt so viel wie derzeit. „Berücksichtigt man, dass im Lebensmitteleinzelhandel der Online-Verkauf nahezu keine Rolle spielt, ergibt sich für den restlichen Einzelhandel (ohne Lebensmittel) bereits heute ein Online-Anteil am Umsatz von 14 Prozent“, weiß Holger Seidenschwarz, Handelsexperte bei ibi research und für die Studie verantwortlich.

Die Ergebnisse der vorliegenden Prognose bis 2023 stehen kostenfrei zur Verfügung. Die Studie „E-Commerce-Strategien für den mittelständischen Einzelhandel“ ist kostenfrei erhältlich.

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