21.01.2014 – Kategorie: Marketing

Führung und Motivation: Wertschätzende Kommunikation verhilft zum Erfolg

Mit der Mitarbeiter-Motivation ist es in Deutschland und weltweit nicht gut bestellt. Dieses Ergebnis veröffentlichte die Hay Group im September 2013, die in einer Studie 95.000 Führungskräfte aus über 2.200 Unternehmen weltweit zu Führung und Motivation befragte. Demzufolge sorgen knapp 50 Prozent der deutschen Führungskräfte für ein demotivierendes Arbeitsklima und nehmen damit negativen Einfluss auf den Gewinn, den ein Unternehmen erwirtschaften kann.

Führung und Motivation ist machbar

Dass man es als Führungskraft schaffen kann, die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens im Auge zu behalten und gleichzeitig auch die Mitarbeiter langfristig zu motivieren, ist aber machbar, ist sich Melanie Vogel, Innovation-Coach und Mitglied im Innovationsnetzwerk der Stanford University, sicher. Die zertifizierte Führungskräfte-Trainerin ist überzeugt, dass Grundlage für mehr Mitarbeiter-Motivation nicht nur ein flexibles und der jeweiligen Situation angemessenes Führungsverhalten ist, sondern auch entscheidend von der Bereitschaft der Führungskräfte abhängt, ihren Mitarbeitenden Wertschätzung und Leistungsanerkennung auszusprechen.

„Entscheidend ist die eigene Haltung und die Art und Weise, wie Menschen angesprochen werden, denn die Sprache ist ein kraftvolles Werkzeug, das echtes Selbstwertgefühl fördern und die Motivation der Mitarbeiter signifikant erhöhen kann“, findet Melanie Vogel. Die Unternehmenskultur, in der die Führungskraft wirkt, spiele dabei eine entscheidende Rolle. Zählen im Unternehmen Werte wie Fairness, Ehrlichkeit und Integrität, so müssten diese auch von den Führungskräften gelebt und sichtbar gemacht werden, so die Führungskräfte-Trainerin. Hinzu kommt eine „gesunde Fehlerkultur, denn Fehler gehören zu jedem Entwicklungs- und Lernprozess dazu“.

Virtues Project für bessere Führung und Motivation

Eine wertschätzende Kommunikation kann man lernen und dabei hilft das „Virtues Project“, das fünf Strategien umfasst, die auf universellen Tugenden beruhen. Diese Tugenden werden von Menschen und Kulturen weltweit geteilt und geschätzt, können allerdings unterschiedlich gelebt werden. 1991 wurde das „Virtues Project“ von Linda Kavelin Popov, Dr. Dan Popov und John Kavelin ins Leben gerufen. In fast 100 Ländern steht das von den Vereinten Nationen geehrte und vom Dalai Lama unterstützte Projekt für mehr Freundlichkeit, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit im Umgang miteinander. Das „Virtues Project“ schafft die Grundlage gewaltfreier Kommunikation und stellt den Spagat zwischen menschlicher Wertschätzung einerseits und wirtschaftlicher Leistungsorientierung andererseits her.

Die Rolle des menschlichen Gehirns

Menschen sind intrinsisch motiviert, wenn ihre emotionalen Zentren im Gehirn aktiviert und Begeisterung in ihnen erweckt wird. Sprechen Führungskräfte also Lob und Anerkennung aus und zeigen sie den Mitarbeitern gegenüber Wertschätzung und Loyalität, so setzen sie in den Gehirnen der Mitarbeitenden die glücklich machenden Stoffe Dopamin, Oxytozin und Opioide frei und tragen so automatisch dazu bei, eine motivations- und leistungsfördernde Umgebung herzustellen.

Stellen sich Führungskräfte dagegen über ihre Mitarbeitenden und vermitteln sie das Gefühl der Dominanz, lösen sie eine Kettenreaktion negativer Emotionen aus, die nicht nur das Unternehmensklima vergiftet, sondern sich zusätzlich auch neurobiologisch schädlich auf die Produktivität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter-Gehirne auswirkt – und damit im schlimmsten Fall auch den Unternehmensgewinn mindern kann.

Nur 5 Strategien helfen schon

Die fünf Strategien zur Mitarbeiterführung, die das „Virtues Project“ näher beschreibt, beziehen sich auf die Besinnung einer anerkennenden Sprache, die Nutzung lehrreicher Momente, das Setzen klarer Grenzen und die Begleitung der Mitarbeitenden.

„Wertschätzende Führung ist kein Selbstläufer und nichts, was man über Nacht lernen kann. Eine achtsame Kommunikation auch in stressigen Situationen oder in den Momenten abrufen zu können, in denen der Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat, erfordert Übung“, sagt Trainerin Melanie Vogel.

Zum vollständigen Beitrag via Melanie Vogel.

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